Die Hornbach-Gruppe (Hornbach Holding AG & Co. KGaA Konzern) hat ihren Umsatz im zweiten Quartal (Q2) 2022/23 (1. Juni bis 30. August 2022) auf Basis der anhaltend stabilen und starken Kundennachfrage gegenüber dem Rekordwert des Vorjahres weiter gesteigert. Im ersten Halbjahr (H1) 2022/23 (1. März bis 30. August 2022) wuchs der Konzernumsatz um 5,2 % auf 3.463,3 Mio. EUR (2021/22: 3.292,4 Mio. EUR).
Das flächen- und währungsbereinigte Wachstum im 3-Jahres-Vergleich von 28,7% unterstreicht die deutliche Wachstumsbeschleunigung während der Covid-Pandemie. Das bereinigte EBIT (operatives Ergebnis bereinigt um nicht operative Ergebniseffekte) im H1 2022/23 lag mit 277,4 Mio. EUR unter dem Rekordwert des Vorjahres (337,2 Mio. EUR), jedoch deutlich über H1 2019/20 mit plus 40 %. Für das laufende Geschäftsjahr 2022/23 erwartet das Management weiterhin ein leichtes Umsatzwachstum und einen Rückgang des bereinigten EBIT im niedrigen zweistelligen Prozentbereich – und bestätigt damit die Prognose vom 13. Juni 2022.
Kennzahlen HORNBACH Holding AG & Co. KGaA Konzern
(in Mio. Euro soweit nicht anders angegeben)
| Q2 2022/23 | Q2 2021/22 | ± in % | H1 2022/23 | H1 2021/22 | ± in % | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nettoumsatz Hornbach-Gruppe | 1.649,9 | 1.614,3 | 2,2 | 3.463,3 | 3.292,4 | 5,2 |
| davon Teilkonzern Hornbach Baumarkt AG | 1.531,5 | 1.509,4 | 1,5 | 3.236,8 | 3.085,2 | 4,9 |
| – Deutschland | 748,5 | 764,8 | -2,1 | 1.601,7 | 1.579,7 | 1,4 |
| – Übriges Europa | 783,0 | 744,6 | 5,2 | 1.635,1 | 1.505,5 | 8,6 |
| Flächenbereinigtes Umsatzwachstum (DIY) 1) | -1,7 | 2,5 | 1,9 | 3,4 | ||
| davon Teilkonzern Hornbach Baustoff Union GmbH | 118,6 | 104,6 | 13,4 | 226,6 | 206,5 | 9,7 |
| Rohertrag | 547,0 | 558,4 | -4,1 | 1.167,2 | 1.166,7 | 0,0 |
| Handelsspanne (in % vom Nettoumsatz) | 33,2 | 35,4 | 33,7 | 35,4 | ||
| EBIT | 127,4 | 168,1 | -24,2 | 275,9 | 337,2 | -18,2 |
| Bereinigtes EBIT 2) | 129,1 | 168,1 | -23,2 | 277,4 | 337,2 | -17,7 |
| Bereinigte EBIT-Marge | 7,8 | 10,4 | 8,0 | 10,2 | ||
| Konzernergebnis vor Steuern | 119,4 | 155,4 | -23,2 | 260,6 | 312,9 | -16,7 |
| Periodenüberschuss3) | 90,4 | 118,4 | -23,6 | 197,3 | 236,4 | -16,5 |
| Ergebnis je HORNBACH-Holding-Aktie (unverwässert/verwässert in EUR) | 5,22 | 5,85 | -10,8 | 11,37 | 11,69 | -2,7 |
| Investitionen (CAPEX) | 61,9 | 41,9 | 47,7 | 114,2 | 97,0 | 17,7 |
1) Währungsbereinigt; inkl. Umsätze aller Filialen, die seit mindestens einem Jahr geöffnet sind und einschließlich Onlinehandel
2) bereinigt um nicht-operative Aufwendungen und Erträge
3) nach IFRS einschließlich Gewinnanteile anderer Gesellschafter
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. Prozentangaben sind auf Basis TEuro gerechnet.
„Der Fokus der Kundinnen und Kunden auf die Optimierung ihres Zuhauses hat sich in den Sommermonaten fortgesetzt. Insbesondere Projekte zur Verbesserung der Energieeffizienz wurden in einigen Regionen verstärkt angegangen. Angesichts der anhaltenden Herausforderungen in Bezug auf Inflation und Lieferketten haben wir unser Versprechen, ein zuverlässiger Partner für unsere privaten und professionellen Kunden bei allen Sanierungs- und Renovierungsprojekten zu sein, weiterhin eingelöst“, kommentierte Erich Harsch, Vorstandsvorsitzender der Hornbach Baumarkt AG.
Bau- und Gartenmärkte mit flächen- und währungsbereinigtem Wachstum von 1,9%
Der größte operative Teilkonzern Hornbach Baumarkt AG (DIY-Einzelhandel), der zum 31. August 2022 insgesamt 169 großflächige Bau- und Gartenmärkte sowie Online-Shops in neun europäischen Ländern betrieb, steigerte den Nettoumsatz um 4,9% auf 3.236,8 Mio. EUR (2021/22: 3.085,2 Mio. EUR). Flächen- und währungskursbereinigter Wachstum des DIY-Umsatzes in den ersten sechs Monaten teilkonzernweit um 1,9 % (2021/22: 2,5 %).
Die Nettoumsätze der Hornbach-Baumärkte in Deutschland stiegen im H1 2022/23 um 1,4 % auf 1.601,7 Mio. EUR (2021/22: 1.579,7 Mio. EUR). Der flächenbereinigte Umsatz erhöhte sich um 0,9 % (2021/22: 0,7 %). Der Nettoumsatz außerhalb Deutschlands wuchs um 8,6 % auf 1.635,1 Mio. EUR (2021/22: 1.505,5 Mio. EUR). Der Auslandsanteil am Umsatz des Teilkonzerns Hornbach Baumarkt AG erhöhte sich von 48,8 % auf 50,5 %. Auf vergleichbarer Fläche und wechselkursbereinigt wuchs der Umsatz in den übrigen europäischen Ländern um 2,9 % (2021/22: 6,4 %).
*Der Online-Umsatz (inkl. Click & Collect) bewegte sich auf einem deutlich höheren Niveau als vor der Covid-Pandemie und hatte im H1 2022/23 einen Anteil von 14,8 % am Gesamtumsatz des Teilkonzerns Hornbach Baumarkt (2019/20: 9,6 %). Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem der stationäre Verkauf noch in einigen Regionen eingeschränkt war, war erwartungsgemäß insbesondere die Nachfrage nach Click & Collect deutlich geringer und hat sich wieder normalisiert. Der Umsatz aus dem Direktversand lag nur leicht unter dem Vorjahr. Insgesamt gingen die Online-Umsätze im H1 2022/23 gegenüber dem Vorjahr um 19,1 % auf 479,8 Mio. EUR zurück.
Der Teilkonzern Hornbach Baustoff Union GmbH (HBU) erhöhte den Nettoumsatz im H1 2022/23 um 9,7% auf 226,6 Mio. EUR (2021/22: 206,5 Mio. EUR) und konnte damit die Rekordentwicklung des Vorjahres von plus 13,2% nochmals steigern. Der Teilkonzern betreibt derzeit 39 Baustoffhandelsstandorte, darunter zwei grenznahe Standorte in Frankreich (Elsass/Lothringen) sowie 37 im Südwesten Deutschlands, inklusive zweier zum 1. Juli 2022 erworbener Standorte im Saarland.
Bereinigtes EBIT deutlich über dem Niveau vor der Pandemie, aber unter dem Vorjahreswert
Mit 277,4 Mio. EUR lag das bereinigte EBIT der Hornbach-Gruppe im H1 2022/23 um 39,8% über dem Vor-Pandemie-Niveau (2019/20: 198,4 Mio. EUR). Im Vergleich zu den Rekordzahlen im ersten Halbjahr 2021/22 ging das bereinigte EBIT um 17,7% zurück, hauptsächlich aufgrund von Inflations- und Kostendruck, der die Bruttomarge des Konzerns belastete. Darüber hinaus wirkten sich gestiegene Geschäfts- und Personalkosten aus. Mit 8,0 % liegt die bereinigte EBIT-Marge in H1 2022/23 noch 0,4 Prozentpunkte höher als im H1 2019/20 vor der Pandemie.
Das Ergebnis je Aktie lag aufgrund der höheren Beteiligung an der Hornbach Baumarkt AG nach dem erfolgreich abgeschlossenen Delisting-Angebot zum 28. Februar 2022 mit 11,37 EUR nur leicht unter dem Vorjahr (2021/22: 11,69 EUR).
Ausblick bestätigt: Leichtes Umsatzwachstum und Rückgang des bereinigten EBIT im niedrigen zweistelligen Prozentbereich für das Geschäftsjahr 2022/23 erwartet
Die Hornbach-Gruppe bestätigt ihren am 13. Juni 2022 angepassten Ausblick für das Gesamtjahr 2022/23 und erwartet weiterhin einen leichten Anstieg des Nettoumsatzes im Vergleich zum Vorjahr (5.875,0 Mio. EUR) und einen Rückgang des bereinigten EBIT im niedrigen zweistelligen Prozentbereich gegenüber dem Rekordwert von 362,6 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2021/22.
„Das schwierige makroökonomische Umfeld und die zunehmende Ungewissheit hinsichtlich der Konsumausgaben in den kommenden Monaten stellen eine Herausforderung für jedes Unternehmen dar. Gleichzeitig ist unsere Geschäftsentwicklung derzeit stabil und wir haben in der Vergangenheit bewiesen, dass wir mit anspruchsvollen Marktsituationen umgehen können und gestärkt daraus hervorgehen“, sagte Albrecht Hornbach, Vorstandsvorsitzender der Hornbach Management AG.
Nachhaltigkeitsmagazin veröffentlicht
Die Hornbach-Gruppe hat zusammen mit dem Halbjahresbericht ihr jährlich erscheinendes Nachhaltigkeitsmagazin veröffentlicht. Jenseits von der gesetzlichen Berichtspflicht bietet es Platz für Themen, die das Unternehmen, seine Mitarbeiter:innen und Kund:innen beschäftigen, wie etwa die Zukunft der Arbeit, die Reduktion von CO2-Emissionen und die Förderung von Vielfalt.
Nach einer kurzen Verschnaufpause im Vormonat setzt die Verbraucherstimmung im September ihren Sinkflug fort. Die Konjunkturerwartung wie auch die Anschaffungsneigung verzeichnen moderate Einbußen, die Einkommenserwartung stürzt auf ein neues Allzeittief ab. GfK prognostiziert für das Konsumklima für Oktober 2022 -42,5 Punkte und damit 5,7 Punkte weniger als im September dieses Jahres (revidiert -36,8). Die sind die Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für September 2022.
Die hagebau übernimmt mit der hundertprozentigen Tochtergesellschaft BBG Beratungs- und Beteiligungs-GmbH zum 1. Oktober 2022 die Häsele-Unternehmensguppe mit einem Bauzentrum und einem hagebaumarkt mit Floraland in Schwäbisch Hall sowie einen hagebaumarkt mit Gartencenter in Tuttlingen. Die entsprechenden Verträge wurden am 22. September 2022 von Vertretern beider Unternehmen unterzeichnet.
Im 1. Halbjahr 2022 ist die Einwohnerzahl Deutschlands erstmals auf über 84 Millionen Menschen gestiegen. Am 30. Juni 2022 lebten in Deutschland 843 000 Personen mehr als zum Jahresende 2021, das entsprach einem Bevölkerungswachstum von 1,0 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, gab es Bevölkerungszunahmen dieser Größenordnung seit der Deutschen Vereinigung nur in den Jahren 1992 (+700 000) infolge der Grenzöffnungen in Osteuropa und des Kriegs in Jugoslawien sowie 2015 mit der damaligen Fluchtwanderung (+978 000). 
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich deutlich verschlechtert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im September auf 84,3 Punkte gefallen, nach 88,6 Punkten (saisonbereinigt korrigiert) im August. Dies ist der niedrigste Wert seit Mai 2020. Der Rückgang zieht sich durch alle vier Wirtschaftsbereiche. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage klar schlechter. Der Pessimismus mit Blick auf die kommenden Monate hat deutlich zugenommen. Im Einzelhandel fielen die Erwartungen sogar auf ein historisches Tief. Die deutsche Wirtschaft rutscht in eine Rezession.
Aufgrund der immens steigenden Gas- und Energiekosten sehen sich die Hersteller von Düngemitteln mit nie dagewesenen Herausforderungen konfrontiert. Laut Einschätzungen des Industrieverband Garten (IVG) e.V. steuert der Markt auf dramatische Preissteigerungen und Engpässe zu. Insbesondere die Verfügbarkeit von Harnstoff – Grundstoff vieler Stickstoffdünger – ist derzeit für deutsche Produzenten stark eingeschränkt und finanziell kaum noch abbildbar. 




