HAUSBÄUME ALS GRÜNE FAMILIENMITGLIEDER

von Bernhard Simon

Früher wurde bei wichtigen Familienereignissen immer ein Baum gepflanzt: Ob zur Geburt eines Kindes oder zur Hochzeit zweier sich liebender Menschen – die Freude wurde in der Pflanzung eines Hausbaumes ausgedrückt. Heutzutage dominieren eher gestalterische und ökologische Themen: z. B. Strukturierung des Gartens, Schattenspende für Sitzplätze, sommerliche Blütenfarben, herbstliche Blattfärbungen oder markanter Fruchtschmuck.

Mit einer Wuchshöhe von 3-5 m und einem Kronendurchmesser von 3-4 m eignet sich der Kugelamberbaum (Liquidambar styraciflua ‚Gumball‘) auch für kleinere Gärten.(Foto: GMH/GBV)

Blühende Hausbäume sind auch für den Artenschutz wichtig: Bienen und andere Insekten profitieren von üppigen Pollen- und Nektarangeboten. Singvögel nisten gerne in den Baumkronen. Sie wollen diese gärtnerische Tradition in ihrem Garten wieder aufleben lassen? Dann sollten sie eine Gartenbaumschule aufsuchen: Dort werden sie fachlich und kompetent beraten, z. B. zur Dimensionierung, denn Wuchshöhe und Kronendurchmesser sind entscheidende Parameter, damit ihr Hausbaum nicht zum verschattenden Gartenriesen wird und keinen Stress mit dem Nachbarn verursacht.

Mit einer Wuchshöhe von 3-5 m und einem Kronendurchmesser von 3-4 m eignet sich z B. der Kugelamberbaum (Liquidambar styraciflua ‚Gumball‘) vor allem für kleine Gärten, z. B. als Schattenspender am Sitzplatz. Tipp: Im Vorgarten, z. B. als Solitär vor einer dunklen Hecke gepflanzt, macht die spektakuläre Blattfärbung diesen winterharten Hausbaum zu einem herbstlichen Hingucker.

Demgegenüber punktet das Amerikanische Gelbholz (Cladrastis lutea) nicht nur mit der Herbstfärbung. Mit einer Wuchshöhe von 8-10 m und einem Kronendurchmesser von 5-8 m empfiehlt sich dieser Hausbaum als Solitär im Garten. Von Mai-Juni in weißen, duftenden Doldentrauben blühend, bietet das Gelbholz ein attraktives und reichhaltiges Pollen- und Nektarangebot für Bienen und Co. Durch seine Trockenresistenz unterstreicht dieser Kleinbaum seine Bedeutung nicht nur für den Bienen- und Insektenschutz, sondern auch für den Klimawandel.

Um den winterlichen Garten mit einem besonderen Farbeffekt zu gestaltet, ist die Pflanzung von Apfeldorn (Crataegus x lavallei ‘Carrierei’) zu empfehlen. Mit einer Wuchshöhe von 5-7 m und einem Kronendurchmesser von 3-4 m sollte auch hier eine solitäre Pflanzung erwogen werden. Ab Mai blühend, entwickelt der Apfeldorn farbige Fruchtstände, die oft bis Dezember/Januar in einem fulminanten Rot-Orange an den Ästen haften bleiben. Die Blüten und Fruchtstände des Apfeldorns üben auf Bienen, Insekten und Vögel eine magische Anziehungskraft aus. Vor allem auf Vögel, denn die dichten und dornigen Äste des winterharten Apfeldorns bieten sichere Nistplätze und Schutz vor Feinden.

Wie wird ein Baum richtig gepflanzt?

Generationen von Gärtnern und Gärtnerinnen hat diese Frage bewegt: Eine beliebte gärtnerische Kurzfassung lautet: „Das Grüne muss nach oben“. Die bessere Langfassung gibt es unter www.gartenbaumschulen.com/garten-ratgeber/baeume-pflanzen/

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Bernhard Simon – 
Dienstleistungen für die “Grüne Branche”

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