Orchideensubstrat, Anzuchterde, Kakteensubstrat, Pflanzgranulat – die Auswahl in Garten- und Baumärkten ist groß. Doch warum gibt es überhaupt so viele verschiedene Substrate? Und wann lohnt sich die Verwendung eines Spezialsubstrats? Lechuza und Pon erklären, auf was man achten sollte.

Verschiedene PON Substrate zur Optimierung des Wachstums diverser Pflanzen (Foto: Lechuza)
Pflanzen stammen aus unterschiedlichen Lebensräumen und haben dementsprechend unterschiedliche Bedürfnisse. So wachsen Orchideen beispielsweise häufig auf Bäumen, während Kakteen sich eher an trockene Standorte angepasst haben. Andere Pflanzen bevorzugen hingegen humusreiche oder leicht saure Böden.
Spezialsubstrate, wie etwa von Pon, orientieren sich genau an diesen natürlichen Bedürfnissen. Die Zusammensetzung ist gezielt auf die Anforderungen bestimmter Pflanzenarten abgestimmt und schafft optimale Voraussetzungen für gesundes Wachstum.
Warum Blumenerde nicht immer das Beste ist
Herkömmliche Blumenerde eignet sich für viele Pflanzen und Anwendungsfälle, stößt langfristig jedoch an ihre Grenzen.
- Verdichtung: Mit der Zeit bauen sich organische Bestandteile ab. Die Erde verdichtet sich, Luft und Sauerstoff gelangen schlechter an die Wurzeln und die Pflanze verliert an Halt im Gefäß.
- Unausgewogene Wasserzufuhr: Blumenerde speichert Wasser oftmals entweder zu lange oder trocknet zu schnell aus. Beides belastet die Wurzeln und kann das Pflanzenwachstum beeinträchtigen.
- Unterschiedliche Ansprüche: Nicht jede Pflanze benötigt die gleiche Versorgung. Während einige Arten viele Nährstoffe benötigen, bevorzugen andere eher magere Standorte. Auch der pH-Wert spielt eine wichtige Rolle, etwa bei Rhododendren, Hortensien oder Heidelbeeren.
Die Lösung: Mineralische Substrate für gesunde Wurzeln
Viele Marken, darunter auch Pon, das aus der Expertise des Pflanzgefäßeherstellers Lechuza entstanden ist, bieten inzwischen Spezialsubstrate an, die auf die individuellen Bedürfnisse verschiedener Pflanzen zugeschnitten sind. Die Basis der Pon-Substrate sind die mineralischen Bestandteile Lava, Bims und Zeolith. Die Kombination ist besonders strukturstabil, verhindert eine Verdichtung des Substrats und gibt Pflanzen Halt im Gefäß. Gleichzeitig können Wasser und Nährstoffe gespeichert und gleichmäßig an die Wurzeln abgegeben werden. Die hohe Drainagefähigkeit sorgt zudem für eine gute Belüftung des Wurzelbereichs und hilft, Staunässe zu vermeiden. Ein weiterer Vorteil: Die Pon-Substrate kommen ohne Torf aus, was zur Verringerung von Treibhausgasemissionen beitragen kann.
Je nach Pflanzenart kommen unterschiedliche Zusammensetzungen zum Einsatz:
Orchideen benötigen als sogenannte Epiphyten besonders viel Luft an den Wurzeln. Grob strukturierte Substrate wie Orchidpon schaffen hierfür die passenden Bedingungen.
Für viele beliebte Zimmerpflanzen eignet sich Lechuza-Pon. Die mineralische Zusammensetzung sorgt für eine gleichmäßige Versorgung mit Wasser und Nährstoffen. Das Substrat kann zur Komplettbepflanzung oder als Drainageschicht verwendet werden. Pflanzen mit besonders kräftigen Wurzeln, wie Monstera oder Strelitzien, profitieren von gröberen Substraten. Lechuza-Pon XXL bietet zusätzliche Stabilität und fördert die gesunde Entwicklung.

Lechuza – Pon ist in grober oder feiner Struktur erhältlich (Foto: Lechuza)
Kakteen und Sukkulenten reagieren besonders empfindlich auf Staunässe und benötigen ein sehr durchlässiges Substrat. Die feinkörnige Struktur von Cactuspon leitet Wasser schnell ab und lässt Kakteen und Sukkulenten gut gedeihen.
Palmen und Zitruspflanzen haben besondere Anforderungen an die Nährstoffversorgung. Die Substrate Palmpon und Citruspon sind speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmt und mit Calcium, Kalium und Eisen sowie roter beziehungsweise schwarzer Lava für kräftige Blätter und saftige Früchte angereichert.
Ab Mitte Januar 2027 erweitern drei Spezialsubstrate das Sortiment von Pon. Mit Rosepon und Hortensipon sowie den dazugehörigen Langzeit- und Flüssigdüngern erhalten Rosen und Hortensien die ideale Versorgung. Für die Anzucht von Gemüse, Kräutern, Stecklingen und Ablegern wird das neue Growpon erhältlich sein. Die luftige Struktur schafft beste Voraussetzungen für die Entwicklung junger Wurzeln und ermöglicht eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung.
Zusammenfassung
Herkömmliche Blumenerde eignet sich für zahlreiche Pflanzen. Wer jedoch gezielt auf die Bedürfnisse einzelner Pflanzenarten eingehen und ihnen optimale Wachstumsbedingungen geben möchte, findet in Spezialsubstraten eine passende Lösung. Sie unterstützen gesundes Wurzelwachstum, verbessern die Wasser- und Nährstoffversorgung und sorgen für langfristig gesunde und schöne Pflanzen.
Die deutsche Start-up-Szene wächst: 2025 wurden bundesweit 3.568 Start-ups neu gegründet – 29 Prozent mehr als im Vorjahr und so viele wie nie zuvor. Das geht aus dem aktuellen Gründungsreport des Bundesverbands Deutsche Startups e. V. und des Informationsdienstes startupdetector hervor. Gleichzeitig steht der Gartenbau vor großen Zukunftsaufgaben. Klimaanpassung, ressourcenschonende Produktion, Energieeffizienz und digitale Technologien verändern die Branche und schaffen Raum für innovative Lösungen. Mit dem Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie „Young Innovators“ erhalten junge Unternehmen auf der IPM ESSEN vom 26. bis 29. Januar 2027 die Chance, ihre Ideen einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren und neue Märkte zu erschließen.
Auf einem von der Messe Essen organisierten Gemeinschaftsstand stellen die teilnehmenden Start-ups ihre Produkte, Verfahren und Dienstleistungen vor. Dabei treffen sie auf potenzielle Kunden, Geschäftspartner und Investoren aus der gesamten Wertschöpfungskette des Gartenbaus.
Auch in der Saison 2027 bringt COMPO in den Kategorien Blumenerde, Bodenschutz, Rasenpflege, Dünger, Pflanzenschutz und Biozide zahlreiche Neuprodukte auf den Markt. Im Fokus stehen innovative Lösungen, mit denen COMPO auf aktuelle Herausforderungen im Garten reagiert und die Hobbygärtner bei der einfachen und gezielten Pflege von Pflanzen, Böden und Rasen unterstützen. 


















Die Kartoffelernte fällt 2026 nach Schätzungen deutlich geringer als im Vorjahr aus, was Folgen für die Preise von Kartoffeln auf den verschiedenen Wirtschaftsstufen hat. Im September 2026 mussten Verbraucherinnen und Verbraucher für Kartoffeln 11,3 % mehr als im Vorjahresmonat bezahlen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Für verarbeitete Kartoffelprodukte wie Pommes frites oder Ähnliches (tiefgefroren) hingegen lagen die Preise um 4,7 % unter dem Vorjahresmonat. Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen im September 2026 um 3,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat, darunter Nahrungsmittel insgesamt um 0,4 %.