Die hagebaumarkt Mülheim an der Ruhr GmbH hat für ihre beiden hagebaumärkte in Mülheim und Ratingen einen Insolvenzantrag beim zuständigen Amtsgericht gestellt. Der Geschäftsbetrieb an beiden Standorten wird in den kommenden Monaten fortgeführt. Betroffen sind 75 Mitarbeiter.
Hintergrund des Verfahrens sind vor allem deutlich gestiegene Betreiberkosten, insbesondere im Bereich der Miete. Am Standort Ratingen wirkten sich zusätzlich umfangreiche Bauarbeiten im direkten Umfeld negativ auf die Kundenfrequenz aus.

hagebaumarkt in Mühlheim an der Ruhr (Foto: hagebau)
„Wir haben in den vergangenen Jahren alles darangesetzt, beide Märkte wirtschaftlich zu stabilisieren – auch mit erheblichem persönlichem Engagement“, sagt Hartmut Buhren, Geschäftsführer hagebaumarkt Mülheim an der Ruhr GmbH. „Die hagebau hat uns dabei intensiv unterstützt. Für diese partnerschaftliche Begleitung sind wir dankbar. Dennoch konnten wir die strukturell hohen Standortkosten nicht dauerhaft ausgleichen. Jetzt geht es darum, eine nachhaltige Lösung für die Märkte und die Teams zu entwickeln.“
„Die Familie Buhren hat diese Entscheidung mit großer Verantwortung getroffen“, sagt Frank Staffeld, Geschäftsführer Einzelhandel hagebau. „Als Kooperation begleiten wir das weitere Verfahren strukturiert und bleiben verlässlich an der Seite unseres Gesellschafters.“
Für Kundinnen und Kunden ändert sich zunächst nichts: Die Märkte bleiben geöffnet, das Sortiment ist verfügbar und laufende Aktionen werden fortgeführt. Das Fachhandelsgeschäft der Familie Buhren, die Baustoffzentrum Wilhelm Harbecke GmbH, ist nicht von der Insolvenz betroffen.
Die Vorzeichen im GaLaBau stehen weiter auf Wachstum: Der nominale Umsatz verzeichnete in 2025 ein Plus von 4,3 Prozent; im selben Zeitraum stieg auch die Zahl der Beschäftigten, Azubis und Mitgliedsbetriebe. Die Branchenstatistik des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL) zeichnet insgesamt erneut das Bild einer gesunden Branche trotz konjunktureller Belastungen. 
Im Jahr 2025 haben die landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland insgesamt 4,5 Millionen Tonnen Gemüse geerntet. Das waren 8,1 % mehr als im Jahr 2024 und 13,2 % mehr als im Durchschnitt der Jahre 2019 bis 2024. Die Erntemenge lag damit auf dem höchsten Stand seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1990. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, weiteten die insgesamt 5 960 Gemüse erzeugenden Betriebe die Anbauflächen für Gemüse gegenüber 2024 um 3,9 % auf 131 700 Hektar aus. Das waren 3,6 % mehr als im mehrjährigen Mittel (2019 bis 2024).
Ein GaLaBau-Betrieb ist im Werkverkehr wie ein Handwerksbetrieb von der Lkw-Maut auf leichte Nutzfahrzeuge ausgenommen. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin in einem vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL) unterstützten Musterverfahren gegen die Maut beschlossen.