Im Rahmen der spoga & gafa die vom 22.06. bis 24.06.2026 stattfindet, gab die Koelnmesse folgende Einschätzung des zukünftigen Gartenmarktes heraus:
Das Einkaufsverhalten im Gartenhandel verändert sich. Smart Shopping und die Verbindung von online und offline schaffen neue Kundenerlebnisse. Gleichzeitig wandeln sich die Erwartungen an die Produktpräsentation.

Smarte Technologien werden zunehmend in das Einkaufserlebnis integriert. (© Koelnmesse GmbH)
Stärkung des Point of Sale
Wie lassen sich Garten- und Outdoorprodukte schnell, verständlich, emotional anschlussfähig und mit funktionalem Mehrwert vermitteln? Vor dieser Aufgabe stehen Gartencenter und Baumärkte in Zeiten von Smart Stores und E-Commerce. Während der Plattformhandel stetig wächst, verändert Smart Shopping das Einkaufsverhalten im Handel. „Online und offline verschmelzen immer stärker und Omnichannel gewinnt an Bedeutung“, beobachtet Christian Heß, Bereichsleiter Vertrieb Einzelhandel & Standortentwicklung bei hagebau. Mit einer eigenen Omnichannel-Strategie verbessert die Handelsgesellschaft das Einkaufserlebnis am Point of Sale. „Dies gelingt durch digitale Angebote im Markt, wie zum Beispiel Electronic Shelf Labels, digitale Planer von Projekten oder Self-Checkout in Kombination mit buchbaren Services für zuhause,“ so Christian Heß.
Daten für mehr Messbarkeit
Mit digitalen Features gestalten auch andere Handelsgrößen den stationären Einkauf komfortabler und serviceorientierter. Die Angebote sind dabei standortbezogen, in Echtzeit verfügbar und schaffen ein Einkaufserlebnis über verschiedene Kanäle hinweg. Das gelingt zum Beispiel mit App-Couponing und eigenen WhatsApp-Kanälen. Die Garten- und Baumarktkette OBI möchte den Point of Sale mit präzisem Targeting und smarter Daten-Intelligence steigern. Ein Pilotprojekt in ausgewählten Märkten setzte Screens für Video-Ads unter anderem im Sortimentsbereich Garten ein. Die Screens waren mit Sensorik ausgestattet, mit der Kundenfrequenzen und Views erfasst wurden – ein Schritt hin zu mehr Messbarkeit im Retail-Media-Bereich.

Das Einkaufserlebnis am Point of Sale wird optimiert und weiterentwickelt. (© Koelnmesse GmbH)
Intelligente Store-Systeme
Die zunehmende Integration von Technologie in das Einkaufserlebnis zeigt sich auch bei intelligenten In-Store-Systemen, die Kundendatenbanken und zugehörige Informationen integrieren. Sie ermöglichen es Händlern, auf der Grundlage von Kundenpräferenzen, maßgeschneiderte Produktempfehlungen anzubieten. Außerdem können sie die Wegführung für Kundinnen und Kunden optimieren, indem sie jeweils den effizientesten Weg zu den bevorzugten Produkten empfehlen. In China, wo auch KI-gestützte Direct-to-Consumer-Plattformen eine zunehmende Rolle spielen, werden solche Smart-Retail-Systeme im Gartenhandel bereits umgesetzt und weiterentwickelt.
Effizienter mit KI
Neben der Verbesserung des Einkaufserlebnisses prüft der Gartenhandel neue Technologien für die Optimierung der eigenen Effizienz. „Mit dem Einsatz von KI werden genauere Budgets und damit auch die Zeitplanung und Mengen für die Lagerhaltung erstellt“, so Peter Burks, Chief Executive der britischen The Garden Centre Association. „Die Planung der Dienstpläne für den Verkaufsbereich erfolgt mittlerweile ebenfalls häufig mit KI, wobei Verkaufszahlen mit dem Personalbedarf abgeglichen werden.“ Für die Gartencenter in Großbritannien beobachtet er außerdem, dass Touchscreens, QR-Codes und Apps den Service in den Restaurants verbessern und damit den durchschnittlichen Transaktionswert steigern – „ein wirklich unerwartetes positives Ergebnis“, stellt Peter Burks fest.

Outdoor Living gewinnt für die Verkaufslogik an Bedeutung. (© Koelnmesse GmbH)
Outdoor Living als Verkaufslogik
Zeitgleich mit der technologischen Weiterentwicklung vollzieht sich ein Wandel in den Erwartungen von Kundinnen und Kunden. Außenbereiche werden immer mehr als Erweiterung des Wohnraums betrachtet. Damit gewinnt das Thema Outdoor Living für die Verkaufs- und Sortimentslogik weiter an Bedeutung. Sowohl online als auch offline genügt es daher nicht mehr, einzelne Produkte zu präsentieren. Vielmehr sind konkrete Lösungen für Außenbereiche gefragt, die schnell verständlich und visuell überzeugen sind und ein klares Nutzenversprechen haben. Am Point of Sale gewinnt damit die Präsentation von größeren Raum- und Projektzusammenhängen an Bedeutung.
Erlebnisort Gartencenter
Trotz der Zunahme von E-Commerce ist der Einzelhandel vor Ort weiterhin für Einkaufserlebnisse beliebt. Während Online-Kanäle bei Gartenmöbeln, Grills und Werkzeugen dominieren, sind Gartencenter nach wie vor in den Bereichen Pflanzen und Gartenarbeit gefragt. Die britische Handelsexpertin Mary Portas sieht das im physischen Format begründet. In ihrer Rede auf der Jahreskonferenz 2026 der britischen Garden Centre Association erläuterte sie, warum Gartencenter Werte des moderne Verbraucherverhaltens verkörpern. „Verwurzelt in Natur, Wohlbefinden, Geduld und Wachstum fördern sie Teilhabe statt passivem Konsum“, so Portas. Den Komfort des Online-Handels ergänzen sie mit der sinnlichen und emotionalen Vielfalt realer Räume.

Emotional ansprechende Räume sind die Zukunft des Einzelhandels. (© Koelnmesse GmbH)
Räume mit Mehrwert
Die Zukunft des Einzelhandels gehört emotional ansprechenden Räumen, die neue Technologien integrieren und damit zu Entdeckungen und zum Austausch einladen. Welche Chancen sich für den Gartenhandel insgesamt bieten, wird auf der kommenden spoga+gafa deutlich. Denn die neue Digital Garden Stage beleuchtet genau diese Entwicklungen: Expertinnen und Experten zeigen, wie sich digitale Strategien erfolgreich im Unternehmensalltag umsetzen lassen – im stationären Handel ebenso wie im E-Commerce. Die führende Fachmesse für Gartenlifestyle und BBQ zeigt vom 22. bis zum 24. Juni 2026 zudem neue Themen- und Erlebniswelten und liefern vielfältige Impulse für moderne Flächenkonzepte und die Sortimentsgestaltung.
In Rain/Lech steht am 30. Mai wieder die 

Ob braune Stellen, Trockenstress, Moos oder Unkraut: Viele Hobbygärtner stehen vor der Frage, was ihrem Rasen fehlt und welche Maßnahmen wirklich sinnvoll sind. Mit „Frag uns!“, der neuen COMPO KI-Rasenanalyse, erweitert COMPO sein digitales Serviceangebot um eine Beratungslösung auf Basis künstlicher Intelligenz, die Rasenprobleme individuell einordnet und konkrete Empfehlungen für die weitere Pflege gibt. Der Service ist ab sofort auf der COMPO-Website frei für alle Gartenbegeisterte verfügbar. 
