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Landgard kann Finanzierung langfristig sichern

Landgard hat Mitte Januar und damit ein Jahr vor dem möglichen Ablauf der bisherigen Finanzierung eine langfristige Anschlussfinanzierung abgeschlossen. Die Finanzierungsverlängerung hat eine maximale Laufzeit von fünf Jahren. Damit ist Landgard auch in dieser schwierigen Zeit der Pandemie langfristig durchfinanziert.

Carsten Böning, Vorstand der Landgard eG

Die Finanzierung setzt sich aus einem Bankenportfolio von zehn Instituten mit regionalem und nationalem Fokus zusammen. Dabei handelt es sich um Institute, die aufgrund ihrer Struktur zur strategischen Ausrichtung und den relevanten Märkten von Landgard sehr gut passen. „Bis auf einen Wechsel herrscht im Kreis unserer finanzierenden Banken große Konstanz. Daran zeigt sich nicht zuletzt auch das große Vertrauen der Banken in unsere Geschäftsentwicklung und Organisation sowie in unser Geschäftsmodell als vermarktende Erzeugergenossenschaft“, so Carsten Bönig, Vorstand der Landgard eG.

Landgard hat 2019 eine Umsatzsteigerung um 3 % auf 2,012 Mrd. EUR erzielt. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg um mehr als 31 % und fiel mit 25,3 Mio. EUR deutlich besser aus als im Vorjahr. Gleichzeitig konnten die Bankverbindlichkeiten weiter stark reduziert werden. Sie verringerten sich um 60,8 Mio. EUR auf 143,0 Mio. EUR. Parallel dazu stieg die Quote des wirtschaftlichen Eigenkapitals auf 17,9 Prozent. Die positive Entwicklung hat sich trotz Corona und zum Teil schwieriger Witterungsbedingungen für die Mitgliedsbetriebe auch 2020 fortgesetzt. So lag der Umsatz der Landgard Gruppe Ende September bei 1,645 Mrd. EUR und damit ca. 3 % über dem Vorjahr.

Wichtige Voraussetzungen für die Anschlussfinanzierung waren das große Vertrauen der Banken durch das organische Wachstum der vergangenen Jahre, die strategische Ausrichtung und der enge Schulterschluss mit Mitgliedsbetrieben, strategischen Kunden und externen Partnern. „Im Ergebnis haben wir mit der vorzeitig abgeschlossenen Anschlussfinanzierung frühzeitig Planungssicherheit für die kommenden Jahre erzielt und damit einen wichtigen Meilenstein in der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns gesetzt. Aspekte wie eine ausreichende und flexible Liquiditätssicherstellung, große Konstanz im Bankenkreis, und eine Reduzierung der zukünftigen Finanzierungskosten bestätigen uns in der langfristigen Strategie, die Landgard seit dem Ende der erfolgreichen Restrukturierung 2017 verfolgt. Jetzt können wir uns weiter voll und ganz auf wichtige Zukunftsthemen wie die Weiterentwicklung der Sparten Blumen & Pflanzen und Obst & Gemüse, die Digitalisierung auf allen Ebenen sowie den Ausbau und die Stärkung unserer Erzeugerbasis konzentrieren“, so Carsten Bönig. „Unser herzlicher Dank geht an dieser Stelle auch an unsere Partner auf Bankenseite, den Bereichsleiter des Landgard-Finanz- und Rechnungswesens, Michael Maas, sowie an alle weiteren Beteiligten für die gute Zusammenarbeit und das hervorragende Ergebnis.“

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Der Einfluss von Lebensmittelverpackungen auf die Umwelt

Wenn es um die Lebensmittelindustrie geht, dann finden sich viele Punkte, über die immer wieder diskutiert werden kann. Gerade in Bezug auf den Schutz der Umwelt zeigen sich zahlreiche Probleme. Aber auch Hygiene spielt eine Rolle. Das

Lebensmittelrecht für Verpackungen

enthält strikte Vorgaben. Das bedeutet jedoch nicht, dass in diesen Bereichen nicht mehr Nachhaltigkeit erzielt werden kann.

Nachhaltigkeit in der Kunststoffwirtschaft

Ein wichtiger Punkt ist beispielsweise die Kunststoffwirtschaft. Kunststoff stellt eine starke Belastung für die Umwelt dar, ist aus der Lebensmittelindustrie jedoch nicht wegzudenken. Hier muss angesetzt werden. Unter anderem engagiert sich dafür die European Strategy for Plastics in a Circular Economy der Europäischen Kommission. Der Fokus liegt auf der Fertigung und dem Einsatz von nachhaltigeren Kunststoffverpackungen. Es ist eine Gradwanderung zu schauen, wie sich sowohl die Ökonomie als auch die Ökologie in Einklang bringen lassen. Vor allem das Frischesegment hat einen hohen Stellenwert. Die Lebensmittel benötigen eine Verpackung aus Kunststoff, damit die Haltbarkeit gewährleistet werden kann. Um die Umwelt besser zu schützen, braucht es eine Verpackung, bei der mit einem geringen Anteil an Kunststoff gearbeitet wird.

Unternehmen kennen die Zielsetzung und arbeiten daran

Gerade in der Verpackungsbranche ist diese Thematik schon seit einigen Jahren vorhanden und wird immer wieder diskutiert. Zahlreiche Unternehmen versuchen sich daran, die passenden Lösungen zu finden. Beschäftigt werden für die Forschung und Entwicklung Experten, die sich auf die Suche nach einer alternativen Zusammensetzung der Verpackung machen. Teilweise werden auch schon erste Erfolge erzielt. So hat das Unternehmen Sealpac beispielsweise einen Lösungsansatz entwickelt. Ein großer Teil der Kunststoffe soll durch Faserstoffe ersetzt werden.

Kosten dürfen nicht zu hoch ausfallen

Es ist davon auszugehen, dass ein großer Teil der Kunden beim Einkauf von Lebensmitteln durchaus den Aspekt der Verpackung kennt und es einen Werbeeffekt hätte, wenn Verpackungen mit einer hohen Nachhaltigkeit angeboten werden. Doch die Kosten für die Unternehmen müssen sich auch rechnen. Generell ist davon auszugehen, dass die alternativen Verpackungen deutlich teurer werden. Die Preise können jedoch nicht komplett auf die Kunden umgelegt werden. Hier sollte geschaut werden, ob der Effekt aus einem höheren Absatz durch umweltfreundliche Verpackungen einhergeht mit den zunehmenden Kosten für die Unternehmen.

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Inflationsrate 2020: +0,5 % gegenüber dem Vorjahr

Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2020 um 0,5 % gegenüber 2019 und damit deutlich geringer als im Vorjahr (2019: +1,4 %). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurde eine niedrigere Jahresteuerungsrate zuletzt in der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009 ermittelt (+0,3 %). Im Dezember 2020 lag die Inflationsrate − gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – bei -0,3 %. Sie war damit zum fünften Mal im Jahr 2020 negativ.

Verbraucherpreisindex, Dezember und Jahr 2020
-0,3 % zum Vorjahresmonat
+0,5 % zum Vormonat
+0,5 % im Jahresdurchschnitt 2020 gegenüber 2019

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Dezember und Jahr 2020
-0,7 % zum Vorjahresmonat
+0,6 % zum Vormonat
+0,4 % im Jahresdurchschnitt 2020 gegenüber 2019

Senkung der Mehrwertsteuersätze dämpft die Preisentwicklung im 2. Halbjahr 2020

Ein Grund für die niedrige Jahresteuerungsrate war die temporäre Senkung der Mehrwertsteuersätze. Diese Maßnahme des Konjunkturpakets der Bundesregierung wurde zum 1. Juli 2020 umgesetzt und wirkte sich in der zweiten Jahreshälfte dämpfend auf die Verbraucherpreise insgesamt sowie unterschiedlich auf die einzelnen Gütergruppen aus.

Im Jahresdurchschnitt 2020 verbilligten sich vor allem die Energieprodukte

Die Energieprodukte verbilligten sich 2020 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 4,8 % nach einem Anstieg um 1,4 % im Jahr 2019. Preisrückgänge gab es insbesondere bei leichtem Heizöl (-25,9 %) und bei Kraftstoffen (-9,9 %). Verantwortlich war neben der Senkung der Mehrwertsteuersätze vor allem der Ölpreisverfall auf dem Weltmarkt in den ersten Monaten des Jahres. Dagegen verteuerte sich Strom um 3,0 %. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Jahresteuerungsrate 2020 bei +1,1 % gelegen.

Preise für Nahrungsmittel überdurchschnittlich gestiegen

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich 2020 gegenüber 2019 überdurchschnittlich um 2,4 %. Im Jahresverlauf hat sich der Preisauftrieb zeitgleich mit der Senkung der Mehrwertsteuersätze abgeschwächt. Deutlich teurer waren im Jahr 2020 Obst (+7,1 %) sowie Fleisch und Fleischwaren (+6,1 %). Günstiger hingegen wurden insbesondere Speiseöle und Speisefette (-4,1 %).

Waren verbilligten sich 2020 gegenüber 2019 um 0,4 %

Waren insgesamt verbilligten sich 2020 gegenüber 2019 um 0,4 %. Unter den Verbrauchsgütern verteuerten sich Tabakwaren (+4,9 %) deutlich, die von der Senkung der Mehrwertsteuersätze ausgenommen wurden. Unter den Gebrauchsgütern verbilligten sich zum Beispiel Telefone (-6,0 %) sowie Geräte der Informationsverarbeitung (-4,4 %).

Dienstleistungen verteuerten sich 2020 gegenüber 2019 um 1,3 %

Die Preise für Dienstleistungen insgesamt erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2020 gegenüber 2019 mit +1,3 % überdurchschnittlich, darunter Nettokaltmieten mit +1,4 %. Bei einigen Dienstleistungen stiegen die Preise deutlich stärker, unter anderem für Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+5,2 %), Leistungen für Friseure und Körperpflege (+4,1 %) sowie für die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+3,2 %). Die Ursachen hierfür waren vielschichtig, neben der Mindestlohnerhöhung dürfte auch der Aufwand für Hygienemaßnahmen zur Vermeidung von Corona-Infektionen relevant gewesen sein. Günstiger wurden vor allem Fahrkarten im Bahnfernverkehr (-14,9 %), bedingt vor allem durch die bereits seit Jahresbeginn abgesenkte Mehrwertsteuer für Bahnfernfahrten von 19 % auf 7 %.

Inflationsrate bleibt im Dezember 2020 im Minus mit -0,3 %

Die Verbraucherpreise lagen im Dezember 2020 insgesamt um 0,3 % niedriger als im Dezember 2019. Damit hat die Inflationsrate im 2. Halbjahr 2020 die Null-Marke nicht überschritten. Verantwortlich für die niedrige Inflationsrate im Dezember 2020 waren neben der Mehrwertsteuersatzsenkung die Preise für Energieprodukte, die 6,0 % unter dem Niveau des Vorjahresmonats lagen. Binnen Jahresfrist verbilligten sich vor allem leichtes Heizöl (-23,5 %) und Kraftstoffe (-10,4 %). Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im Dezember 2020 bei +0,4 % und damit über der Null-Marke gelegen.

Dem Preisrückgang bei Energie stand ein leichter Preisanstieg bei Nahrungsmitteln (+0,5 %) gegenüber. Dieser hat sich zum Jahresende deutlich abgeschwächt (November 2020: +1,4 %). Teurer wurde insbesondere Obst (+3,2 %). Waren insgesamt verbilligten sich im Dezember 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,8 %. Günstiger wurden für die Verbraucherinnen und Verbraucher vor allem Bekleidung und Schuhe (-5,4 %).

Die Preise für Dienstleistungen insgesamt erhöhten sich hingegen im gleichen Zeitraum um 1,1 %. Darunter verteuerten sich neben den Nettokaltmieten (+1,2 %) auch einige Dienstleistungen stärker (zum Beispiel Dienstleistungen sozialer Einrichtungen: +5,4 %; Wartung und Reparatur von Fahrzeugen: +2,0 %). Verbraucherfreundlich war hingegen die Preisentwicklung bei der Telekommunikation (-3,3 %).

Steigende Heizölpreise im Vormonatsvergleich

Im Vergleich zum November 2020 stieg der Verbraucherpreisindex im Dezember 2020 um 0,5 %. Verbraucherinnen und Verbraucher mussten insbesondere mehr für Heizöl (+17,9 %) aber auch für Kraftstoffe (+2,6 %) bezahlen. Die Preise für Energieprodukte stiegen insgesamt um 1,7 %. Zudem zogen die Preise für Bahnfahrkarten aufgrund der jährlichen Tarifänderungen im Dezember an (+1,8 %). Hingegen gingen die Preise für Bekleidung und Schuhe (-4,3 %) am Jahresende deutlich zurück.

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Produktion und Einsatz von Wasserstoff im Agrobusiness

Dem Thema Wasserstoff begegnet man immer häufiger als verheißungsvolle Alternative bzw. Ergänzung zur E-Mobilität. Wasserstoff kann aus erneuerbaren Energien wie Windkraft, Photovoltaik- oder Biogasanlagen hergestellt werden und kann so als Energieträger einen wertvollen Beitrag auf dem Weg zur CO2-Neutralität leisten.

Wasserstoff: Energie mit Zukunftsperspektiven (Foto: Pixabay),

Dennoch bestehen seitens der Unternehmen noch einige Ungewissheiten und Fragen hinsichtlich des aktuellen Stands der Technologie, der Anwendungsmöglichkeiten, Vorteile und Risiken. Das ergaben Gespräche, die Agrobusiness Niederrhein e.V. im Frühjahr 2020 mit einigen seiner Mitglieder führte. Um diese Fragen zu beantworten, fand im Dezember im Rahmen des deutsch-niederländischen INTERREG-Projekts „Agropole“ eine Online-Veranstaltung zum Thema „Produktion und Einsatz von Wasserstoff im Agrobusiness“ statt. 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer schalteten sich online dazu, um die Vorträge der vier Referenten live zu verfolgen.

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Vorankündigung auf das neue Samsung Galaxy S21 URL

Großer Event noch im Januar geplant!

Bislang gibt es nur eine Verlautbarung für einen großen Event. Man weiß also, dass das Galaxy S21 URL kommen wird. Was genau zu erwarten ist, darüber darf spekuliert werden. Bis auf wenige Gerüchte und Informationen aus einer Informationsmappe gibt es keine handfesten Daten. Daher heißt es aktuell, warten auf das Samsung Galaxy S21. Aktuell dominiert ein Thema die einschlägigen News im Handy-Bereich: Die Ankündigung des neuen Galaxy S21 URL! Interessant ist der schon defacto im Minutentakt angebotene „News Feed“ zu den neuen Gerüchten des Galaxy S21.

Nur Gerüchte – Keine Fakten!

Die letzten News scheinen der Speichererweiterung eine Absage erteilt zu haben. Diese Neuerung war offenbar von vielen Nutzern erwartet worden. Ob es sich tatsächlich um ein reines Gerücht handelt, oder ob man sich faktisch davon verabschiedet hat, wird der Event von Samsung im Januar 2021 verlautbaren. Bereits im Monat Januar werden sich also alle Gerüchte entweder bestätigen oder negiert haben. Wir wollen den Lesern und Leserinnen dennoch einen kleinen Vorgeschmack darauf anbieten, was der Kunde erwarten darf. Der große Event soll auch per Livestream übertragen werden. Damit haben alle Interessenten auch die Möglichkeit, dem Unternehmen und seinen Äußerungen zu folgen.

Das neue Galaxy S21 – Was der Kunde erwarten darf!

Man darf also gespannt sein, was den Kunden präsentiert wird. Vorab wollen wir den Lesern und Leserinnen diesen kleinen Vorgeschmack versüßen. Wir stellen ihnen die wichtigsten Veränderungen, vor die man erwarten darf. Natürlich bereichern zahlreiche Gerüchte den Markt. Insider glauben also zu wissen, was zu erwarten ist. Wir wollen im folgenden Teil nachsehen, was vom neuen Galaxy S21 zu erwarten ist. Dieser soll zum Beispiel auf einer verbesserten Benutzeroberfläche dargestellt werden. Überhaupt soll man sich Gedanken über verbesserte Display Features gemacht haben. Das soll dem Kunden auch mehr Kontrolle bei Fotos und Videos geben. Aus technischer Sicht soll das neue Galaxy S21 mit einer Exynos 2100 CPU versehen sein sein. Außerdem soll das Galaxy S21 mit drei verschiedenen Display Größen ausgestattet sein. Zudem soll die Kamera eine 12 Megapixel Triple-Kamera sein.

Samsung zieht Apple hinterher

Apple hat es vorgemacht. Samsung lachte sie zu Anfang aus. Doch jetzt ziehen sie hinterher. Aus Umweltaspekten lässt Samsung nun das Netzteil weg. Sie gehen davon aus, dass nahezu jede Person eines zu Hause hat. Dadurch wird nicht nur eine Menge an Ressourcen gespart, auch die Verpackungen können schrumpfen. Die beiden großen Hersteller im Smartphonebereich rücken ihren Umweltaspekt immer weiter in den Vordergrund, sodass davon ausgegangen werden darf, dass auch die anderen Hersteller wie Xiaomi, OnePlus, Huawei und Co davon Gebrauch machen werden.

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Entsorgung und Vernichtung von Pflanzen verhindern

Die Gartenfachmarkt- und Baumarktbranche mit ihren Händlern, Lieferanten und Dienstleistern haben sich an das Bundeskanzleramt, die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner gewandt und sich für eine zeitnahe Öffnung der Bau-, Gartenfachmärkte und Floristen Fachgeschäfte ausgesprochen. Dies hätte einen wichtigen emotionalen Effekt für die Menschen im Lockdown. Gleichzeitig würde man verhindern, dass die derzeit wachsenden Pflanzen als verderbliche Ware entsorgt werden müssten.

Das Verständnis für die wichtigen Pandemieschutzmaßnahmen in der grünen Branche sei absolut gegeben, betonen der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG), der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e. V. (BHB), der Verband Deutscher Garten-Center e. V. (VDG), der Fachverband Deutscher Floristen Bundesverband e. V. (FDF), die Landgard eG, der Verband des Deutschen Blumen- Groß- und Importhandels e. V. (BGI) und der Industrieverband Garten (IVG) e. V. in dem gemeinsamen Schreiben.

Unterdessen wäre eine baldige oder schrittweise Wiedereröffnung der Gärtnereien, Gartencenter, Baumärkte und Floristen auch auf psychologischer Ebene wichtig für die Menschen. Die Sortimente haben auf emotionaler Basis einen wertvollen Einfluss auf das Wohlbefinden und ermöglichen, sich im eigenen Haus oder Garten sinnvoll, kreativ und motivierend zu beschäftigen und den Wegfall anderer Freizeitaktivitäten zu kompensieren. Seit Wochen bereiten sich die gärtnerischen Betriebe auf die Frühjahrssaison vor. Bei anhaltender Schließung der Verkaufsstellen wären die in der Regel klein- und mittelständischen Produktionsbetriebe gezwungen, ihre Pflanzenproduktion zu vernichten.

ZVG, BHB, VDG, FDF, Landgard, BGI und IVG verweisen auf die von der Branche durchgesetzten strengen Sicherheitsmaßnahmen der vergangenen Monate, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen und von vielen Ordnungsämtern anerkennend beurteilt wurden.

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Tiefengeothermie – Eine Energiequelle für den Gartenbau?

Über die Tiefengeothermie ist eine klimaneutrale Energiegewinnung möglich. Kann sie auch für den Gartenbau und das Heizen von Gewächshausen genutzt werden? Beispiele in Deutschland und den Niederlanden zeigen, dass es technisch möglich. Doch welche Voraussetzungen, Herausforderungen und Möglichkeiten bringt das Thema Tiefengeothermie mit sich?

Dieser Frage gingen 27 Teilnehmende aus Wirtschaft und Politik in einem Online-Seminar im Rahmen des INTERREG-Projekts „Agropole“ nach, das von Agrobusiness Niederrhein e.V. und Brightlands Campus Greenport Venlo organisiert wurde. Das Projekt fördert den deutsch-niederländischen Austausch im Agrobusiness und stärkte auf diese Weise die Wirtschaftskraft der Grenzregion. Es wird durch das INTERREG-Programm Deutschland-Nederland unterstützt.

Ist die Energiegewinnung aus Tiefengeothermie zukunftsfähig? (Foto: Agrobusiness Niederrhein e.V.)

2019 lag in Deutschland der Anteil erneuerbarer Energien im Bereich der Stromversorgung bei 42 Prozent, bei der Wärmeerzeugung bei 14 Prozent und im Verkehrswesen bei sechs Prozent. „Oberflächengeothermie und Tiefengeothermie spielen noch eine untergeordnete Rolle“, berichtet Leonhard Thien von der EnergieAgentur NRW. Insgesamt stammten 2019 circa neun Prozent der Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien aus Geothermie. Angesichts der Klimaziele soll die Produktion und Nutzung erneuerbare Energien in den nächsten Jahren weiter ausgebaut und gefördert werden.

Als klare Vorteile der Geothermie nennt Thien unter anderem die Möglichkeit, Kälte, Wärme und Strom aus unerschöpflichen Reservoirs erzeugen zu können, und damit eine regionale, heimische Wertschöpfung zu ermöglichen. In München beispielsweise gibt es einige Geothermie-Projekte, die als Energiequelle für Gemeinden und Privathaushalte dienen. Auch ein Gartenbaubetrieb, der Gemüse anbaut, profitiert hier von Geothermie. In NRW hingegen gibt es bisher kein realisiertes Projekt, jedoch sind erste Reservoiranalysen in Form einer Seismik für die nahe Zukunft geplant.

Herausforderungen sind bisher langwierige Genehmigungsverfahren, hohe Kosten für Probebohrungen und Inbetriebnahme sowie das Risiko, nicht ausreichend hohe Temperaturen oder zu geringe Fördermengen zu erzielen, die eine Anlage unwirtschaftlich machen würden. Radboud Vorage von AgriProject, Vorsitzender der Dutch Association Geothermal Operators (Niederländische Vereinigung für Geothermie-Betreiber), war schon in die Planung und den Bau vieler Geothermie-Anlagen in den Niederlanden involviert. Bis zu fünf Jahre kann es dauern, bis eine Anlage errichtet ist. Bisher sei die Anzahl der Projektanfragen deutlich höher als die Zahl der Genehmigungen. Er berichtet von einer Versicherung, die einen Teil der Kosten bei einer „Fehlbohrung“ zurückerstattet. In Deutschland hat sich das System einer klassischen Versicherung laut Thien noch nicht durchgesetzt. Man arbeite aber an einem Konzept, das die Voruntersuchungen und Testbohrungen günstiger oder weniger riskant macht.

Eine weitere Herausforderung ist die Akzeptanz in Politik und Gesellschaft, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass eine geothermische Anlage nicht gelegentlich auch zu seismischen Aktivitäten wie leichten Erdbeben führen kann. So gibt es in der Provinz Limburg beispielsweise geothermische Anlagen, die nach leichten Erdbeben stillgelegt wurden. Bis heute konnte weder ein kausaler Zusammenhang zwischen den Anlagen und den seismischen Ereignissen nachgewiesen noch widerlegt werden. Letztendlich entschieden die Behörden. Das Risiko seismischer Ereignisse ist vom Untergrund abhängig. Im Westen der Niederlande ist das Risiko gering und es werden weitere Anlagen errichtet, während in Limburg aktuell keine weiteren Anlagen geplant sind.

Sicher ist, dass das Thema z.B. in Bayern und im Nordwesten der Niederlande weiterverfolgt wird. Die Diskussion hat gezeigt wie wichtig ein grenzüberschreitender Austausch auf dem Gebiet ist, da Entscheidungen oder Ereignisse auf der einen Seite der Grenze auch Auswirkungen auf Menschen auf der anderen Seite der Grenze haben.

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Initiative „1000 gute Gründe“ gibt Rezept- und DIY-Ideen heraus

In ihrem neuen Buch „All about Green“, das seit Jahresbeginn im Buchhandel erhältlich ist, zeigt die Initiative „1000 gute Gründe“ auf über 100 Seiten, wieviel Kreativität, Vielfalt, Schönheit, Farbe, Genuss und Frische die Grüne Branche zu bieten hat. „Gerade in der aktuellen Situation kann man davon schließlich gar nicht genug im Leben haben“, so Michael Hermes, Bereichsleiter Marketing- und Kommunikation bei Landgard.

„Um möglichst viele Verbraucherinnen und Verbraucher zu erreichen, arbeiten wir bei ‚1000 gute Gründe‘ seit Jahren kontinuierlich mit neuen Partnerinnen und Partnern zusammen, die online tolle Ideen für Dekoration, Gartengestaltung, Wohntrends, Kochen, Backen und gesunde Ernährung präsentieren. Viel mehr, als wir auf unseren Kanälen zeigen können und jede Idee auf ihre ganz eigene Art besonders, mit persönlichem Stil und für eine unterschiedliche Zielgruppe. So entstand der Wunsch, dieser Kreativität eine weitere, wertige und dauerhafte Bühne zu bieten – und einen Teil der Inspirationen zusammen mit den kreativen Köpfen, die sie entworfen haben, in einem eigenen Buch vorzustellen.“

Informationen zum Buch: Titel: All about Green, Verlag: Hölker Verlag, Seitenzahl: 104, ISBN: 978-3-88117-257-8 (Grafik: „1000 gute Gründe“)

Der Titel des neuen „1000 gute Gründe“-Buchs „All about green“ ist dabei Programm. Schließlich dreht sich nicht nur auf den Buchseiten, sondern sowohl in der täglichen Arbeit von „1000 gute Gründe“ als auch bei den Blogger*innen und Influencer*innen, die an dem Buch mitgearbeitet haben, alles um Blumen, Pflanzen, Obst und Gemüse in ihrer ganzen Vielfalt. Mit dem neuen Buch, das ab sofort im Onlinehandel und natürlich auch im Buchhandel des Vertrauens bestellt werden kann, finden On- und Offline-Medien zusammen. „All about Green“ enthält eine Auswahl von Arbeiten rund um Blumen und Pflanzen sowie Obst und Gemüse, die gemeinsam mit Influencer*innen exklusive für das Buchprojekt erarbeitet wurden. Jede steht mit ihrer ganz persönlichen Note für eine*n der kreativen „1000 gute Gründe“-Partner*innen und zeigt, wie individuell der Zugang zu frischen grünen Produkten ist. Als hochwertig gebundenes Exemplar sieht das Buch dazu auch noch ausgesprochen schick aus – genau das Richtige also für einen gemütlichen Nachmittag mit tollen Blumen und Pflanzen und leckeren Gerichten rund um Obst und Gemüse.

Die Zusammenarbeit des „1000 gute Gründe“-Teams mit kreativen Köpfen ist auch abseits des Buchprojekts schon lange über reine Beiträge in sozialen Medien wie Instagram, Facebook und Co. hinausgewachsen. Nicht selten entstehen aus diesen Kooperationen heraus neue, spannende gemeinsame Projekte, die Verbraucher auf anderen Wegen inspirieren. Gerade Blogger*innen und Influencer*innen sind schließlich oft wahre „Spürnasen“, wenn es darum geht, neue Trends in ihrem Bereich zu entdecken.

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HHG und IVG mahnen die Sicherung der Warenversorgung an

Der Herstellerverband Haus & Garten (HHG) und der Industrieverband Garten (IVG) e.V. appellieren gemeinsam an den Handel, innerhalb des verschärften Lockdowns aufgrund der Corona-Pandemie die Herausforderungen der Hersteller zu berücksichtigen und die Warenabnahme sicherzustellen. Sie plädieren für ein solidarisches und zukunftsorientiertes Handeln: Denn nur so könnte im Frühjahr die Warenversorgung mit Renovierungs- und Gartenbedarfsartikeln im erforderlichen Umfang gewährleistet werden.

Seit knapp drei Wochen befindet sich die deutsche Wirtschaft in einem verschärften Lockdown. Anders als im Frühjahr 2020 sind dieses Mal auch Bau- und Gartenfachmärkte von den Schließungen betroffen. Fest steht, dass diese außerordentliche Situation bis Ende Januar aufrechterhalten wird, darüber hinaus bleibt die weitere Entwicklung zum heutigen Zeitpunkt noch ungewiss. Diese Umstände sorgen für eine große Unsicherheit in der Branche – bei Händlern ebenso wie bei Lieferanten und Dienstleistern.

Zwar ist derzeit das Verständnis für die Corona-bedingten Schutzmaßnahmen absolut gegeben, da es nur gemeinsam und mit notwendigen Einschnitten gelingen kann, die Ausbreitung von COVID-19 zu stoppen und zurückzudrängen. „Das Wohl der Menschen, unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Kundinnen und Kunden steht über allen wirtschaftlichen Belangen“, erläutert Ralf Rahmede, Geschäftsführer des HHG. „Dennoch müssen wir perspektivisch bereits heute auf das vor uns liegende Jahr blicken und gemeinsam die notwendige Planungssicherheit schaffen – soweit es die Umstände ermöglichen.“

In wenigen Wochen beginnt die Garten- und Renovierungssaison. Sie stellt an alle Beteiligten hohe Anforderungen, denn in einem engen Zeitraum muss eine Vielzahl an Waren gleichzeitig zur Verfügung stehen. Die Hersteller dieser Sortimente arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, die Produkte in der benötigten Anzahl zu fertigen. Sollte es nun allerdings aufgrund der aktuellen Unsicherheiten dazu kommen, dass die Waren vonseiten des Handels nicht mehr wie geplant abgenommen werden, so kann dies zu einem Engpass in den Lagerungskapazitäten der Hersteller führen, die dann wiederum gezwungen wären, ihre Produktionen zu unterbrechen. „Ein Herstellungsstopp zum jetzigen Zeitpunkt hätte fatale Auswirkungen und würde im Verlauf der Garten- und Renovierungssaison zu einer Warenverknappung führen, die nicht wieder aufgefangen werden könnte“, erklärt Anna Hackstein, Geschäftsführerin des IVG.

Die importierenden Unternehmen stehen darüber hinaus derzeit vor einer enormen Herausforderung hinsichtlich des Warenbezugs aus Asien: Aufgrund der Knappheit der Container und der Ver-6-fachung bis Ver-10-fachung der Frachtraten kommt es hier derzeit zu massiven Verwerfungen in der Supply Chain. Das anstehende Chinese New Year und die erneute Corona-Situation in China erschweren die Situation zusätzlich.

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HDE Trendumfrage: Corona Hilfsmaßnahmen reichen nicht aus

Das Jahr 2021 könnte für viele vom Lockdown betroffenen Handelsunternehmen in der Insolvenz enden. So zeigt eine aktuelle HDE-Trendumfrage unter 1.500 Händlern, dass rund 80 Prozent der Händler davon ausgehen, dass die derzeitigen Hilfsmaßnahmen nicht zur Existenzsicherung reichen. Knapp 60 Prozent der Unternehmen in den Innenstädten stehen ohne weitere staatliche Hilfen vor dem Aus. Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert deshalb weiterhin dringend eine Anpassung der Überbrückungshilfen durch den Bundesfinanzminister.

„Wenn Minister Scholz die in Aussicht gestellten Überbrückungshilfen jetzt schnell überarbeitet und die Beantragungskriterien besser an die Lage des Einzelhandels anpasst, dann gibt es noch eine Chance, das Schlimmste zu verhindern. Ansonsten droht 2021 für viele Handelsunternehmen und in der Folge auch für ganze Innenstädte zu einem Katastrophenjahr zu werden“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Die Ergebnisse der HDE-Umfrage zeigen, dass die Hilfen nicht ankommen. Dementsprechend pessimistisch blicken viele der befragten Unternehmen auf das gerade begonnene Jahr: 23 Prozent rechnen damit, dass sie ohne weitere staatliche Unterstützung im ersten Halbjahr aufgeben müssen, für das zweite Halbjahr liegt dieser Wert sogar bei weiteren 28 Prozent.

Die schlechten Zukunftsperspektiven erklären sich auch aus einem für viele Händler weit unter Normalmaß liegenden Weihnachtsgeschäft. So lagen nach HDE-Umfrage die Umsätze im Bekleidungshandel im November knapp ein Drittel, im Dezember 44 Prozent unter den Vorjahreswerten. „Hohe Umsatzverluste im für viele Händler überlebenswichtigen Weihnachtsgeschäft bringen zahlreiche Unternehmen unverschuldet in eine prekäre Situation“, so Genth weiter. Der Handel unterstütze die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, auf der anderen Seite müssten die unter den Schließungen leidenden Unternehmen aber wirksam unterstützt werden, um diese Zeit überstehen zu können. Genth: „Die Politik muss jetzt zu den wirtschaftlichen Folgen und den eigenen Versprechen stehen. Wegducken und Aussitzen geht nicht.“