Knapp zwei Millionen Beamtinnen und Beamte gibt es in Deutschland, die Mehrheit von ihnen ist in den Bereichen öffentliche Sicherheit und Ordnung sowie Bildung eingesetzt. Zum Stichtag 30. Juni 2024 gab es hierzulande 1,96 Millionen Beamtinnen und Beamte, Richterinnen und Richter sowie Soldatinnen und Soldaten – die beiden letztgenannten Gruppen sind zwar keine Beamtinnen oder Beamte im klassischen Sinne, werden aber dienstrechtlich ähnlich behandelt. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, machten die drei Gruppen insgesamt gut ein Drittel (36,4 %) der Beschäftigten im öffentlichen Dienst aus. Der größte Teil der Beschäftigten im öffentlichen Dienst ist in einem privatrechtlichen Arbeitsverhältnis als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer tätig (63,6 %).
Der größte Teil der Beamtinnen und Beamte, Richterinnen und Richter sowie Soldatinnen und Soldaten war an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen eingesetzt (35,6 % oder 696 000). Knapp ein Fünftel (19,1 % oder 373 000) arbeitete im Bereich „Öffentliche Sicherheit und Ordnung“, zu dem Bundes- und Landespolizeien, aber auch der Brandschutz und die Ordnungsämter gehören. Weitere größere Einsatzbereiche waren die Verteidigung (10,0 % oder 195 000) und die Finanzverwaltung, zu der auch die Finanzämter und die Zollverwaltung zählen (8,6 % oder 167 000). Im Bereich „Politische Führung und zentrale Verwaltung“, zu dem beispielsweise die Ministerien und die Verwaltungen der Parlamente gehören, waren 8,5 % beziehungsweise ebenfalls 167 000 tätig, im Rechtsschutz mit den Gerichten, Staatsanwaltschaften und dem Justizvollzug waren es 6,5 % oder 126 000.
Zahl der Beamtinnen und Beamten gegenüber 2014 weniger stark gestiegen (+5,8 %) als die der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst (+22,1 %)
Die Zahl der Beamtinnen und Beamten, Richterinnen und Richter sowie Soldatinnen und Soldaten ist binnen zehn Jahren um 5,8 % gestiegen – zum Stichtag 30. Juni 2014 waren es noch 1,85 Millionen. Im selben Zeitraum stieg die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst um 22,1 % von 2,80 Millionen im Jahr 2014 auf 3,42 Millionen im Jahr 2024. Entsprechend nahm die Zahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst insgesamt um 15,6 % zu: Von 4,65 Millionen Ende Juni 2014 auf 5,38 Millionen Ende Juni 2024.
Mehr Beamtinnen und Beamte als zehn Jahre zuvor gab es 2024 vor allem an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen (+52 000), im Bereich „Öffentliche Sicherheit und Ordnung“ (+46 000) sowie im Bereich „Politische Führung und zentrale Verwaltung“ (+22 000). Dagegen sank deren Zahl deutlich im Bereich „Verkehrs- und Nachrichtenwesen“ (-26 000), wo als Folge der Privatisierung der Deutschen Bundesbahn keine Beamtinnen und Beamten mehr eingestellt wurden. Auch im Bereich “Soziale Sicherung, Familie und Jugend, Arbeitsmarktpolitik” ging die Zahl der Beamtinnen und Beamten binnen zehn Jahren zurück (-10 000). Das lag größtenteils daran, dass bei der Bundesagentur für Arbeit keine Verbeamtungen mehr erfolgten.
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