Compo

Permalink

0

Neue Kampagne von BAUHAUS und DDB

Die neue BAUHAUS-Kampagne „Zuhause fühlen wie noch nie“, die am heutigen 12. Mai offiziell startet, zeigt, wie sich Menschen in den eigenen vier Wänden fühlen: ganz sie selbst, kreativ, ausgelassen, unverstellt, echt und positiv in die Zukunft blickend. Neben den klassischen Kanälen fokussiert sich die Kampagne stark auf die digitalen Medien, insbesondere Social Media, womit die Kampagnenidee unmittelbarer und persönlicher wird. Entwickelt wurde die Werbekampagne von der Agentur DDB aus Düsseldorf.

Bauhaus TV-Spot – Quelle YouTube

Noch nie zuvor haben die Menschen in Deutschland so viel Zeit und Energie in ihr Zuhause gesteckt wie im außergewöhnlichen Jahr 2020. Und wenn das Ergebnis auch dank des Zutuns von BAUHAUS richtig gut geworden ist, können sie sich an diesem Ort genauso geben, wie sie sind – ungezwungen, kreativ, ausgelassen und vor allem echt. Das ist der Kern der neuen Werbekampagne von BAUHAUS und gleichzeitig ihr zentrales Motto: „Zuhause fühlen wie noch nie“.

Kampagne bringt digitalen Zeitgeist und Tatendrang zum Ausdruck

Dafür entwickelte DDB für BAUHAUS eine innovative integrierte 360-Grad-Kampagne mit starkem Social-Media-Fokus, die dieses Gefühl über alle Kanäle hinweg unmittelbar erlebbar macht – optimistisch, authentisch und nah an der Zielgruppe. Der Spezialist für Werkstatt, Haus und Garten setzt dabei stark auf sogenannten User Generated Content, also Medieninhalte, die nicht von BAUHAUS alleine, sondern auch von Kunden*innen des Unternehmens erstellt werden. So kommt u. a. auch eine eigene TikTok-Challenge unter dem Hashtag #FühlDichZuhause zum Einsatz, die das breite Spektrum der Community abbilden soll.

Authentische Kampagnenfilme

Diese Vielfalt spiegelt sich auch im Look des unter der Regie von Julia Mücke produzierten Kampagnenfilms wider, der sich stark an der abwechslungsreichen, individuellen Ästhetik von Social Media orientiert. Lebensfreude, Stolz und Zusammenhalt der Protagonisten werden passend für die einzelnen Plattformen und Zielgruppen dargestellt. Sie zeichnen sich durch besondere Authentizität aus – fast so, als seien es Videos, die von den Menschen selbst auf Plattformen gepostet, kommentiert und geteilt worden wären.

Die Kampagne wird ab 12. Mai über TV, Social Media, OOH, Funk, DOOH und TikTok ausgespielt.

Permalink

0

Grasfaser: Weil verpacken auch nachhaltig geht

Geht es um Papier und Verpackungsmaterialien, dann kommt man um die Holzfaser nicht herum. Zumindest war dies lange Zeit so. Denn nicht nur Holzfasern können die Basis von Papierprodukten bilden. Die Basis kann auch aus anderen Pflanzenfasern, wie zum Beispiel aus Gras gewonnen werden. Mittlerweile hat sich Graspapier tatsächlich auch als nachhaltige und ökologisch sinnvolle Alternative zum herkömmlichen Papier, welches aus Holzfasern hergestellt wird, behauptet.

Der große Vorteil von Gras liegt auch auf der Hand. Denn anders als Holz wächst Gras schnell und außerdem in großen Mengen. Gras beziehungsweise Graspapier hat daher die idealen Voraussetzungen, damit es als nachhaltiges Verpackungsmaterial zum Einsatz kommt.

Warum ist Graspapier nachhaltig?

Was die Nachhaltigkeit anbelangt, so überzeugt Graspapier auf der gesamten Linie. Denn Gras kann, anders als viele andere Rohstoffe regional produziert und verarbeitet werden. Ein Punkt, der für kurze Transportwege sorgt. Außerdem müssen für den Rohstoff Gras keine gesonderten Nutzflächen angelegt werden. Stattdessen wächst Gras auf sogenannten Ausgleichsflächen.

Weiterhin werden bei der Produktion von Graspapier im Vergleich zur Gewinnung von Holzfasern sehr viel weniger Wasser und Energie benötigt. Auch der Ausstoß von CO2 ist deutlich geringer. Herausragend ist zudem, dass bei der Herstellung von Graspapier keinerlei chemischen Stoffe benötigt werden.

Graspapier – wofür ist es geeignet?

So mancher mag es vielleicht kaum glauben, doch Graspapier lässt sich auf vielfältige Art und Weise einsetzen. Es kann als Geschenkpapier oder Stopfpapier zum Einsatz kommen. Auch kann es als Versandtasche, Karton oder Wellpappe eingesetzt werden. Möglich ist außerdem der Einsatz als Lebensmittelverpackung.

Graspapier kann mit guten Produkteigenschaften überzeugen. Es erweist sich als gut formbar und zeichnet sich durch eine erstaunlich hohe Reißfestigkeit aus. Graspapier kann außerdem problemlos bedruckt werden und ist daher auch für individuelle Verpackungslösungen geeignet.

Die Entsorgung von Graspapier

Da Graspapier recyclingfähig ist, bleibt es dem Stoffkreislauf erhalten. Es kann nach Verwendung einfach zum Altpapier gegeben werden. So werden die Fasern nochmals aufbereitet und kommen in Form von Recyclingpapier abermals zum Einsatz. Alternativ kann Graspapier auch dem Kompost zugeführt werden.

Permalink

0

Inflationsrate im April 2021 steigt um 2,0 Prozent

Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – lag im April 2021 bei +2,0 %. Damit erhöhte sich die Inflationsrate nach dem Ende der temporären Senkung der Mehrwertsteuersätze den vierten Monat in Folge. Zuletzt hatte sie im April 2019 diesen Stand erreicht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat März 2021 um 0,7 %.  

Verbraucherpreisindex, April 2021
+2,0 % zum Vorjahresmonat
+0,7 % zum Vormonat

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, April 2021
+2,1 % zum Vorjahresmonat
+0,5 % zum Vormonat

Energie verteuerte sich binnen Jahresfrist überdurchschnittlich um 7,9 %

Die Preise für Waren insgesamt erhöhten sich von April 2020 bis April 2021 um 2,6 %. Die Preise für Energieprodukte lagen dabei 7,9 % höher als ein Jahr zuvor, nach +4,8 % im März 2021. Hier wirkte sich neben der zu Jahresbeginn eingeführten CO2-Abgabe zudem der Preisrückgang bei Energieprodukten vor einem Jahr auf die Teuerungsraten aus (Basiseffekt). Teurer binnen Jahresfrist wurden vor allem Kraftstoffe (+23,3 %) und Heizöl (+21,1 %), die Strompreise gingen dagegen leicht zurück (-0,2 %).

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich um 1,9 %. Teurer als ein Jahr zuvor waren dabei unter anderem Süßwaren (+3,1 %) sowie Molkereiprodukte und Butter (+2,5 %). Merklich teurer wurden Pflanzen und Blumen (+7,5 %), Kaffeeprodukte (+5,1 %) sowie Tabakwaren (+4,5 %). Deutlich günstiger hingegen waren Mobiltelefone (-8,3 %).

Inflationsrate ohne Energie bei +1,4 %

Die Preiserhöhungen bei den Energieprodukten gegenüber dem Vorjahresmonat wirkten sich deutlich erhöhend auf die Inflationsrate aus: Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im April 2021 bei +1,4 % gelegen, ohne Heizöl und Kraftstoffe nur bei +1,2 %. 

Dienstleistungen verteuerten sich binnen Jahresfrist um 1,6 %

Die Preise für Dienstleistungen insgesamt lagen im April 2021 um 1,6 % über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die aufgrund des großen Anteils an den Konsumausgaben der privaten Haushalte bedeutsamen Nettokaltmieten verteuerten sich um 1,3 %. Deutlicher erhöhten sich die Preise unter anderem für Leistungen beim Friseur und für die Körperpflege (+6,1 %), für Leistungen sozialer Einrichtungen (+5,9 %) sowie für Finanzdienstleistungen (+5,6 %). Günstiger waren hingegen zum Beispiel Telekommunikationsdienstleistungen (-1,0 %).

Spürbarer Preisanstieg gegenüber dem Vormonat bei frischem Gemüse mit +9,0 %

Im Vergleich zum März 2021 stieg der Verbraucherpreisindex um 0,7 %. Nennenswert sind die steigenden Nahrungsmittelpreise (+1,3 %). Dabei mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher vor allem für frisches Gemüse mehr bezahlen als im Vormonat (+9,0 %). Die Preise für Energieprodukte gingen hingegen leicht zurück (-0,1 %), insbesondere wurde leichtes Heizöl billiger (-2,2 %).

Permalink

0

Überraschungsbesuch zu Muttertag mit 1000 gute Gründe

Für strahlende Gesichter und reichlich Freudentränen sorgte das Team von „1000 gute Gründe“ am vergangenen Sonntag. Am Muttertag hat die Initiative gemeinsam mit dem Radiosender „Welle Niederrhein“ zehn „Kinder“ zwischen Kleinkind- und Rentenalter dabei unterstützt, sich mit einer ganz besonderen Überraschung von ganzem Herzen bei ihren Mamas zu bedanken.

Passend zum frühsommerlichen Wetter brachte dazu der 1000 gute Gründe-Food & Flower-Truck den beschenkten Müttern einen großen Blumenstrauß und einen Korb voll gesunder und schöner Leckereien vorbei: Ob Summer Bowl mit frischem Spargel und Erdbeeren, selbstgemachte Dips, Erdbeerkuchen im Glas oder Gartensekt und frische Kräuter – beim anschließenden Muttertagspicknick war so garantiert für jeden etwas dabei.

(Foto: Landgard/ 1000-gute-Gründe)

„Es war einfach toll zu sehen, wie sehr sich alle Mütter über diese Überraschung gefreut haben – und die ‚Kinder‘, die den Besuch für ihre Mama gewonnen haben, dementsprechend auch“, schildert Anne Kneisel, die für das 1000 gute Gründe-Team zahlreiche der Mütter überrascht hat – natürlich unter Einhaltung aller geltenden Sicherheits-, Abstand- und Hygieneregeln.

(Foto: Landgard/ 1000-gute-Gründe)

„Wie emotional die Reaktionen waren, hat man dann auch hören können, als der Radiosender am Sonntag vor Ort berichtet hat.“ In den Wochen vor Muttertag konnten sich die Hörerrinnen und Hörer des Radiosenders „Welle Niederrhein“ online um eines der 1000 gute Gründe-Picknick-Überraschungspakete bewerben. Gerade in der aktuellen Situation gibt es schließlich mehr als 1000 gute Gründe, einfach mal „Danke, Mama!“ zu sagen. Die gelungene Kooperation mit „Welle Niederrhein“ ist zugleich ein schönes Beispiel, wie die Grüne Branche zusammen mit branchenfremden Partnern noch mehr Menschen mit frischen Blumen und leckerem Obst und Gemüse eine Freude bereiten kann.

Permalink

0

Zierpflanzenmarkt 2020 trotz Corona-Pandemie gewachsen

Das Marktvolumen für Zierpflanzen ist im vergangenen Jahr auf gut 9,44 Milliarden Euro (zu Einzelhandelspreisen) gestiegen. Der Markt wuchs somit um 5,2 Prozent gegenüber 2019. Das geht aus den aktuellen Schätzungen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) hervor, die im Auftrag des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) mit seinen Bundesfachverbänden Bundesverband Zierpflanzen (BVZ) und Bundesverband Einzelhandelsgärtner (BVE) erstellt wurden.

Durchschnittlich gab jeder Verbraucher in Deutschland 2020 etwa 114 Euro für Blumen und Zierpflanzen aus. Das sind rund 5 Euro mehr als im Vorjahr.

„Die Zahlen bestätigen die Erfahrungen unserer Betriebe: Angesichts der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen brauchen die Menschen Ausgleichsmöglichkeiten“, betonte ZVG-Präsident Jürgen Mertz. Hier helfe die Beschäftigung mit Balkon und Garten nachweislich.

Den höheren Umsätzen müssen aber auch die erhöhten Aufwendungen in der Produktion und beim Handel gegenübergestellt werden. Eine abschließende Betrachtung steht hier noch aus.

Beet- & Balkonpflanzen waren im Jahr 2020 sehr beliebt. Der Markt wuchs um 4,3 Prozent auf mehr als 1,9 Milliarden Euro. Pro Kopf gaben die Deutschen mehr als 23 Euro für Beet- & Balkonpflanzen aus. Dabei wurden die Pflanzen oftmals nach Verfügbarkeit gekauft und die Ausgaben für viele kleinere Kulturen stiegen, viele der Bestseller verloren hingegen. So auch die Sommerheide, welche aber noch immer die Folge der Top 10 mit 12 Prozent Anteil an den Ausgaben anführt. Die Geranie fiel auf etwas über 8 Prozent zurück. Sie setzte ihren Negativtrend der vergangenen Jahre fort. Stiefmütterchen und Frühlingsprimeln verloren deutlich, die Gänseblümchen verschwanden ganz aus der Top 10. Die Sommerpflanzen, wie Petunien, konnten Plätze gut machen. Manche blieben stabil im Markt, wie etwa die Chrysanthemen. Beetbegonien, aber auch Lavendel steigerten die Ausgabenanteile etwas.

Der Zimmerpflanzenmarkt zeigte 2020 ein Wachstum von 3,5 Prozent zum Vorjahr auf. Der Marktanteil lag somit bei rund 1,57 Milliarden Euro zu Endverbraucherpreisen. Bei den blühenden Zimmerpflanzen lag das Wachstum bei 0,6 Prozent mit rund 1,04 Milliarden Euro. Die grünen Zimmerpflanzen wuchsen deutlich stärker um 9,6 Prozent auf knapp 0,53 Milliarden Euro.

Die Orchideen blieben mit 34 Prozent Marktanteil die wichtigste Kultur. Die Topfrosen verdrängten mit einem Wachstum um zwei Prozentpunkte die Weihnachtsterne vom zweiten Platz. Mit 11 Prozent Anteil am Gesamtmarkt waren die Sterne auch dieses Jahr stark, wenn auch der zweite Lockdown in der Vorweihnachtszeit vielerorts für nicht veräußerte Ware sorgte.

Bei den importlastigen Schnittblumen stieg das Marktvolumen um 4,2 Prozent auf rund 3,2 Milliarden Euro (zu Einzelhandelspreisen). Somit gab jeder Einwohner in Deutschland im Schnitt fast 38,70 Euro für Schnittblumen aus. Mit einem Anteil von 38 Prozent der (Verbraucher-)Ausgaben verlor die Rose zwar deutlich zum Vorjahr, ist aber noch mit weitem Abstand die meistgekaufte Schnittblume. Oftmals tätigte der Verbraucher Substitutionskäufe. So wichen einige Verbraucher beispielsweise auf Pfingstrosen aus, wenn keine Rosen verfügbar waren. Dadurch wuchs der Marktanteil von Pfingstrosen in den vergangenen Jahren beständig.

Permalink

0

Muttertag 2021: Blumengroßhandel mit deutlichen Umsatzsteigerungen

Laut Blitzumfrage des BGI, war der Muttertag aus geschäftlicher Sicht für den Blumengroßhandel „Einfach genial!“

Lange Schlangen vor den Blumengeschäften und auf den Wochenmärkten am Wochenende waren der Höhepunkt einer turbulenten Woche im Blumenhandel. Der diesjährige Muttertag hat auf jeden Fall das Zeug, Rekorde zu brechen. Die Blitzumfrage des Verband für den deutschen Blumen- ,Groß und Importhandel (BGI) zum Muttertag ergab: Schon die gesamte Vorwoche hatte der Umsatz im Großhandel deutlich angezogen. Ab Donnerstag waren alle Bestell- und Einkaufsmöglichkeiten voll ausgelastet. Online- Verkauf, Bestellungen per Fax und Telefon und der Absatz in den Cash & Carry-Märkten gingen bis Samstag extrem nach oben. Die Online-Shops der Großhändler konnten weiter zulegen. Sogar Ware, die noch am Sonntag nachgeliefert wurde, war bis zum Abend verkauft.

Der besondere Strauß zum Muttertag in diesem Jahr war duftig, natürlich und in Pastellfarben. (Foto: ©Kirchhoff)

In diesem Jahr zeigten sich auch keine regionalen Besonderheiten oder Unterschiede. Besonders freuten sich jedoch die Händler in Bayern. Nach dem schwierigen Muttertagsgeschäft im letzten Jahr aufgrund geschlossener Blumengeschäfte gab es in diesem Jahr keine Hürden.

Bei den Importeuren zeigte sich, dass immer noch nicht genug Waren- und Frachtraumkapazität vorhanden ist. Angebot und Nachfrage kamen hier nicht zusammen. Für hochwertige Rosen aus Ecuador und Kolumbien lief das Geschäft ausgezeichnet, trotzdem: „Wir hätten noch mehr und besser verkaufen könnten.“

Hohes Preisniveau beim Einkauf

Wer erst am Freitag vor Muttertag einkaufte, musste hohe Preise für am Muttertag beliebte Produkte bezahlen. Das Preisniveau lag bereits in der gesamten Woche höher als im Vorjahr. Die Versteigerungen von Royal FloraHolland meldeten Rekordumsätze, 43 Mio. € mehr Umsatz als 2019 in der Woche vor Muttertag. Besonders für Pfingstrosen, Lisianthus und Levkojen mussten die Großhändler tief in die Tasche greifen. Rosen, Tulpen, Sommerblumen, Germini und blühende Zimmerpflanzen wurden außerdem sehr gut nachgefragt. Auch für Volumenbringer wie Grün und florales „Beiwerk“ gingen die Preise nach oben. Bei den Blütenfarben waren Rosa und Pastelltöne wie zartes Apricot beliebt, aber auch bunte sommerliche Sträuße.

Risikobereitschaft wurde belohnt

Das in vielen Bundesländern gute Muttertagsgeschäft des letzten Jahres hatte die Großhändler ermutigt, bei der Vororder größere Risiken einzugehen: „Wir haben viel bei den Gärtnern vorbestellt, trotzt der Unsicherheit ob unsere Kunden öffnen dürfen – hat gut geklappt“, hieß es aus Bayern. Ein Großhändler, der bundesweit ausliefert, freut sich über den Erfolg seiner Planung „Wir haben gut vorgeplant und ein großes Risiko genommen“.

Dass diese Risikobereitschaft gerechtfertigt war, hatte sich bei den Vorbestellungen aus dem Blumenfachhandel gezeigt. Einige Großhändler konnten im Vergleich zu 2019 Umsatzsteigerungen von bis zu 40 Prozent vermelden. Wer Angst vor dem Markt hatte, bei dem wurde die Ware schnell knapp.

„Best Muttertag ever“ im Blumenfacheinzelhandel

„Zufrieden und erschöpft“ war das Feedback der Kunden aus dem Facheinzelhandel an ihre Großhändler, nachdem viele Nachtschichten eingelegt hatten, um ihre Bestellungen abzuarbeiten. Fast alle äußersten sich enthusiastisch über Warteschlangen vor den Geschäften wie „früher, als nur Blumenläden Blumen verkauft haben“. Umso erfreulicher, da im Vorfeld alle großen Lebensmittelketten Blumengeschenke erneut auffällig und preisaggressiv beworben hatten.

Dass viele Blumengeschäfte inzwischen mit eigenen Online-Shop oder großen Vermittlern wie Fleurop angeschlossen sind, hat sich in diesem Jahr ausgezahlt. Schon am Donnerstag waren bei einigen Kunden im Facheinzelhandel die Bestellmengen des Vorjahres erreicht. So konnte für den Muttertag gut geplant und bestellt werden. Kurzfristige Bestellungen, die über die Vermittler eingingen, konnten am Sonntag von vielen gar nicht mehr bearbeitet werden.

Höherer Umsatz pro Kunde im Einzelhandel

Die Konsumenten scheinen sich inzwischen auf einen Corona-Standard eingestellt zu haben, längeres Warten vor den Geschäften wird in Kauf genommen. Hinzu kommt in diesem Jahr die Bereitschaft, mehr Geld für ein Blumengeschenk auszugeben. Die Kunden waren in der Stimmung für „gute Blumen gute Preise zu zahlen“ und da anderweitige Aktivitäten nicht stattfinden konnten, fiel der Blumenstrauß für die Mütter diesmal größer aus. Sträuße von 30 bis 40 Euro VK waren bei vielen Geschäften diesmal eher Standard als Ausnahme. Kurz gesagt: Ein „fantastischer Muttertag“, der im Blumengroß- und Einzelhandel für „gute Stimmung“ gesorgt hat.

Permalink

0

Landgard fordert Änderung der EU-Pflanzengesundheitsverordnung

Durch die Überarbeitung der europäischen Pflanzengesundheitsverordnung ist mit Wirkung zum 14. Dezember 2019 eine Regelung in Kraft getreten, wodurch die Pflanzenpass-Pflicht sowohl für Erzeugerbetriebe als auch die weitere Handelskette deutlich ausgeweitet wurde.

Die Registrierungspflicht gilt für alle Betriebe, die Pflanzen erzeugen, die für die Auspflanzung bestimmt sind. Gemeint sind damit alle lebenden Pflanzen, lebende Teile von Pflanzen und Überdauerungsorgane wie Rhizome, Wurzeln, Zwiebeln oder Saatgut. Somit sind auch alle Erzeuger und Erzeugerinnen sowie Händler von Topf-, Garten- und Beetpflanzen von der Registrierungspflicht betroffen.

Größerer bürokratischer Aufwand ohne Mehrwert

Dirk Bader, Vorstand der Landgard eG (Foto: Landgard)

„Nach fast anderthalb Jahren mit der erweiterten Pflanzenpass-Pflicht fällt unsere Bilanz eindeutig negativ aus. Durch die Vorgaben des Pflanzenschutzgesetzes sind die Kosten für den Etikettendruck, die Anpassung von Warenwirtschaftssystemen und für Kontrollfunktionen in der gesamten Handelskette angestiegen. Die tatsächliche Sicherheit vor der Verschleppung von Schaderregern hat sich hingegen kaum merklich verändert. Daher setzt sich Landgard dafür ein, die erweiterte Pflanzenpass-Pflicht erneut zu überarbeiten und die Betriebe dadurch von dem damit verbundenen erheblichen finanziellen und administrativen Mehraufwand zu entlasten“, so Landgard-Vorstand Dirk Bader.

Das neue System ist deutlich zeitintensiver als zuvor und führt zu noch mehr Bürokratie, ohne dass es einen konkreten Mehrwert für die Betriebe bringt. Ursächlich dafür sind eine Reihe von Konstruktionsfehlern der erweiterten Pflanzenpass-Pflicht, die dringend korrigiert werden müssen.

„So gilt die Pflicht zur Deklaration des neuen Pflanzenpasses für alle Topfpflanzen – unabhängig von ihrer potenziellen Anfälligkeit für Quarantäne-Schädlinge. Bei der Deklaration von gemischt bepflanzten Töpfen wird die Deklaration aller verwendeter Gattungen und Arten gefordert. Diese Vorgabe ist in der gärtnerischen Praxis aber schlichtweg nicht umsetzbar. Gerade bei kleinen Topfgrößen stehen die geforderten Angaben für den Pflanzenpass in keiner Relation zum verfügbaren Platz an der Ware. Daher ist die Umsetzung dieser Vorgabe aus Sicht des Handels und der Produktion kaum möglich“, so Dirk Bader.

Die Regelungen zur erweiterten Pflanzenpass-Pflicht weisen aber auch noch an anderen Stellen deutliche Schwächen auf. So sollen alle Beteiligten der Handelskette ihren Pflanzenpass an der Ware anbringen und damit dokumentieren, dass die Ware den jeweiligen Standort befallsfrei verlassen hat. In der Praxis wird der Pflanzenpass aber bereits auf den Topf gedruckt, bevor die geforderte phytosanitäre Kontrolle durchgeführt wurde. Anspruch und Wirklichkeit klaffen folglich auch hier weit auseinander.

Landgard hat sich als große deutsche Erzeugergenossenschaft im Interesse der 3.000 Mitgliedsbetriebe an der aktuell auf europäischer Ebene laufenden Befragung zu den Erfahrungen mit der erweiterten Pflanzenpass-Pflicht beteiligt. Die Ergebnisse der Befragung werden in einen Bericht einfließen, den die EU-Kommission dem Europäischen Parlament und dem Rat bis zum 14. Dezember 2021 vorlegen muss.

Bei Landgard fordert man, dass die EU merkliche Verfahrenserleichterungen für die Betriebe beschließt, ohne das Schutzniveau in Fragen der Pflanzengesundheit zu reduzieren.

Permalink

0

spoga+gafa 2021 fällt ersatzlos aus

In diesem Jahr wird die spoga+gafa, die weltweit größte Gartenlifestyle-Messe, aufgrund der weiterhin unsicheren Covid-19-Situation und den daraus resultierenden Beschränkungen ausgesetzt.

Die nächste Messe soll vom 19. bis 21. Juni 2022 auf dem Kölner Messegelände stattfinden.

Auch wenn eine Ende Februar durchgeführte internationale Besucher- und Ausstellerbefragung eine einmalige Verlegung in den August 2021 als Option zeigte, verständigte man sich schließlich gemeinsam darauf, dass eine markengerechte Durchführung der spoga+gafa Anfang August nicht möglich sein wird. Der neue Termin im Juni 2022 passt optimal zur Orderphase aller beteiligten Branchen und wurde entsprechend positiv von den Ausstellern aufgenommen.

Gemeinsam mit ihren Partnern schaut die spoga+gafa nun zuversichtlich nach vorne und freut sich im Juni 2022 wieder die Rahmenbedingungen bieten zu können, die die internationalen Top-Entscheider, Einkäufer und Branchenexperten aus aller Welt in Köln erwarten.

Die spoga+gafa soll im kommenden Jahr hybrid, auf dem Kölner Messegelände und digital auf spoga+gafa @home, stattfinden. Die Messe plant auch in 2022 wieder der Ort für Innovationen, Neuheiten und Trends für Aussteller, Einkäufer und Entscheider zu sein.

Die Anmeldeunterlagen für die spoga+gafa 2022 stehen den Ausstellern in Kürze online zur Verfügung.

Permalink

0

toom: Reduzierung von Pflanzenschutzmitteln und mehr Artenerhalt

Umwelt- und Insektenschutz finden bei toom schon seit Jahren größere Beachtung. Seit Ende letzten Jahres kooperiert die Baumarktkette mit der unabhängigen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 und intensiviert als erster deutscher Baumarkt die Reduktion von Pflanzenschutzmittel.

Im Fokus der Kooperation zwischen toom und GLOBAL 2000 steht die Senkung der Pflanzenschutzmittelbelastung bei sogenannten Nützlingsfreunden. Hierbei handelt es sich um Pflanzen, die besonders gut für den Insektenschutz geeignet sind. (Copyright: toom/GettyImages)

Die Pflanzen erfreuen uns tagtäglich als grüne Mitbewohner und nun oder schon bald erblühen sie wieder bunt in Deutschlands Gärten: Zierpflanzen sind aus dem Alltag vieler nicht mehr wegzudenken. Schon seit Jahren hat das Thema Nachhaltigkeit bei Pflanzen eine Priorität bei toom: So verbot die Baumarktkette bereits 2015 besonders bienengefährliche Mittel bei der Pflanzenproduktion und pflegt ein intensives Rückstandsmonitoring.

Außerdem geht die interne Negativliste des Unternehmens weit über gesetzliche Bestimmungen hinaus. Parallel dazu stoppte toom 2015 auch den Verkauf von glyphosathaltigen Produkten in den Märkten und verpflichtete sich 2016, Schritt für Schritt den Torfgehalt in den verkauften Blumenerden zu reduzieren. Bis 2025 möchte das Unternehmen auf ausschließlich torffreie Erden umsteigen.

Damit aber nicht genug: Seit November letzten Jahres kooperiert toom mit der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000. Im Fokus der Kooperation steht die Senkung der Pflanzenschutzmittelbelastung bei sogenannten Nützlingsfreunden. Hierbei handelt es sich um Pflanzen, die besonders gut für den Insektenschutz geeignet sind. Anhand des von GLOBAL 2000 entwickelten Ökotox Index können Pflanzenschutzmittel bewertet und bei toom für eine Zulassung oder Auslistung zukünftig noch besser überprüft und eingeordnet werden. Die unternehmensinterne Negativliste wird dementsprechend geprüft und gegebenenfalls erweitert. Dieses System wird dann schrittweise auch auf alle anderen Pflanzensortimente ausgeweitet.

„Die Senkung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln bei Nützlingsfreunden ist ein konsequenter und wichtiger Schritt in unserem Einsatz für noch mehr Nachhaltigkeit im Pflanzensektor.  Wir sind froh, mit GLOBAL 2000 einen so erfahrenen Partner an unserer Seite zu haben“, so Dominique Rotondi, Geschäftsführer Einkauf und Logistik.

Die führende österreichische Umweltschutzorganisation kämpft seit fast 40 Jahren für eine intakte Umwelt sowie eine zukunftsfähige Gesellschaft und nachhaltiges Wirtschaften. Besonders wichtig ist ihr unter anderem der Erhalt der Biodiversität, die auch durch die erhöhte Verwendung von Pflanzenschutzmitteln gefährdet wird.