Die HORNBACH Gruppe (HORNBACH Holding AG & Co. KGaA Konzern hat das Geschäftsjahr 2025/26 (1. März 2025 bis 28. Februar 2026) mit einem Umsatz von 6,4 Mrd. EUR (+3,8%) und einem bereinigten EBIT von 264,7 Mio. EUR (-1,8%) trotz eines herausfordernden Konsumumfelds und gestiegener Kosten erfolgreich abgeschlossen. Im laufenden Geschäftsjahr 2026/27 erwartet HORNBACH einen Nettoumsatz auf oder leicht über dem Niveau des Geschäftsjahres 2025/26 sowie ein bereinigtes EBIT in etwa auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2025/26. Die Prognose reflektiert einerseits das geplante Wachstum durch neue Märkte und auf bestehender Fläche sowie andererseits anhaltende geopolitische Unsicherheiten.

Hornbach AG steigert Nettoumsatz 2025/26 um 3,8%. Hier der Eingang des neu eröffneten Hornbach Baumarktes in Paderborn (Foto: Hornbach)
„Wir blicken zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr 2026/27, auch wenn das Marktumfeld anspruchsvoll bleibt. Der europäische DIY‑Markt ist strukturell attraktiv und bietet insbesondere in Osteuropa hohes Nachfragepotenzial. Vor diesem Hintergrund setzen wir unsere Wachstumsstrategie konsequent fort und investieren gezielt in neue Standorte, Digitalisierung und operative Exzellenz. Bei unserer Prognose bleiben wir jedoch vorsichtig. Die Frühjahrssaison hat zwar bisher erfreulich gestartet, es ist jedoch damit zu rechnen, dass aktuelle geopolitische Entwicklungen negative Auswirkungen auf die Kostenentwicklung und die Nachfrage im Handel haben werden“, sagt Albrecht Hornbach, Vorstandsvorsitzender der HORNBACH Management AG.
Erich Harsch, Vorstandsvorsitzender der HORNBACH Baumarkt AG, kommentiert: „HORNBACH steht für Verlässlichkeit – gerade in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld. Das Versprechen, günstigster Anbieter zu sein und auf Dauertiefpreise zu setzen, statt kurzfristige Rabattaktionen auszuloben, ist gerade in diesen Zeiten für uns selbstverständlich. Damit sorgen wir für Stabilität und Beständigkeit im Alltag unserer Kunden. Gleichzeitig arbeiten wir kontinuierlich am Ausbau der Interconnected-Retail-Architektur, um das Einkaufserlebnis für unsere Kunden weiter zu verbessern – unter anderem auch durch KI-Anwendungen, die bei der Projektberatung, der Vorbereitung bzw. Planung und der Produktauswahl helfen.“
HORNBACH Baumarkt steigert Umsatz und gewinnt weiter Marktanteile
Die Nettoumsätze des größten operativen Teilkonzerns HORNBACH Baumarkt AG wuchsen im Geschäftsjahr 2025/26 um 4,0% auf 6,1 Mrd. EUR (2024/25: 5,8 Mrd. EUR), wovon 12,7% auf Online-Kanäle (inkl. Click & Collect) entfielen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Online-Umsatz im Geschäftsjahr 2025/26 um 7,1% auf 771,4 Mio. EUR (2024/25: 720,3 Mio. EUR). Flächen- und währungsbereinigt erhöhte sich der Umsatz des Teilkonzerns um 2,4%. Im Kalenderjahr 2025 steigerte HORNBACH Baumarkt seine Marktanteile erfolgreich auf 15,7% in Deutschland (2024: 15,2%), auf 29,4% in den Niederlanden (2024: 28,1%), auf 17,6% in Österreich (2024: 17,3%), auf 15,0% in der Schweiz (2024: 14,3%) und auf 38,8% in Tschechien (2024: 37,7%). Die positive Marktanteilsentwicklung setzte sich in den ersten Monaten des Jahres 2026 fort.
Bereinigtes EBIT nahezu auf Vorjahresniveau aufgrund von starker Rohertragsentwicklung
Mit 264,7 Mio. EUR (-1,8%) lag das bereinigte EBIT der HORNBACH Gruppe im Geschäftsjahr 2025/26 nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (2024/25: 269,5 Mio. EUR). Dies steht im Einklang mit der am 21. Mai 2025 veröffentlichten Ergebnisprognose. Die bereinigte EBIT-Marge ging leicht zurück auf 4,1% (2024/25: 4,3%). Die Ergebnisentwicklung war beeinträchtigt durch gestiegene Personalkosten (+4,5%), die sowohl auf Gehaltssteigerungen als auch auf expansionsbedingten Personalaufbau zurückzuführen waren. Hinzu kamen höhere Betriebs- und Sachkosten, vor allem für Instandhaltung und IT-Infrastruktur. Die Handelsspanne lag mit 35,0% auf einem stabilen Niveau (2024/25: 34,8%). Das resultierende Rohertragswachstum (+4,1%) konnte die höheren Kosten sowie das aufgrund von Sondereffekten im Vorjahr rückläufige sonstige Ergebnis nahezu kompensieren.
Tabelle: Kennzahlen HORNBACH Gruppe
GJ 2025/26: 1. März 2025 bis 28. Februar 2026
| (in Mio. EUR soweit nicht anders angegeben) | GJ 2025/26 | GJ 2024/25 | ± in % |
| Nettoumsatz | 6.433,9 | 6.200,0 | 3,8 |
| davon Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG | 6.081,7 | 5.847,0 | 4,0 |
| – Deutschland | 2.848,6 | 2.783,8 | 2,3 |
| – Übriges Europa | 3.233,1 | 3.063,2 | 5,5 |
| Flächenbereinigtes Umsatzwachstum (Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG) | 2,4% | 1,1% | |
| davon Teilkonzern HORNBACH Baustoff Union GmbH | 352,4 | 357,1 | -1,3 |
| Rohertrag | 2.249,1 | 2.160,6 | 4,1 |
| Handelsspanne (in % vom Nettoumsatz) | 35,0% | 34,8% | |
| EBIT | 256,2 | 252,7 | 1,4 |
| Bereinigtes EBIT | 264,7 | 269,5 | -1,8 |
| Bereinigte EBIT-Marge | 4,1% | 4,3% | |
| Konzernergebnis vor Steuern | 201,3 | 208,0 | -3,2 |
| Konzernjahresüberschuss vor Gewinnanteilen anderer Gesellschafter | 143,6 | 147,2 | -2,4 |
| Ergebnis je HORNBACH Holding Aktie (unverwässert/verwässert in EUR) | 8,66 | 8,80 | -1,6 |
| Investitionen (CAPEX) | 220,4 | 183,7 | 19,9 |
Prognose 2026/27: Ausblick reflektiert geplantes Wachstum und geopolitische Unsicherheiten
Im Geschäftsjahr 2026/27 rechnet die HORNBACH Gruppe mit einem Nettoumsatz auf oder leicht über dem Niveau des Geschäftsjahres 2025/26 (6,4 Mrd. EUR) sowie mit einem bereinigten EBIT in etwa auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2025/26 (264,7 Mio. EUR).
Die Prognose reflektiert einerseits das geplante Umsatzwachstum durch neue Märkte, auf bestehender Fläche und im Onlinehandel sowie andererseits den möglichen Einfluss geopolitischer Entwicklungen auf Umsatz und Rohertrag. Zudem wird ein moderater Kostenanstieg erwartet, dessen Ausmaß unter anderem von den laufenden Tarifverhandlungen im deutschen Einzelhandel abhängt.
Auch in den kommenden Jahren will HORNBACH seine Wachstumsstrategie konsequent umsetzen und dazu die organische Expansion in bestehenden Ländern und auch im neuen Geschäftsgebiet Serbien kontinuierlich vorantreiben. Die Investitionen werden im Geschäftsjahr 2026/27 entsprechend den Expansionsplänen voraussichtlich gegenüber dem Vorjahr ansteigen.
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Der Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau) präsentiert sich weiterhin insgesamt stabil und widerstandsfähig, trotz der anhaltend schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage. Gestiegene Kosten, schwache Kommunalfinanzen und Konsumzurückhaltung belasten die Branche, zugleich bleibt jedoch die Nachfrage nach landschaftsgärtnerischen Leistungen auf solidem Niveau. Das zeigt die BGL‑Frühjahrsumfrage 2026 des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL), an der sich bundesweit 699 Mitgliedsbetriebe der elf Landesverbände beteiligten.
Auf eine schnelle Umsatzwende zu setzen, haben sich die Baumarkt- und Gartenfachhändler in Deutschland mittlerweile nahezu abgewöhnt. Zu volatil die wirtschaftliche Gesamtlage, zu willkürlich die Einflüsse durch (welt)politische Entscheidungen auf die verfügbaren Einkommen auch in Deutschland. Demzufolge war auch im 1. Quartal des laufenden Jahres ein Rückgang erwartet worden. Dieser fällt – und das ist die gute Nachricht – mit -0,9 bzw. -0,5 (flächenbereinigt) Prozent allerdings deutlich geringer aus als im Vorjahresquartal.