Auf eine schnelle Umsatzwende zu setzen, haben sich die Baumarkt- und Gartenfachhändler in Deutschland mittlerweile nahezu abgewöhnt. Zu volatil die wirtschaftliche Gesamtlage, zu willkürlich die Einflüsse durch (welt)politische Entscheidungen auf die verfügbaren Einkommen auch in Deutschland. Demzufolge war auch im 1. Quartal des laufenden Jahres ein Rückgang erwartet worden. Dieser fällt – und das ist die gute Nachricht – mit -0,9 bzw. -0,5 (flächenbereinigt) Prozent allerdings deutlich geringer aus als im Vorjahresquartal.
Österreich kann im Q1 sogar ein kleines Plus von +0,5 Prozent verzeichnen. Die Schweiz verliert gesamt -3,2 Prozent (aufgrund nationaler Sondereffekte), dreht allerdings auf bereinigter Fläche bereits wieder ins Plus (+1,0 Prozent).
„Der Irankrieg mit all seinen Folgen für die gesamte Lieferkette, aber besonders die stark gestiegenen Preise für ölbasierte Brennstoffe haben das zarte Pflänzchen des sich ab Jahresende 2025 ins positive drehenden Gesamtumsatzes leider wieder gekappt“, so BHBHauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst. „Die aufkommende Stabilisierung der Konsumstimmung hat so einen erneuten Dämpfer bekommen“. Verschärfend kam im Q1 dazu, dass die Wetterlage die Saison nicht unterstützt hat: Wenig Sonne und viel Frost. Allerdings zeige sich die hohe Resilienz des deutschen Marktes dann doch: „Im ersten Quartal des Vorjahres lagen wir noch bei einem Minus von 4 Prozent“.
Diese Entwicklung hänge allerdings ganz wesentlich von der Zuversicht der Verbraucher ab – hier sei es besonders wichtig, diese durch Planbarkeit, Verlässlichkeit und Zuversicht im Lande deutlich zu stärken, appelliert Wüst an die politischen Entscheider.
Starke Auf- und Ab-Bewegung in den Sortimenten
Uneinheitlich: Das muss man derzeit der Entwicklung der Sortimente in den deutschen Bau-und
Gartenfachmärkten attestieren. Besonders positiv entwickelten sich in Deutschland in den drei Auftaktmonaten die Segmente Freizeit-/Saisonwaren (+18,3%), Haushaltswaren (+9,4%)
und Automotive (+9,3%). Merkliche Rückgänge gab es hingegen bei Gartenmöbeln (-12,4%), Fliesen (-10,2%) und Gartenausstattung (-7,4%).
In Österreich entwickelten sich besonders Automotive (+17,2%) sowie Gartengeräte/Be- und
Entwässerung (+17,1%) positiv, Verlierer sind Fliesen (-8,9%) und Elektro (-8,2%).
In der Schweiz gab es ebenso Aufschwung für den Bereich Automotive (+3,7%) und Technik/
Büro/ Unterhaltung (+3,0%), größere Verluste verzeichneten die Bereiche Gartenmöbel
(-18.1%) und Wohnen/Dekoration (-16,8%).
Rund um den Weltbienentag am 20. Mai setzt toom Baumarkt erneut ein Zeichen für den Schutz von Insekten: Vom 16. bis 22. Mai 2026 spendet das Unternehmen pro verkaufter Pflanze aus dem „Nützlingsfreundlich“-Sortiment 10 Cent an die Heinz Sielmann Stiftung, die die Bereiche Naturschutz, Naturerleben und Biodiversität fördert.
Die ersten Monate des Jahres war das Geschäft im Großhandel mit Blumen und Pflanzen recht verhalten und so gab es Richtung Muttertag gespannte Erwartungen. Der Facheinzelhandel hielt sich vielerorts mit Bestellungen zurück, so lag das Risiko der Warenbeschaffung für den wichtigsten Blumentag der Branche beim Großhandel. Der Druck auf die Großhändler war groß, um alle kurzfristigen Wünsche des Fachhandels zu erfüllen. Mit hohen Arbeitsspitzen und enormem Aufwand gelang es den Ein- und Verkäufern in den Großhandelsbetrieben jedoch für ein breites Angebot im Fachhandel zu sorgen und die Ware auch noch am Samstag und Sonntag für die Fachgeschäfte bereitzustellen. 
Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – lag im April 2026 bei +2,9 %. Damit hat sich die Teuerung der Verbraucherpreise insgesamt verstärkt, nachdem sie im März 2026 bereits bei +2,7 % gelegen hatte. Im Februar 2026 hatte sie noch +1,9 % betragen. So hoch wie im April 2026 war die Inflationsrate zuletzt im Januar 2024 gewesen.
Energieprodukte verteuerten sich um 10,1 % gegenüber April 2025