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IPM ESSEN 2022 auf 2023 verschoben

IPM Summer Edition als zusätzliches zweitägiges Branchen-Highlight im Juni 2022

Die für den 25. bis 28. Januar 2022 terminierte IPM ESSEN kann unter der momentan weltweit schwierigen pandemischen Lage nicht stattfinden. In enger Absprache mit den Partnerverbänden ermöglicht die Messe Essen Ausstellern, die sich bereits für eine Teilnahme entschieden haben, ihre Anmeldung auf die IPM ESSEN 2023 zu übertragen. Die nächste Weltleitmesse des Gartenbaus findet vom 24. bis 27. Januar 2023 statt. Zusätzlich bietet eine zweitägige IPM Summer Edition am 13. und 14. Juni 2022 einen Mix aus Leistungsschau und Netzwerktreffen.

„Während wir mit Hochdruck auf die IPM ESSEN 2022 hingearbeitet haben, hat sich die Situation der Corona-Pandemie in den letzten Tagen im Hinblick auf die Planung und Durchführung deutlich verschlechtert. Bei aller Vorfreude auf die wichtigste Plattform der grünen Branche ist die Verunsicherung auf Seiten der Aussteller und Besucher nunmehr groß. Wir geben allen bisher angemeldeten Unternehmen daher die Möglichkeit, ihre Anmeldung auf die 2023er Ausgabe zu übertragen“, erklärt Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Messe Essen, das Angebot.

IPM Summer Edition im Juni 2022 als Jahreshighlight für die grüne Branche

Um dem dringenden Wunsch nach einer Kommunikationsplattform im nächsten Jahr dennoch gerecht zu werden, gibt die IPM Summer Edition am 13. und 14. Juni 2022 der grünen Branche Gelegenheit für den Austausch. Herzstück des sommerlichen Treffpunkts mit Eventcharakter ist ein Showroom, der sowohl vor Ort als auch im World Wide Web innovative Produkte präsentiert. „Die IPM Summer Edition wird als zweitägige Leistungsschau mit Netzwerkcharakter durchgeführt. Wir möchten den Marktteilnehmern die Möglichkeit geben, sich zu treffen und Neuheiten vorzustellen. Im Sommer entspannt sich die pandemische Lage erfahrungsgemäß, sodass dieses Format aller Voraussicht nach umsetzbar ist. Die IPM Summer Edition ist nicht als Ersatz für die IPM ESSEN zu verstehen. Die Branche braucht ihren gewohnten Termin Anfang des Jahres“, gibt Sabina Großkreuz, Geschäftsbereichsleiterin Marketing bei der Messe Essen, einen ersten Ausblick. Beiratsvorsitzende und Präsidentin des Landesverbandes Gartenbau Nordrhein-Westfalen Eva Kähler-Theuerkauf ergänzt: „Wir trotzen der Pandemie und sehen uns im Juni 2022 zum grünen Branchentreff mit dem Format einer Summer Edition! Ein weiteres Jahr ohne IPM ESSEN ist für uns nicht vorstellbar. Gerade das vergangene Jahr hat uns den Wissenstransfer, die persönlichen Gespräche, das Netzwerk und auch die emotionale Bindung schmerzlich vermissen lassen. Die Mitsommerveranstaltung ist das neue gartenbauliche ‚Must-have‘ für unsere Branche!“

Spontane Reaktionen aus der Branche

Für die zweitägige IPM Summer Edition spricht sich auch der langjährige IPM-Aussteller Sebastian Heinje aus: „Die Messe Essen hat die richtige Entscheidung getroffen, die IPM ESSEN 2022 um ein Jahr zu verschieben. Zudem bietet die IPM Summer Edition der Branche auch 2022 eine Plattform, ihre Produkte und Neuheiten zu präsentieren. Der Termin im Sommer ist perfekt gewählt – wir als Firma Diderk Heinje Pflanzenhandel sind auf jeden Fall dabei.“

Zuspruch kam auch von der Deutsche CUXIN Marketing GmbH. Geschäftsführer Magnus Hoveling: „Wir begrüßen die Verschiebung der IPM ESSEN 2022 in den Januar 2023. Vor dem Hintergrund der derzeitigen Corona-Entwicklung war diese Entscheidung sicherlich alternativlos. Für uns stellt die Beteiligung am IPM Showroom im Rahmen der IPM Summer Edition im Juni eine interessante Möglichkeit dar: trendig, kompakt, ganz einfach umsetzbar und aufmerksamkeitsstark durch die zusätzliche digitale Präsentation.“

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Hornbach Baumarkt hebt Prognose für das Geschäftsjahr 2021/22

Auf Basis der über den Erwartungen liegenden vorläufigen Zahlen für das dritte Quartal 2021/22 hat der Vorstand der Hornbach Baumarkt AG (ISIN DE0006084403) gestern die Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2021/22 angehoben. Allerdings bestehen angesichts der Unvorhersehbarkeit des weiteren Verlaufs der Corona-Pandemie und der Risiken im Hinblick auf Verkaufsbeschränkungen weiterhin erhebliche Unsicherheiten in der Einschätzung der Geschäftsentwicklung des Konzerns für den Rest des Geschäftsjahres.

Der Vorstand erwartet den Nettoumsatz und das um nichtoperative Ergebniseffekte bereinigte Konzernbetriebsergebnis (bereinigtes EBIT) in folgenden Bandbreiten:

 

Angepasste Prognose
für Geschäftsjahr 2021/22
Bisherige Prognose
für Geschäftsjahr 2021/22
Wachstum Nettoumsatz 2% – 7% 1% – 5% (oberes Drittel der Bandbreite)
Bereinigtes EBIT 280 Mio. € – 330 Mio. € 240 Mio. € – 278 Mio. € (oberes Drittel der Bandbreite)

Die vorläufigen, ungeprüften Zahlen für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2021/22 sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

Mio. € Q3 2021/22 Q3 2020/21 +/- in % 9M 2021/22 9M 2020/21 +/- in %
Nettoumsatz 1.299,7 1.275,2 +1,9 4.385,0 4.224,2 +3,8
Bereinigtes EBIT 43,1 52,8 -18,5 347,4 359,8 -3,5

Die endgültigen Zahlen für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2021/22 werden kurz vor Weihnachten veröffentlicht.

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Dehner unterstützt deutsche und österreichische Tafeln mit 100.000 Euro

Der „Dehner Hilfsfonds für Menschen in Not“ hat im Rahmen einer Weihnachtsaktion 100.000 Euro an deutsche und österreichische Tafeln gespendet. Damit verdoppelt Europas größte Garten-Center-Gruppe ihr Spendenaufkommen im Vergleich zum Vorjahr und unterstützt 40 Tafeln mit je 2.500 Euro. Außerdem haben sich wieder zahlreiche Dehner-Kunden aktiv an der Spendenaktion beteiligt, die ihren Beitrag über Spendendosen in allen Dehner-Märkten zur Verfügung gestellt haben.

Spendenübergabe an die Hallesche Tafel: Katrin Vogler, Werkstattleiterin Evangelische Stadtmission Halle (links) und Dehner-Marktleiter Sören Sachse-Feike (rechts). (Foto: Dehner)

„Die Pandemie hat unzähligen Menschen große Not und tragische Schicksalsschläge bereitet. Besonders betroffen sind Personen mit ohnehin einkommensschwachem Hintergrund, aber auch zahlreiche Familien und Menschen, denen oft gänzlich unverschuldet der Boden ihrer finanziellen Existenz entzogen wurde. Angesichts dieser Umstände hat sich die Geschäftsführung von Dehner entschieden, die jährliche Spende des „Dehner Hilfsfonds” an die Tafeln auf die doppelte Summe aufzustocken”, sagt Albert Weber, Seniorchef des Unternehmens und Vorsitzender des Dehner Hilfsfonds für Menschen in Not.

Wie die Tafeln berichten, machen sich die Folgen der Corona-Pandemie zunehmend bemerkbar. Fast 40 Prozent der bundesweit über 950 Tafeln verzeichnen im Vergleich zum September 2020 mehr Kundinnen und Kunden Vielerorts hat die Zahl um bis zu 20 Prozent zugenommen. Betroffen sind vor allem Menschen mit ALG-II-Bezug und in Kurzarbeit. Auch der Anteil der Rentner ist mit 30 Prozent erheblich angestiegen. Viele von ihnen waren vor der Krise nicht auf externe Hilfen angewiesen. Vergleichbare Zahlen melden auch die österreichischen Tafeln, die öffentlich für zusätzliche Zuwendungen aus Politik und Wirtschaft aufgerufen haben. Eine weitere außergewöhnliche Herausforderung im Jahr 2021 stellt die Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands dar, bei der die Tafeln akut Hilfebedürftige unter erschwerten Bedingungen mit Lebensmittelspenden unterstützt haben.

Der „Dehner Hilfsfonds für Menschen in Not” ist eine gemeinnützige Stiftung der Dehner Garten-Center-Gruppe, die 2001 von der Inhaberfamilie ins Leben gerufen wurde. Der Zweck der Stiftung ist es, unverschuldet in Not geratenen Menschen schnell, direkt und vor allem unbürokratisch zu helfen. Seit 2011 unterstützt die Stiftung lokale Tafeln und andere soziale Einrichtungen in Deutschland und seit 2017 auch Organisationen in Österreich.

In Deutschland zählen derzeit über 950 Organisationen zusammen mit mehr als 2.000 Ausgabestellen zum Dachverband Tafel Deutschland. Mehr als 60.000 ehrenamtliche Helfer verteilen kostenlos oder gegen einen geringen symbolischen Beitrag Lebensmittel an Bedürftige und soziale Einrichtungen und ermöglichen den Betroffenen eine Vielzahl von existenzunterstützenden Angeboten. Bundesweit werden so regelmäßig bis zu 1,65 Millionen Menschen mit Lebensmittelspenden aller Art versorgt – ungefähr ein Drittel davon sind Kinder und Jugendliche. Zum Verband der österreichischen Tafeln gehören insgesamt zehn Mitgliedstafeln. Im Jahr 2020 haben mehr als 4.200 – Großteils ehrenamtliche Mitarbeitende – rund 76.000 Armutsbetroffene mit knapp 5.000 Tonnen Lebensmitteln versorgt. Die Tafeln finanzieren sich grundsätzlich über Spenden.

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Baumarktbranche verzeichnet 2021 nach neun Monaten ein Minus

Lockdown, schlechtes bis katastrophales Wetter, Materialengpässe und Preisanstiege: Bis dato hat es für die DIY-Branche von außen betrachtet nur sehr wenige Positiv-Einflüsse in diesem Jahr 2021 gegeben. Und so bleibt auch die Gesamt- Umsatzmeldung folgerichtig nach dem Dreivierteljahr im Minus: Bei minus -11,1 Prozent (auf bereinigter Fläche: minus -11,8 Prozent) liegt der Gesamtumsatz der deutschen Bau- und Gartenfachmärkte unter dem Vorjahreszeitraum. Positiver fällt die Betrachtung für Österreich aus, wo die Branche im Neun-Monats-Vergleich um plus +3,8 Prozent zugelegt hat. Für die Schweiz steht gar ein Umsatzzuwachs von plus +9,0 Prozent (bereinigt +7,8% Prozent) zu Buche. Allerdings ist die Aussagekraft aller Zahlen in unterschiedlichen Relationen zu sehen.

Während die deutschen Werte Im Vergleich zum exorbitanten Vorjahr (D: plus +13,8 Prozent) und bei den deutlichen Negativ-Einflüssen in diesem Jahr nahezu zwangsläufig sinken mussten, kommen in Österreich und der Schweiz die Entwicklungen aus den dortigen Lockdown-Phasen des Vorjahres gegenüber einer (zunächst) dauerhaften Öffnung in diesem Jahr positiv zum Tragen. Aber auch diese Effekte wechseln bereits in der Betrachtung der Einzelquartale.

Grundsätzlich ist eine Vergleichbarkeit bedingt durch die zahlreichen volatilen Sondereffekte generell schwierig, betont auch BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst. „Weitaus relevanter ist ein Vergleich mit dem Jahr 2019, dass ‚vor Corona‘ ebenfalls bereits sehr positiv für die Branche in Deutschland abschloss. Setzt man hier die Entwicklung von Januar bis September gegeneinander, entwickelt sich die Branche in Deutschland mit einem Gesamtplus von plus +2,4 Prozent recht positiv. Vergleicht man nur die Quartale 2 und 3 der Jahre 2019 und 2021 und klammert somit den Lockdown aus, liegt der deutsche Branchenumsatz sogar um etwa plus +9,7 Prozent im Plus“.

Insgesamt auf sehr gutem Weg

Aus den genannten Gründen ist die Betrachtung über die einzelne Sortimentsbestandteile hinweg müßig. Auch hier muss eine Vergleichbarkeit zu einem Jahr 2020, in dem Reise- und Kontaktbeschränkungen und ein langer Gartensommer die Bau- und Verschönerungstätigkeiten (samt den dazugehörigen Sortimenten) extrem anregten, scheitern. Eine Ausnahme bildet das Segment Holz, das unabhängig von allen Rahmenbedingungen um +4,0 Prozent zulegt.

Insgesamt sehen Vorstand und Geschäftsführung des BHB die Branche derzeit auf einem sehr guten Weg. Die lange, sehr herausfordernde Pandemiephase habe bereits angestoßene Veränderungsprozesse besonders im Servicebereich deutlich beschleunigt und die Anpassungsfähigkeit der Bau- und Gartenfachmärkte im Sinne des Kunden in entscheidenden Situationen, etwa bei ständig angepassten Sicherheitskonzepten oder beim Andocken von Teststationen, nachgewiesen. Dies habe noch einmal sehr positiv auf die Kundenzufriedenheit eingezahlt. In der Kombination mit der hohen Affinität der Menschen zum Home Improvement entstehe so ein günstiges Klima für die Bau- und Gartenfachmärkte.

Dies sei allerdings auch von sehr unsicheren Faktoren abhängig: Zum einen die Beschränkung des Einzelhandels durch die Politik im Zuge der Pandemiebekämpfung. Hier verweist Wüst erneut auf die hohe Systemrelevanz der Branche sowie darauf, dass der Einkauf in den Märkten ungefährlich sei (siehe auch die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu HIER). Zum zweiten seien die Auswirkungen der anhaltenden Produktions- und Lieferengpässe weltweit weiterhin nur sehr schwer abzuschätzen.

 

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Eilmeldung: VDG sagt die geplante Wintertagung im Januar 2022 ab

Es sollte frei nach dem Motto der Wintertagung 2022 „Zurück in die Zukunft“ gehen.

Die VDG-Wintertagung sollte vom 16. bis 18. Januar 2022 in Leipzig stattfinden. Doch die Entwicklung der Pandemie in Sachsen und die neu aufgekommene Variante Omikron zwingen den VDG, den geplanten Termin, trotz der bereits über 200 Anmeldungen, vom Januar in den Juni 2022 zu verschieben. Der Verband drückt seine Enttäuschung über die aktuelle Situation aus, doch sei für eine Tagung im Januar nicht mehr ausreichend Sicherheit für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu gewährleisten. Außerdem sei die Planung für eine Veranstaltung dieser Größenordnung derzeit nicht mehr möglich.

Der VDG lädt nun alle Mitgliedsbetriebe zur Branchentagung im Sommer nach Leipzig ein. Der neu gefundene Termin ist der Zeitraum 26. bis 28.Juni 2022.

Die Vorbereitungen für das dann noch interessantere Programm wurden bereits aufgenommen.

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Können die Zierpflanzenproduzenten Tempo und Niveau halten?

Nach dem langen Lockdown-Winter begann im März der Run auf Zierpflanzen. Die Verbrauchausgaben stiegen in allen Segmenten. Auch die Zierpflanzenproduzenten hatten eine starke Saison. Aber kann dieses Niveau weiter gehalten werden?

Geschäftsverlauf weiter top

Nachdem in der Pandemie bereits zum zweiten Jahr in Folge Herkulesaufgaben gestemmt wurden, ist es erfreulich zu hören, dass für 90 % der Betriebe der Geschäftsverlauf weitestgehend positiv wahrgenommen wurde. Nach dem euphorischen Vorjahr ist das zwar ein leichter Rückgang, aber noch immer ein Ergebnis, dass positiver ausfällt als die Meldungen der vergangenen 30 Jahre!

Auch der Absatz lief – den Meldern nach – sehr gut, im Mittel wurden 91 % der Ware abgesetzt. Hier gibt es jedoch ein klares Gefälle zwischen West und Süd und großen (über 1 ha geschützter Anbau) und kleinen Betrieben (weniger als 3.000 m²). Den besten Absatz meldeten die indirekt absetzenden (Groß-)Betriebe im Westen, aus dem Süden (RP, HE, SL, BW, BY) wurde der geringste gemeldet.

Die Vorschau auf Oktober 2021 bis März 2022 ist hingegen etwas pessimistischer. Die Gründe sind vielfältig.

Trotz brillantem Gesamtmarktergebnis viele Unsicherheiten

Der Blick auf den Gesamtmarkt für Zierpflanzen lässt zunächst einmal Augen funkeln. Nach Schätzungen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH auf Basis der ersten neun Monate des Jahres 2021 wuchs das Marktvolumen um 9,6 % auf 10,3 Mrd. EUR (zu Einzelhandelspreisen). Pro Kopf wurde mit rund 124 EUR pro Einwohner knapp 10 EUR mehr für Pflanzen ausgegeben als noch im Vorjahr. Diese Tendenz des Gesamtmarkts trifft dabei auch auf die deutschen Produktionsgärtner zu. Und dennoch herrscht Aufruhr in den Betrieben.

Um ein Gespür dafür zu entwickeln, was die Gärtner in Deutschland beschäftigt, wenn man die alles überlagernde Pandemie ausklammert, fragten wir „Was beschäftigt Sie abseits der Pandemie?“. Da der Fokus sowohl bei der Politik als auch bei den anderen Entscheidern aktuell auf der Pandemie liegt, wollten wir eine Plattform schaffen, auf der die Gärtner ihre anderen Problemfelder aufzeigen konnten. Vieles davon lässt in eine unsichere Zukunft blicken. Denn 47 % der Betriebsleiter beschäftigt die Kostenexplosion bei Energie, Löhnen und Energie. Aber auch die Personalsituation und bürokratische Hürden machen weiteren 30 % große Sorgen.

Höhere Preise fürs Produkt

Aber nicht nur die steigenden Kosten waren Thema. Auch die Preise für das eigene Produkt war ein Dauerbrenner. Nachdem die Preise schon im Pandemiejahr 2020 flächendeckend gestiegen waren, ging der Höhenflug zwischen April und September 2021 weiter. In der aktuellen Erhebung hatten 62 % der Melder von festeren Preisen berichtet – ein Plus von 15 Prozentpunkten zum Vorjahr! Von schwächeren Preisen berichteten aktuell hingegen nur 5 % der Melder. Es wird erwartet, dass diese Entwicklungen bald an Schwellenpreise stoßen. Ob diese überwunden werden bleibt fraglich und lässt die Betriebsleiter in eine unsichere Zukunft blicken.

Wieder mehr Klassiker im Sortiment?

Nachdem die Produktionsmengen an Beet- & Balkonpflanzen im Jahr 2021 ausgeweitet werden sollten, wird es in der Summe wohl etwas weniger Beet-& Balkonpflanzen aus Deutschland geben. Insgesamt sollen im Jahr 2022 ein Prozent weniger Frühjahrsware produziert werden.

Von den großen Klassikern wie Pelargonien und Violen soll es hingegen wieder mehr geben, nachdem sich viele Gärtner in der jüngeren Vergangenheit auf andere Arten fokussiert hatten. Es bleibt abzuwarten, ob der ausländische Trend zu „Vintage-Pflanzen“ im Innenbereich auch im deutschen B&B-Segment zutage treten wird. Bei zwei der Klassiker am Markt steht der Kurs jedenfalls auf Wachstum.

Aber auch die Zimmerpflanzenproduktion steht nicht still, auch wenn dies in Deutschland nach wie vor ein Fall für Spezialisten ist. Zumindest aber ist sowohl bei den blühenden als auch grünen Zimmerpflanzen eine Produktionsausweitung vorgesehen. Beim aktuellen Marktwachstum dieser Segmente wird hier sicherlich auf das richtige Pferd gesetzt, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

Die Schnittpflanzenproduzenten zeigten sich in diesem Jahr zufrieden. An der Anbaufläche soll nahezu keine Veränderung stattfinden, wobei durch die steigenden Kosten eine Umstellung auf Kalthausproduktion sicherlich für viele Betriebe in Perspektive rückt. (Quelle AMI – Britta Tröster)

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Zierpflanzen 2021: 15 % weniger Betriebe in Deutschland als 2017

In Deutschland gibt es 2021 rund 3 120 Zierpflanzenbetriebe, die auf einer Grundfläche von insgesamt 6 270 Hektar Blumen und Zierpflanzen anbauen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist die Zahl der Zierpflanzenproduzenten im Vergleich zur letzten Zierpflanzenerhebung im Jahr 2017 um 15,0 % zurückgegangen. Die Grundfläche für den Anbau hat um 4,8 % abgenommen. Mit 1 650 Hektar befindet sich mehr als ein Viertel (26,3 %) dieser Grundfläche unter Gewächshäusern und anderen hohen begehbaren Schutzabdeckungen.

Nordrhein-Westfalen regionaler Spitzenreiter im Zierpflanzenanbau

Nordrhein-Westfalen ist 2021 mit nahezu der Hälfte der Grundfläche (46,3 % oder 2 900 Hektar) das mit Abstand bedeutendste Bundesland für den Zierpflanzenanbau. Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg verfügten zusammen mit mehr als 2 140 Hektar über weitere 34,1 % der Grundfläche. 

Stauden bei Freilandpflanzen inzwischen wichtigstes Produkt

Bei den Freilandpflanzen haben 2 200 Gartenbaubetriebe im Jahr 2021 insgesamt knapp 802 Millionen Beet- und Balkonpflanzen sowie Stauden als verkaufsfertige Pflanzen (Fertigware) erzeugt.

Das wichtigste Produkt war dabei die Staude mit gut 133 Millionen Stück. Das waren 17,9 % mehr als 2017. Die Erzeugung von Veilchen und Stiefmütterchen (Gattung Viola) liegt hingegen aktuell bei 127 Millionen Stück und ist damit um 30,5 % gegenüber 2017 gesunken. Auch der Anbau von Besenheide (Calluna) hat um 21,5 % gegenüber 2017 abgenommen und liegt nun bei knapp 91 Millionen. Es folgen Geranien (Pelargonium) mit unverändert 67 Millionen Stück.

Zimmerpflanzen: Mehr Kakteen, Grün- und Blattpflanzen

1 210 Gartenbaubetriebe haben im Jahr 2021 rund 109 Millionen Zimmerpflanzen als verkaufsfertige Pflanzen (Fertigware) produziert (+ 15,8 % gegenüber 2017). Den größten Anteil daran hatten mit gut 20 Millionen Stück weiterhin die Weihnachtssterne (+22,8 % gegenüber 2017). Es folgten Kakteen, Grün- und Blattpflanzen mit 17 Millionen Stück (+ 56,9 %), die damit annähernd wieder den Erzeugungsumfang von 2012 erreicht haben.

Schnittblumenfläche um 9,5 % gesunken

Schnittblumen wurden 2021 auf einer Anbaufläche von 2 810 Hektar erzeugt. Das waren 9,5 % weniger als im Jahr 2017. 93,3 % dieser Anbauflächen befanden sich im Freiland, 6,7 % in Gewächshäusern oder unter hohen Schutzabdeckungen.

Im Freiland dominierte der Anbau von Sommerblumen und Schnittstauden mit 790 Hektar, gefolgt von Gehölzen zum Grün-, Blüten- und Fruchtschnitt mit 410 Hektar. In Gewächshäusern sowie unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen nahmen Rosen mit knapp 83 Hektar die größte Fläche ein, vor Sommerblumen und Schnittstauden mit 25 Hektar. Die Anbaufläche bezieht im Gegensatz zur Grundfläche die Mehrfachnutzung auf der gleichen Fläche mit ein.

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IVG: Philip Testroet ist neuer Referent Gartenbau und Umwelt

Philip Testroet ist neues Teammitglied der Geschäftsstelle des Industrieverband Garten (IVG) e.V. in Düsseldorf. Er betreut arbeitsteilig mit der Rechtsanwältin Tanja Constabel in erster Linie die Mitglieder der Fachabteilung Substrate, Erden, Ausgangsstoffe, in der nahezu alle Hersteller von Blumenerden und Kultursubstraten in Deutschland organisiert sind. Darüber hinaus ist er Ansprechpartner bei allen umweltspezifischen Themenstellungen des Verbandes.

Philip Testroet ist Referent für Gartenbau und Umwelt beim IVG (Foto: IVG)

Testroet ist Diplom-Biologe und verfügt durch sein interdisziplinäres Studium über eine umfassende naturwissenschaftliche Vorbildung. Praktische Berufserfahrungen sammelte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Botanik an der Universität Bonn. Weitere Stationen waren die Landesgartenschau NRW in Bad Lippspringe 2017 sowie zuletzt die Fraktion der CDU im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Dort war er als Referent für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz tätig. Seine Hauptaufgaben lagen in der Vorbereitung von Sitzungen, Positionspapieren, Anträgen und Gesetzesinitiativen sowie der Kommunikation mit politischen Stakeholdern. Ein wesentlicher Teil dieser Arbeit bestand darin, die neuesten Entwicklungen zu beobachten und die Politikerinnen und Politiker fachlich zu beraten und zu unterstützen.

„Wir freuen uns auf eine enge und gute Zusammenarbeit und sind überzeugt, mit Philip Testroet den Richtigen für diesen Posten gefunden zu haben“, sagt Anna Hackstein, Geschäftsführerin beim IVG. Testroet folgt auf Dr. Arne Hückstädt, der den Verband Mitte des Jahres auf eigenen Wunsch verlassen hat, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen.

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Blumen- und Pflanzenbranche fordert Einhaltung der Corona-Regeln

Für mehr Rücksichtnahme und Verständnis der Kunden beim Umsetzen der vorgeschriebenen Corona-Maßnahmen im Endverkauf sprechen sich der gärtnerische Fachhandel, Floristikfachgeschäfte und ihre Zulieferer sowie Produzenten von Blumen, Pflanzen und Gehölzen aus.

In einer gemeinsamen Erklärung verweisen der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG), der Verband Deutscher Garten-Center e. V. (VDG), der Fachverband Deutscher Floristen Bundesverband e. V. (FDF), die Erzeugergenossenschaft Landgard eG, der Verband des Deutschen Blumen- Groß- und Importhandels e. V. (BGI) und der Industrieverband Garten (IVG) e. V. auf die große Herausforderung für alle Beteiligten im Zuge der Corona-Pandemie.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im gärtnerischen Fachhandel und den Floristikfachgeschäften sehen sich zunehmend Unverständnis und Aggression von Seiten einzelner Kunden bei der Durchsetzung der Abstands- und Hygieneregeln ausgesetzt, betonen die Verbände. Mit der Einführung von 2-G- bzw. 3-G-Zutrittsregeln in einigen Bundesländern wurde die Kontrolle und Durchsetzung auch dieser Regeln von der Politik auf die Unternehmen und deren Mitarbeiter übertragen.

Nur die wenigsten Betriebe können auf den Service eines Security-Unternehmens am Eingang zurückgreifen. Somit obliegt die Eingangskontrolle und die Einhaltung im Verkaufsbereich in der Regel den Mitarbeitern sowie Unternehmerinnen und Unternehmern selbst.

ZVG, VDG, FDF, Landgard, BGI und IVG erinnerten daran, dass die Branche von Beginn an umsichtig und vorausschauend mit der Pandemie und ihrer Bekämpfung umgegangen sei. Frühzeitig habe man Sicherheitskonzepte und Handlungsempfehlungen für die Betriebe entwickelt und umgesetzt, gleichermaßen zum Schutz von Kunden und Mitarbeitern. Dazu zählen Verhaltensregeln im Verkaufsraum für Kunden und Mitarbeiter, für Mitarbeiter untereinander sowie für Außenflächen und bei Dienstleistungen. Diese wurden fortlaufend angepasst.

Die gärtnerischen Produkte und Dienstleistungen ermöglichten einen wichtigen Ausgleich zu Beschränkungen in anderen Lebensbereichen und gäben auch emotionalen Halt. Das haben die vergangenen anderthalb Jahre gezeigt. Diese Funktion weiter auszuführen, sei auch dem gärtnerischen Fachhandel, Floristikfachgeschäften und ihren Zulieferern wichtiges Anliegen – unter vertretbaren Arbeitsbedingungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Unternehmerinnen und Unternehmer.

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JUMBO intensiviert die Zusammenarbeit mit hagebau

Die Schweizer Coop Genossenschaft ist zum 01.12.2021 mit ihren nun 124 Baumarkt-Standorten der hagebau Gruppe beigetreten. Coop hatte zuvor das bisherige Mitglied, die Jumbo Markt AG, vollständig übernommen. Mit der Aufnahme der Coop treibt die hagebau Gruppe die Internationalisierung erfolgreich voran und setzt ihre Wachstumsstrategie konsequent um.

In Zukunft werden 124 DIY-Märkte in der Schweiz unter der Marke JUMBO Gesellschafter der hagebau sein. (Foto: Jumbo)

„Wir freuen uns sehr, die Coop als Mitglied in der hagebau begrüßen zu können“, erklärt Jan Buck-Emden, Vorsitzender der Geschäftsführer der hagebau KG. „Genossenschaft und Kooperation – das passt einfach gut zusammen. Bei beiden steht schließlich die Gemeinschaft im Mittelpunkt.“

„Die Entscheidung der Coop zum Eintritt in die hagebau ist für unsere Gruppe von großer Bedeutung und ein wichtiges Signal in die Branche, insbesondere in der DACH-Region“, ergänzt Torsten Kreft, Geschäftsführer Category Management und Einkauf der hagebau.

Geschäftsführung und Aufsichtsrat der hagebau sind fest davon überzeugt, dass mit der Coop Genossenschaft eine Gesellschafterin aufgenommen wurde, die ideal zur hagebau passt. Seit über 150 Jahren erfolgreich am Schweizer Markt präsent, bringt das traditionsreiche Unternehmen eine große Expertise im Einzelhandel mit. Die 124 Standorte, die heute noch unter den Vertriebslinien „Coop bau+hobby“ und „Jumbo“ getrennt geführt werden, sollen innerhalb eines Jahres unter der Marke „JUMBO“ konsolidiert werden. Damit stärkt die Coop Genossenschaft ihre Position als einer der führenden Anbieter der Schweizer DIY-Branche.

„Uns ist es wichtig mit einem Partner zusammenzuarbeiten, der zu uns passt und der unsere Werte teilt. Wir sind überzeugt, dass dies bei hagebau der Fall ist. Wir sehen in der Zusammenarbeit deutliche Vorteile für die weitere Entwicklung unserer Baumarkt-Sortimente“, so Andreas Siegmann, Formatleiter Coop Bau+Hobby und Jumbo.

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