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VDG tritt Olerum Geschäftsanteile an Michael Radloff ab

Der Verband Deutscher Garten-Center tritt seine Geschäftsanteile an der VDG Service Verwaltungs GmbH, als Komplementär der „Olerum“- GmbH & Co. KG, an Michael Radloff ab. Der Verband bleibt weiterhin, neben zahlreichen namhaften Garten-Center-Unternehmen, Kommanditist der KG und bringt dadurch sein Vertrauen in eine erfolgreiche Zukunft des Webshops zum Ausdruck. Michael Radloff ist ebenfalls Kommanditist der Gesellschaft und durfte als Vorstandsmitglied des VDG den Erfolg von olerum.de begleiten.

„Wir als VDG haben schon ganz früh die Initiative ergriffen und mit Olerum Verantwortung im Sinne der Branche übernommen. Wir haben allen Garten-Centern die Möglichkeit eröffnet, am rasant entwickelnden E-Commerce teilzuhaben, ohne selbst Profi in diesem Bereich zu sein. Nach den Jahren des Aufbaus ist es unserer Meinung nach jetzt an der Zeit, die Geschicke von olerum.de an die Gesellschafter zu übergeben, die mit diesem Shop einen wirtschaftlichen Erfolg anstreben. Der VDG als Interessenverband verfolgt dieses Ziel satzungsgemäß selbst nicht“, so Martina Mensing-Meckelburg, Präsidentin des Verbandes.

Weiterhin setzt Olerum auf Kontinuität. Geschäftsführer der Gesellschaft bleibt Peter Botz, der die Verantwortung schon seit der Gründung des Shops innehält. Ihm vertraut Michael Radloff weiterhin die verantwortungsvolle Position an.

„Die Überlegung im Jahr 2011, mit Olerum einen gemeinsamen Onlineshop der Gartencenter zu installieren, war weitsichtig; der Anfang jedoch steinig und schwer. Im Jahr 2019 haben wir mit der Schließung des eigenen Lagers einen harten Schnitt gemacht. Jetzt, mehr als 2 Jahre nach der Umstrukturierung mit Green Solutions, kann resümiert werden, dass diese Entscheidung goldrichtig war. Die Aufgaben der Zukunft können nun aus eigener finanzieller Kraft umgesetzt werden“, so Peter Botz.

Michael Radloff weist auf seine Motivation hin, einen Webshop für die Branche und mit der Branche zu führen. Er hoffe, die bisherige Gesellschafterstruktur erhalten zu helfen. Der VDG wünscht dem Unternehmen und seinen Gesellschaftern den größtmöglichen Erfolg und freut sich auf eine weiterhin langfristige Zusammenarbeit.

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Gärtner Pötschkes „Gartenfuchs“ gewinnt German Innovation Award 2021

Ausgezeichnetes Gartenwerkzeug

Was bringt einen traditionsreichen Pflanzen- und Gartenfachversand dazu, selbst ein funktionelles und formschönes Gartenwerkzeug zu entwickeln? Vor allem, wenn er schon zahlreiche hochwertige Gartenhacken im Programm hat? Selbstverständlich der Anspruch, seinen Kunden nur die besten Tools zur Verfügung stellen zu wollen. Genau das war das Ziel, was Gärtner Pötschke mit dem Gartenfuchs zum Schuffeln, Hacken und Reihen ziehen sehr gut gelungen ist.

Gärtner Pötschkes „Gartenfuchs“ hat den German Innovation Award 2021 gewonnen (Foto: Gärtner Pötschke)

Formschön und leistungsstark

Für die Neuentwicklung dieses praktischen Werkzeugs wurde das Traditionsunternehmen jetzt in der Kategorie „Excellence in Business to Consumer – Gardening & Tools” mit dem German Innovation Award 2021 belohnt.

Die Auszeichnung „Winner“ attestiert dem Gartenwerkzeug mit der fuchsartigen Silhouette ein neuartiges Design, hohe Nutzerorientierung sowie eine herausragende Qualität. Ganz zu schweigen davon, dass nur das beste Holz und der beste Stahl verwendet wurden. Ein rundum gelungenes Gartenwerkzeug also, das in Zusammenarbeit mit der bekannten Traditionsschmiede Krumpholz entstanden ist.

Made in Germany

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem Anspruch an Design und Funktion genau richtig lagen. Außerdem war es uns wichtig, ein klares Bekenntnis zum Qualitätsstandard „Made in Germany“ abzugeben“ erklärt André Henseler, Geschäftsführer der Gärtner Pötschke GmbH. Dass dies eindrucksvoll gelungen ist, zeigt die aktuelle Auszeichnung.

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Sommerhitze: Viel Trinken und leichte Mahlzeiten

So können Sie gut durch heiße Sommertage kommen.

Der Hochsommer bringt heiße Tage und tropische Nächte. Durch Schwitzen kühlt sich der Körper ab, aber dabei gehen Flüssigkeit und Mineralstoffe verloren. Aus diesem Grund ist viel Trinken in diesen Tagen besonders wichtig – mindestens 1,5 Liter täglich. Bei großer Hitze und körperlicher Betätigung kann der Bedarf leicht auf 3 bis 5 Liter ansteigen.

Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme bei Sommerhitze ist wichtig. ( Foto: Hartmut910 / pixelio.de)

Trinken Sie am besten schon bevor ein Durstgefühl entsteht. Gut geeignet sind stilles Mineralwasser und Leitungswasser, das mit Gurkenscheiben, frischer Minze oder Beeren aromatisiert werden kann. Bei Fruchtsaftschorlen werden Saft und Wasser im Verhältnis 1 zu 3 gemischt. Für Abwechslung sorgen lauwarme, ungesüßte Früchte- und Kräutertees. Um sich noch mehr zu erfrischen, greifen viele zu eisgekühlten Getränken. Das kann allerdings zu Magenkrämpfen führen und die Flüssigkeitsaufnahme negativ beeinträchtigen. In vielen heißen Ländern wird traditionell warmer Tee bevorzugt.

An heißen Tagen belasten üppige Mahlzeiten den Körper noch zusätzlich. Ideal sind leichte und gut bekömmliche Gerichte – wie ein sommerlicher Salat. Blattsalate, rohes und eingelegtes Gemüse, Hülsenfrüchte wie Kichererbsen und saisonales Obst wie Äpfel, Birnen und Beeren lassen sich abwechslungsreich und immer wieder neu kombinieren. Käse, Oliven, Nüsse und Kerne, Pilze, Avocado, gebratene Hähnchenstreifen oder Garnelen können den Salat ergänzen und gehaltvoller machen. Hinzu kommen frische Kräuter wie Minze, Zitronenmelisse und Basilikum für sommerliche Aromen.

Schnell gemacht sind auch pikant gefüllte Blätterteigtaschen und italienische Antipasti wie Bruschetta aus Röstbrot mit frischen Tomaten. Eine schlichte Brotzeit kann mit Rohkost, Avocado, Räucherlachs, Eierspeisen, selbst gemachten Aufstrichen und Pesto aufgepeppt werden.

Auch eine kalte Gemüsesuppe sorgt in der Sommerhitze für Erfrischung. Dafür wird das Gemüse in Stücke geschnitten und mit weiteren Zutaten püriert. Salatgurke, Zucchini, Paprika und Tomaten haben einen hohen Wassergehalt und sind daher besonders gut geeignet. Nach dem Pürieren sollte die Suppe im Kühlschrank gut durchziehen und kräftig gewürzt werden. Für den kleinen Hunger zwischendurch bieten sich wasserreiches Obst wie Wassermelone und Pfirsiche, eine Smoothie-Bowl oder Joghurt mit frischen Früchten an. (Quelle: Heike Kreutz, bzfe)

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Inflationsrate im Juni 2021 steigt um 2,3 Prozent

Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen als Veränderung des Verbraucher­preisindex  (VPI) zum Vorjahresmonat – wird im Juni 2021 voraussichtlich +2,3 % betragen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber Mai 2021 voraussichtlich um +0,4 %.

Verbraucherpreisindex, Juni 2021:
+2,3 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
+0,4 % zum Vormonat (vorläufig)

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Juni 2021:
+2,1 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
+0,4 % zum Vormonat (vorläufig)

Die Preissteigerungen für Kraftstoffe und Haushaltsenergie von 9,4 % im Vergleich zum Vorjahr wirkten sich besonders stark aus.

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Landgard Stiftung aktiviert bundesweites Schulprojekt 2021

Mit „Unser Schulgarten“ lernen Schulkinder, wie frisches Obst, Gemüse, Blumen und Pflanzen angebaut, gepflegt und geerntet werden.

 Zahlreiche Schülerinnen und Schüler im ganzen Bundesgebiet konnten sich in diesem Jahr mit Unterstützung der Landgard Stiftung wieder den Wunsch nach einem eigenen Schulgarten erfüllen. Im Rahmen des Projekts „Unser Schulgarten“ hat die Landgard Stiftung dazu vor Kurzem zehn Schulen mit je zwei Hochbeeten, passenden Erden, Arbeitsgeräten und einer vielseitigen Mischung von verschiedenen Obst- und Gemüsesorten sowie Blumen und Kräutern ausgestattet. In begleitenden praxisorientierten Lehr- und Lernmaterialien erfahren die Kinder außerdem viel Wissenswertes über Umwelt und Ernährung.

„Nach der Corona-bedingten Zwangspause unseres Schulgarten-Projekts 2020 war es uns in diesem Jahr besonders wichtig, wieder Schulen in ganz Deutschland alles zur Verfügung zu stellen, was sie brauchen, um einen kleinen Schulgarten ins Leben zu rufen“, erläutert Dirk Bader, Vorstand der Landgard eG, beim Besuch des Schulgartens der Bischöflichen Maria-Montessori-Gesamtschule in Krefeld. „Schließlich haben die vergangenen Monate sehr deutlich gezeigt, wie wichtig für Kinder das gemeinsame Erleben und Entdecken ist. Durch die Arbeit im eigenen Schulgarten lernen sie zusammen auf spielerische Art viel über Anbau, Pflege und Ernte von frischem Obst, Gemüse, Blumen und Pflanzen und über gesunde Ernährung.“ Unterstützt wird die Landgard Stiftung bei dem Projekt „Unser Schulgarten“ auch von Partnern aus der Grünen Branche wie Gardena und Euflor.

Freuen sich gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 6 der Bischöflichen Maria-Montessori-Gesamtschule Krefeld über die Teilnahme am Projekt „Unser Schulgarten“ der Landgard Stiftung: Schulleiterin Gabriele Vogt (mittlere Reihe, links), Lehrerin Christina Steffens (mittlere Reihe, Mitte) und Landgard-Vorstand Dirk Bader (mittlere Reihe, rechts) (Foto: Landgard)

Christina Steffens, die als Lehrerin gemeinsam mit ihrer Kollegin Julia Harsch das Projekt an der Bischöflichen Maria-Montessori-Gesamtschule betreut, freut sich mit den Kindern der Jahrgangsstufe 6 sehr, dass sie als eine von zehn Schulen in diesem Jahr von der Landgard Stiftung für das Projekt „Unser Schulgarten“ ausgewählt wurden: „Bei uns kümmern sich die sechsten Klassen in ihrer Freiarbeitszeit um die Pflege der Hochbeete und sie sind total begeistert. Sie machen fleißig Fotos von der Entwicklung der Pflanzen und führen ein richtiges Gartentagebuch. Auch wenn das Programm ja eigentlich für jüngere Kinder konzipiert wurde, lieben die Mädchen und Jungen nicht nur die Gartenarbeit, sondern auch das dazu passende Lernmaterial und haben Willi Maulwurf kurzerhand zu ihrem Klassenmaskottchen erklärt.“

Seit 2017 unterstützt die Landgard Stiftung gemeinsam mit Sponsoren Schulen in ganz Deutschland dabei, eigene Schulgärten anzulegen, in denen die Kinder nach einem eigens entworfenen Anbauplan frisches Obst und Gemüse anpflanzen können. Denn auch heute ist vielen Kindern gar nicht bewusst, wo das Obst und Gemüse im Supermarkt herkommt und wie viel Arbeit in der Pflanzenproduktion überhaupt steckt. Das will die Landgard Stiftung mit dem Projekt „Unser Schulgarten“ langfristig ändern. Damit die kleinen Nachwuchsgärtner auch lange Freude beim Pflanzen, Pflegen und Ernten haben, versorgt die Landgard Stiftung Schulen, die am Projekt „Unser Schulgarten“ teilnehmen, bei Bedarf auch in den folgenden Monaten und im Folgejahr mit Ersatz oder stellt neue Sorten und Material zur Verfügung. So setzt sich die Landgard Stiftung nachhaltig für gesunde heimische grüne Produkte und den Gartenbau ein.

Unter schulgarten.landgard.de gibt es mehr Informationen zum Projekt und zum Start der Bewerbungsphase für 2022.

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Konsumklima mit höchsten Wert seit August 2020

Die Stimmung der Verbraucher hellt sich im Juni spürbar auf. Die Konjunktur- und Einkommenserwartungen legen deutlich zu, die Anschaffungsneigung verzeichnet moderate Zuwächse. So prognostiziert GfK für das Konsumklima für Juli einen Wert von -0,3 Punkten und damit 6,6 Punkte mehr als im Juni dieses Jahres (revidiert -6,9 Punkte). Das sind Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Juni 2021.

Bemerkenswert ist in diesem Monat, dass die Verbraucher sehr zuversichtlich sind, wenn es um die Entwicklung der allgemeinen Wirtschaftslage in Deutschland geht. Die Konjunkturerwartung legt nach dem sprunghaften Anstieg im Vormonat noch einmal deutlich zu. Der Indikator klettert nach einem Plus von 17,3 Punkten auf aktuell 58,4 Zähler. Dies ist der höchste Wert seit mehr als zehn Jahren. Im Februar 2011 wurde mit 59 Punkten zuletzt ein höherer Wert gemessen.

Rolf Bürkl, GfK Konsumexperte dazu: „Wir lassen den Lockdown mehr und mehr hinter uns. Stark sinkende Inzidenzen sowie signifikante Fortschritte beim Impfen erlauben immer umfangreichere Lockerungen bzw. Öffnungen. Zudem ist nun auch Urlaub wieder möglich. Dies sorgt für steigenden Optimismus, der sich auch in der besseren Konsumstimmung ausdrückt. So prognostizieren wir für das Konsumklima für Juli einen Wert von -0,3 Punkten und damit den höchsten Wert seit Sommer vergangenen Jahres. Im August 2020 wurde mit -0,2 Punkten zuletzt ein besserer Wert gemessen.“

Damit wird eine spürbare Erholung des privaten Konsums in der zweiten Jahreshälfte 2021 wahrscheinlicher. Die Binnenkonjunktur würde damit wieder einen positiven Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung leisten. Bislang wird das Wachstum in erster Linie durch die gute Exportentwicklung, speziell im Warenverkehr mit China und den USA, gestützt.

Einkommenserwartung klettert auf Vorkrisenniveau

Ähnlich der Konjunkturerwartung legt auch die Einkommenserwartung im Juni spürbar zu. Der Indikator gewinnt 14,6 Punkte hinzu und weist nun 34,1 Punkte auf. Ein besseres Niveau verzeichnete die Einkommensstimmung zuletzt im Februar 2020 mit 41,2 Zählern, also noch vor der Corona-Krise. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres beträgt das Plus 27,5 Punkte.
Die sinkenden Inzidenzzahlen erlauben nun auch Öffnungen in der Außen- und Innengastronomie. Eine Reihe von Beschäftigten werden die Kurzarbeit verlassen und verbessern damit ihre Einkommensposition. Dies wirkt belebend auf die Einkommenserwartungen.

Anschaffungsneigung mit moderaten Zuwächsen

Die Anschaffungsneigung profitiert von den spürbaren Zuwächsen der Einkommensaussichten, wenn auch wesentlich moderater. Der Indikator gewinnt 3,4 Zähler hinzu und weist aktuell 13,4 Punkte auf.

Im Gegensatz zur Einkommensstimmung sind die Verbraucher im Hinblick auf ihre Konsumneigung noch etwas vorsichtig. Trotz der Öffnungen bzw. Rücknahme von Beschränkungen sind nach wie vor eine Reihe von Branchen – vor allem im Dienstleistungsbereich – stark eingeschränkt. Dies gilt z.B. für den Veranstaltungsbereich. Zudem besteht weiter die Maskenpflicht beim Einkaufen. Dies dürfte die Freude am Einkaufserlebnis auch künftig in Grenzen halten.

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Hornbach mit weiterem Umsatzwachstum im ersten Quartal 2021/22

Hohe Kundennachfrage nach Baumarktprodukten hält an:

 

  • Konzernumsatz mit einem Plus von 6,4% über starkem Vorjahresquartal
  • Online-Umsatz steigt um mehr als 70% und überschreitet auf einer rollierenden Zwölf-Monats-Basis erstmals die Marke von 1 Milliarde Euro.
  • Bereinigtes EBIT mit 169,1 Mio. Euro nahe dem Rekordniveau des Vorjahres – langfristiger Profitabilitätstrend weiterhin deutlich höher als vor der Pandemie
  • Prognose Gesamtjahr 2021/22 präzisiert: Leichtes Umsatzwachstum und bereinigtes EBIT zwischen 290 und 326 Mio. Euro erwartet.

Der Hornbach Konzernumsatz legt im ersten Quartal 2021/22 um 6,4 % auf 1.678,1 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr zu. (Foto: Hornbach)

Die Hornbach-Gruppe (Hornbach Holding AG & Co. KGaA Konzern) hat den Umsatz im ersten Quartal 2021/22 (1. März bis 31. Mai 2021) gegenüber dem Rekordniveau des Vorjahres nochmals gesteigert. Der Konzernumsatz legte um 6,4% auf 1.678,1 Mio. Euro (Vj. 1.577,0 Mio. Euro) zu. Die Profitabilität ist im Jahresvergleich weiter signifikant höher als in den Jahren vor der Corona-Pandemie.

Das um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) erreichte im Q1 2021/22 mit 169,1 Mio. Euro beinahe den historischen Höchststand des Vorjahresquartals (172,8 Mio. Euro). Der Vorstand hat die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2021/22 präzisiert. Aufgrund der guten Entwicklung im ersten Quartal, der unvermindert hohen Kundennachfrage nach DIY- und Bau-Sortimenten sowie den derzeit sichtbaren Fortschritten in der Pandemiebekämpfung rechnet die Hornbach-Gruppe bei allen Unsicherheiten im Gesamtjahr 2021/22 mit einem leichten Umsatzwachstum und einem bereinigten EBIT zwischen 290 Mio. Euro und dem Vorjahreswert in Höhe von 326 Mio. Euro.

„Wir sind mit dem fortgesetzt starken Umsatztrend in unserem gesamten Geschäftsgebiet und insbesondere dem Wachstum im Onlinehandel inklusive Click & Collect in dem für uns wichtigen Frühjahrsquartal 2021/22 sehr zufrieden. Obwohl wir im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres nochmals stärker im Verkauf eingeschränkt waren und obendrein das Wetter über weite Strecken ungewöhnlich kalt war, haben wir den Vorjahresumsatz weiter steigern können. Die Ertragsentwicklung hat sich auf einem deutlich höheren Niveau als vor der Pandemie eingependelt. Mit einer bereinigten EBIT-Marge von 10,1% im Q1 2021/22 erzielte die Hornbach-Gruppe – nach der Rekordmarge von 11,0% vor einem Jahr – den zweithöchsten Wert in einem ersten Quartal seit Umstellung auf IFRS-Rechnungslegung vor 20 Jahren.

Ausgehend von einem starken ersten Quartal blicken wir weiterhin vorsichtig optimistisch auf das Geschäftsjahr 2021/22 und erwarten eine positive Jahres-Umsatzentwicklung leicht über Vorjahresniveau“, sagte Albrecht Hornbach, Vorstandsvorsitzender der Hornbach Management AG.

Baumärkte flächen- und währungskursbereinigt plus 4,3% – DIY-Onlinehandel plus 71%

Im größten operativen Teilkonzern Hornbach Baumarkt AG (DIY-Einzelhandel), der zum 31. Mai 2021 unverändert 163 großflächige Bau- und Gartenmärkte sowie Onlineshops in neun europäischen Ländern betreibt, stiegen die Umsätze um 5,6% auf 1.575,8 Mio. Euro (Vj. 1.492,1 Mio. Euro). Flächen- und währungskursbereinigt legten die DIY-Umsätze in den ersten drei Monaten konzernweit um 4,3% zu.

Besonders stark gewachsen sind im ersten Quartal 2021/22 die Onlinebestellungen sowie Click & Collect. Insgesamt wuchs der Onlineumsatz (inklusive Click & Collect) gegenüber dem Vorjahresquartal um 71,2% auf 375,0 Mio. Euro. Auf einer rollierenden Zwölf-Monats-Basis überschritt der Onlineumsatz damit erstmals die Marke von 1 Milliarde Euro und erreichte einen Anteil von 19,4% am Gesamtumsatz.

Die Nettoumsätze der inländischen Hornbach-Baumärkte erhöhten sich im ersten Quartal um 0,8% auf 814,9 Mio. Euro (Vj. 808,4 Mio. Euro). Obwohl die Märkte in Deutschland in Q1 2021/22 im Vergleich zum Vorjahresquartal signifikant von Corona-Auflagen betroffen waren, konnten die flächenbereinigten Umsätze mit minus 0,1% auf dem Rekord-Vorjahresniveau gehalten werden (Vj. plus 24,4%). In der Region übriges Europa, in der die DIY-Geschäftsaktivitäten der acht Länder außerhalb Deutschlands zusammengefasst werden, stiegen die Umsätze um 11,3% auf 760,9 Mio. Euro (Vj. 683,7 Mio. Euro). Der Auslandsanteil am Umsatz des Hornbach Baumarkt AG Teilkonzerns stieg somit von 45,8% auf 48,3%. Flächen- und währungskursbereinigt legten die Umsätze im übrigen Europa um 9,5% zu.

Die Umsatzentwicklung des ersten Quartals 2021/22 war durch regional unterschiedliche und im Vergleich zum Vorjahresquartal insgesamt weitreichendere Verkaufsbeschränkungen beeinflusst. In Luxemburg, Rumänien, Schweden und der Schweiz gab es keine wesentlichen Restriktionen. In den übrigen 5 Ländern des Hornbach-Geschäftsgebiets war der stationäre Verkauf an Privatkunden zeitweise nicht erlaubt bzw. nur eingeschränkt für bestimmte Sortimente – wie etwa in Gartencentern – oder nach voriger Terminvereinbarung (Click & Meet) im kompletten Markt möglich.

Der Teilkonzern Hornbach Baustoff Union GmbH (HBU), der aktuell 34 Baustoffhandlungen im Südwesten Deutschlands sowie zwei grenznahe Standorte in Frankreich (Lothringen) betreibt, steigerte die Umsätze um 20,5% auf 101,9 Mio. Euro (Vj. 84,5 Mio. Euro). Das Wachstum ist ganz wesentlich auf die stark gestiegene Nachfrage der professionellen Kunden des Bauhaupt- und -nebengewerbes nach Baumaterialien zurückzuführen, bei denen es in der Fachhandelsbranche aufgrund von Schwierigkeiten in der internationalen Warenversorgung schon zu Engpässen gekommen ist. Die HBU hat dank ihres leistungsfähigen Niederlassungsnetzes und der guten Bevorratung ihre Wettbewerbsposition im Berichtsquartal weiter gestärkt.

Bereinigtes Betriebsergebnis nur knapp unter Vorjahr

Die unvermindert hohe Kundennachfrage konnte Hornbach unter herausfordernden Rahmenbedingungen dank der Interconnected-Retail-Strategie weiterhin gut bedienen. Allerdings war das Umsatzwachstum aufgrund der Corona-Auflagen in weiten Teilen des Geschäftsgebiets mit erhöhtem Aufwand im Marktbetrieb und in der Logistik verbunden. Insbesondere der sprunghafte Anstieg von Reservieren & Abholen (Click & Collect) während der stationären Verkaufsbeschränkungen im Privatkundengeschäft erforderte einen höheren Personaleinsatz. Zudem zogen im Vergleich zum Vorjahr nochmals gestiegene Ordervolumina im Onlineshop höhere Aufwendungen für Fulfillment-Dienstleistungen (B2C-Logistik) nach sich. Ergebnisbelastend wirkten überdies normalisierte höhere Kosten für Marketing und Instandhaltungen, die im Jahr zuvor während der ersten Pandemiewelle zunächst deutlich reduziert worden waren. Das bereinigte EBIT der Hornbach-Gruppe hat sich in diesem Zusammenhang dennoch gut behauptet und ging nur relativ leicht um 2,2 % auf 169,1 Mio. Euro (Vj. 172,8 Mio. Euro) zurück. Die bereinigte EBIT-Marge lag mit 10,1% im Q1 2021/22 signifikant über dem Vergleichswert des Vor-Corona-Q1 2019/20 in Höhe von 7,2%. Das Ergebnis je Holding-Aktie belief sich auf 5,83 Euro (Vj. 6,06 Euro).

Hornbach-Gruppe präzisiert Prognose für das Geschäftsjahr 2021/22: Leichtes Umsatzwachstum und bereinigtes EBIT zwischen 290 und 326 Mio. Euro erwartet

Die am 27. Mai 2021 veröffentlichte Prognose für das Gesamtjahr 2021/22 wird präzisiert: Der Vorstand hält es für wahrscheinlich, dass sich die Umsätze in der Hornbach-Gruppe nicht zuletzt aufgrund des absehbar hohen Bedarfs an DIY- und Bauprodukten leicht besser entwickeln als im Vorjahr und in einer Bandbreite von etwa 1% bis 5% wachsen werden (Geschäftsjahr 2020/21: 5.456 Mio. Euro).

Bezüglich der Ertragsprognose geht die Hornbach-Gruppe derzeit davon aus, dass das bereinigte Konzernbetriebsergebnis (EBIT) leicht unter dem Rekordniveau des Geschäftsjahres 2020/21 in einer Bandbreite von 290 bis 326 Mio. Euro liegen wird. Angestrebt wird eine bereinigte EBIT-Marge 2021/22 in einer Bandbreite von 5,3% bis 5,7%, die somit signifikant über dem Wert des Vor-Corona-Geschäftsjahres 2019/20 (4,8%) und dem Mittelwert der letzten 20 Jahre (4,5%) liegen soll. Beim Teilkonzern Hornbach Baumarkt AG wird ein bereinigtes EBIT in der Bandbreite von 240 bis 278 Mio. Euro bzw. eine bereinigte EBIT-Marge zwischen 4,6% und 5,2% erwartet.

Kennzahlen der Hornbach-Gruppe für das 1. Quartal im Überblick

 

(in Mio. Euro soweit nicht anders angegeben)

1. Quartal 2021/22 1. Quartal 2020/21 ± in %
Nettoumsatz 1.678,1 1.577,0 6,4
davon Teilkonzern Hornbach Baumarkt AG 1.575,8 1.492,1 5,6
– Deutschland 814,9 808,4 0,8
– Übriges Europa 760,9 683,7 11,3
Flächenbereinigtes Umsatzwachstum (DIY) 4,3% 17,5%
davon Teilkonzern Hornbach Baustoff Union GmbH 101,9 84,5 20,5
Handelsspanne (in % vom Nettoumsatz) 35,5% 35,9%
EBIT 169,1 173,4 -2,5
Bereinigtes EBIT 1) 169,1 172,8 -2,2
davon Teilkonzern Hornbach Baumarkt AG 153,8 160,0 -3,9
Konzernergebnis vor Steuern 157,5 163,3 -3,5
Periodenüberschuss vor Gewinnanteilen anderer Gesellschafter 118,0 122,9 -4,0
Ergebnis je Holding-Aktie (in Euro) 5,83 6,06 -3,8
Investitionen 55,1 27,1 >100

Sonstige Kennzahlen Hornbach Holding AG & Co. KGaA Konzern

 

31. Mai 2021 28. Februar 2021 ± in %
Eigenkapital in % der Bilanzsumme 45,1% 44,2
Anzahl der Einzelhandelsfilialen 2) 163 163
Verkaufsfläche nach BHB (in Tqm) 1.921 1.918 0,2
Mitarbeiter (Anzahl) 24.243 23.279 4,1

Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. Prozentangaben sind auf Basis TEuro gerechnet.

1) bereinigt um nicht-operative Aufwendungen und Erträge

2) davon 161 Bau- und Gartenmärkte sowie zwei Bodenhaus-Fachmärkte

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ifo Geschäftsklima deutlich im Aufwärtstrend

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich erneut deutlich verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Juni auf 101,8 Punkte gestiegen, nach 99,2 Punkten im Mai. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage erheblich besser. Auch der Optimismus mit Blick auf das zweite Halbjahr nahm zu. Die deutsche Wirtschaft schüttelt die Corona-Krise ab.

 

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index gestiegen und erreichte den höchsten Wert seit April 2018. Die Unternehmen waren deutlich zufriedener mit den laufenden Geschäften. Die Erwartungen fielen etwas weniger optimistisch aus. Unter der generell sehr guten Entwicklung in den Industriebranchen ragen insbesondere der Maschinenbau und die Elektroindustrie heraus. Sorgen bereiten vielen Unternehmen die zunehmenden Engpässe bei Vorprodukten.

Im Dienstleistungsbereich machte der Geschäftsklimaindex einen deutlichen Sprung nach oben. Die Indikatoren zu Lage und Erwartungen legten merklich zu. Vor allem die Logistikbranche und die IT-Dienstleister berichteten von sehr gut laufenden Geschäften. Die Dienstleister rechnen mit markant steigenden Umsätzen, auch im krisengeplagten Gastgewerbe.

Im Handel führten die Öffnungen zu einer deutlichen Verbesserung des Geschäftsklimas. Dies war auf merklich besser laufende Geschäfte zurückzuführen. Auch die Erwartungen fielen optimistischer aus. Insbesondere im Einzelhandel war die Entwicklung steil nach oben gerichtet. Der Index zur aktuellen Lage legte so stark zu wie noch nie zuvor.

Im Bauhauptgewerbe ist der Index leicht gestiegen. Die Urteile zur aktuellen Lage blieben nahezu unverändert. Die Erwartungen legten zu, blieben aber pessimistisch. Materialknappheit ist weiterhin ein sehr großes Problem.

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Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die DIY Branche

Stellungnahme der internationalen Verbände zu den Problemen rund um die Covid-19-Pandemie hinsichtlich der wirtschaftlichen Auswirkungen auf Produktion und Logistik:

Die European DIY-Retail Association (EDRA), das Global Home Improvement Network (GHIN) und die Home Improvement Manufacturers Association (HIMA) erkennen die Auswirkungen und das außergewöhnliche Ausmaß der aktuellen weltweiten Covid-19-Epidemie und die Auswirkungen des Virus an das Leben und die Gesundheit seiner Bürger sowie für Unternehmen auf der ganzen Welt. Sie sind auch der festen Überzeugung, dass Leben und Gesundheit Vorrang vor allen wirtschaftlichen Interessen haben und immer haben werden.

Unternehmen auf der ganzen Welt sind sich der Auswirkungen von Covid-19 auf die Lieferkette bewusst und insbesondere der Volatilität der Nachfrage, die sich direkt auf die Fähigkeit aller Marktteilnehmer auswirkt, die Nachfrage zu befriedigen. Die Lieferkette ist bekanntlich gründlich gestört: Steigende Transportkosten, Verknappung von Transportkapazitäten, gestiegene Rohstoffpreise wie Stahl, Holz, Ölderivate setzen weltweit Produktionsstätten und die Warenproduktion in China unter Druck, sowie seine Fähigkeit, die globalen Märkte zu beliefern. Heute stellen die Folgen der Covid-19-Pandemie ein Risiko für Lieferketten auf der ganzen Welt dar. Daher ist es wichtig, dass alle Beteiligten in der Lieferkette zusammenarbeiten, um unsere Verbraucher weiterhin so unterbrechungsfrei wie möglich mit Produkten zu versorgen. Gleichzeitig müssen wir alle Maßnahmen ergreifen, um unsere Verbraucher und Mitarbeiter vor einer möglichen Ansteckung mit Covid-19 zu schützen.

Wir glauben, dass wir in dieser höchst unvorhersehbaren Situation alle fair und praktisch zusammenarbeiten müssen. Nur durch Zusammenarbeit und den Austausch aller möglichen Daten können wir die besten Ergebnisse erzielen, wenn wir Verbraucher auf der ganzen Welt mit lebenswichtigen Gütern versorgen.

Die Covid-19-Pandemie hat zu erheblichen Störungen in der Weltwirtschaft geführt. Die internationale Lieferkette, insbesondere aus China, ist enormen Belastungen ausgesetzt. Viele Unternehmen hatten aufgrund von Produktionsstillständen Schwierigkeiten, Komponenten oder Produkte und Waren zu erhalten, oder hatten Lieferverzögerungen. Darüber hinaus hat der Ever-Given-Vorfall im Suezkanal immer noch große Auswirkungen. Zahlreiche Unternehmen sind auf pünktliche Lieferungen angewiesen, um zeitkritische Bestellungen an Kunden zu erfüllen, und können bei Nichterfüllung mit Strafen bedroht sein. Andere Unternehmen, die aufgrund massiver Preiserhöhungen in Schwierigkeiten geraten sind, mussten ihre eigenen Preise erhöhen, um ihre normale Rentabilität zu erhalten.

Die Abhängigkeit von der Produktion aus China ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Derzeit müssen einige EU-Hersteller und -Zulieferer, deren Produktion und Auftragsabwicklung stark von China abhängig ist, bei verspäteten Lieferungen von Einzelhändlern mit Strafen rechnen. Darüber hinaus stehen in Europa ansässige Werke vor gleichen Herausforderungen, obwohl sie näher am Markt sind. Wenn Waren aus China nicht verfügbar sind, müssen Hersteller und Lieferanten alles tun, um Beschaffungsalternativen zu finden, um ihre vertraglichen Verpflichtungen mit ihren Vertragspartnern zu erfüllen und sie über Lieferengpässe oder Unterbrechungen der Lieferkette zu informieren. Ein guter Austausch von Lieferkettendaten ist ein Muss.

In diesem Zusammenhang fordern wir alle Beteiligten im Lieferkettennetzwerk auf, bei möglichen Lieferengpässen und Lieferkettenunterbrechungen in dieser schwierigsten Zeit vernünftige Lösungen zu finden und nicht sofort auf rechtliche Mittel und schnelle Vollzugsstrafen zu greifen. Gute Beratung, gegenseitiges Verständnis und eine offene Kommunikation sind der Schlüssel. Die Fähigkeit, Offenheit und Flexibilität, kurzfristig alternative Produkte anzubieten, sowie die Möglichkeit, Lieferverträge zu überprüfen, um Schwierigkeiten bei der Erfüllung bestehender vertraglicher Verpflichtungen durch Klauseln über höhere Gewalt abzudecken, können dazu beitragen, eine umfassende Versorgung der Verbraucher mit Produkten sicherzustellen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir die Risiken bei der Lieferung von Produkten nur gemeinsam reduzieren können. Konstruktive und faire Partnerschaften aller Stakeholder der Lieferkette werden dies ermöglichen und so werden wir auch weiterhin in der Lage sein, gemeinsam die Bedürfnisse der Verbraucher zu erfüllen.

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Schattenplätze im Garten bald wichtiger als die Sonnenterrasse

„Schattenplätze werden künftig wichtiger als die sonnige Terrasse“, sagt Staudengärtner und Gartenplaner Peter Janke.

Endlich Schatten! Im Frühling lechzt alles nach Sonne und Wärme, aber je höher die Temperaturanzeige klettert, desto mehr weiß man absonnige Plätze zu schätzen. Erst recht, wenn sie so dschungelartig-verwunschen gestaltet sind wie der von Eichen und Buchen beschirmte Waldgarten von Peter Janke. Der Staudengärtner und Gartenplaner hat sich auf dem Gelände seiner Gärtnerei im nordrhein-westfälischen Hilden den Traum eines weitläufigen, verschiedenste Lebensbereiche abdeckenden Gartenreichs erfüllt. Dem Schatten kommt dabei eine ganz besondere Bedeutung zu.

In guter Gesellschaft „Stauden und Gehölze gemeinsam denken“, rät Gartenplaner Peter Janke. In diesem Beispiel umspielen Filigran-Farn (gut trockenheitsverträglich!) und Funkien den Fuß eines Schlangenhaut-Ahorns. (Foto: GMH/Bettina Banse)

Geheimnisvoll und spannend, das sind Begriffe, die einem durch den Kopf schießen, wenn man in die Welt der Grüntöne eintaucht. Exotisch anmutende Riesenblätter wechseln mit filigranen Gräsern und aufsprudelnden Farnwedeln. Wie auf Hochglanz poliert spiegeln die dunkelgrünen, von dekorativen weißen Adern durchzogenen Blätter des Aronstabs das einsickernde Sonnenlicht, während nebenan blaugraue Funkien schimmern und den Eindruck erfrischender Kühle noch verstärken.

Aufgeräumt und doch naturnah

„Schattenpflanzungen aus Stauden und Gehölzen verschmelzen auf grandiose Weise formale und naturnahe Gestaltungsaspekte. Sie wirken gleichzeitig geordnet und aufgeräumt und schwelgerisch. Das finde ich fantastisch“, begeistert sich der Gartenplaner. „Obendrein sind Schattenbeete absolut anfängertauglich, denn die Pflanzen lassen sich auch ohne gestalterische Vorkenntnisse gut kombinieren.“

Das Schattendasein, das viele Gartenbereiche jahrelang im doppelten Sinne führten, wird seiner Einschätzung nach in Kürze vorbei sein. „Der Klimawandel wird die Wertschätzung für schattige Bereiche deutlich erhöhen. Die Nachfrage nach Planungen für schattige Bereiche, von Gärten bis zu Hinterhöfen, hat stark zugenommen und übersteigt mittlerweile die für Sonnenplätze.“

Trockenheit? Kein Problem!

Auch die Planung selbst hat sich verändert, berichtet der Pflanzenexperte: „Früher haben viele Planer die vorhandenen Bodenverhältnisse völlig ignoriert. Wo der Boden für bestimmte Pflanzen zu trocken war, wurde eben eine automatische Bewässerung verlegt. Das ist meiner Ansicht nach der völlig falsche Ansatz, da unökologisch, teuer und störungsanfällig. Staudengärtnereien halten Tausende von Pflanzenarten für jede nur erdenkliche Gartensituation bereit, aus diesem riesigen Fundus gilt es zu schöpfen!“

Sein Schaugarten ist für Peter Janke auch sein Beobachtungs- und Experimentierfeld: „Selbst hier, wo wir einige natürlicherweise sumpfige Bereiche haben, haben sich die Bedingungen in den vergangenen Jahren stark verändert. Die Quelle im Bruchwald schwächelt immer häufiger und ist 2018/19 auch schon ganz ausgefallen. Auf diese Entwicklungen reagieren wir, wie alle Staudengärtnereien auch, mit unserem Sortiment: Es verschiebt sich deutlich hin zu hitze- und trockenheitsverträglichen Pflanzenarten. Wer noch nach Inspirationen sucht, sollte in der örtlichen Staudengärtnerei vorbeischauen: Hier versammeln sich das gärtnerische Fachwissen und die Pflanzen der Zukunft.“

Lauschige Schattenplätze: Tipps von Peter Janke

  • Gegensätze kombinieren! Breite Blätter und filigrane Blätter. Matte und glänzende Blattoberflächen. Bodendecker und höheren Pflanzen.
  • Hitze- und trockenheitsverträgliche Arten wählen! Lassen Sie sich in der Staudengärtnerei beraten. Blütenplus nutzen! Blattschmuckstauden überzeugen auch ohne Blüten – blühen aber trotzdem! Unter den trockenheitsverträglichen Arten punkten z.B. Lilientraube (Liriope), Maiglöckchen (Convallaria), Wolfsmilch ‚Purpurea‘ (Euphorbia) und Salomonssiegel (Polygonatum).
  • Mulchen! Und zwar zweimal, denn das Material sackt in den ersten Wochen stark zusammen. Mulch zehn Zentimeter hoch aufschütten und nach drei, vier Wochen noch einmal auf zehn Zentimeter ergänzen. Hält die Feuchtigkeit im Boden und unterdrückt aufkeimendes Unkraut.
  • Hochwertiges Mulchmaterial verwenden! Gut abgelagerte Holzhäcksel, erkennbar an der dunklen Färbung. Achtung, Billigprodukte sind mitunter gefärbt, um einen gut abgelagerten Zustand vorzutäuschen.
  • Vorausschauend planen statt Nachpflanzen! Eine professionelle Gartenplanung zahlt sich aus.
  • Wasser! Das kühle Nass ist ein Seelenschmeichler. Eine schöne Wasserschale oder ein Sprudelstein mit geschlossenem Kreislauf ist ökologisch vertretbar und macht die Aufenthaltsqualität im Schatten perfekt.

Staudengärtnereien mit einem spannenden, vielfältigen Angebot für (fast) alle Lebensbereiche und hoher Beratungskompetenz finden Sie unter www.stauden.de. Die Mitgliedsbetriebe im Bund deutscher Staudengärtner (BdS) sind immer einen Besuch wert, einige haben auch Schaugärten. Viele versenden ihre Pflanzen auch und haben sehr informative Onlineshops. Keine Sorge – die Stauden werden sorgfältig verpackt und kommen vital bei den Bestellern an, bereit, sich sofort einzuwurzeln.