Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) sieht das am Sonntag vorgestellte dritte Entlastungspaket der Bundesregierung als vertane Chance an und fordert tiefgreifende Adhoc-Maßnahmen.
„Der Winter steht vor der Tür und wir brauchen jetzt schnelle und direkt wirkende Maßnahmen für die Betriebe“, drängt ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer. Die gärtnerischen Unternehmen – insbesondere der energieintensive Unterglas-Anbau – haben bereits jetzt mit massiven Kostensteigerungen zu kämpfen, die sie an die Grenze des Leistbaren bringen: „Wir appellieren daher an die Bundesregierung, eine befristete Aussetzung der CO2-Bepreisung zu beschließen“. Zudem seien für kleine und mittlere Unternehmen weitere Entlastungen wie ein befristeter Kostenzuschuss und Senkung der Energiesteuer auf Null nötig.
„Das Verschieben der nächsten Stufe des CO2-Preises im Brennstoffemissionshandel um jeweils ein Jahr bewahrt die gärtnerischen Unternehmen vor einer zusätzlichen Belastung ab Januar“, erläutert ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer. In diesem Zuge müsste auch die geplante CO2-Bepreisung von Kohle verschoben werden. An erster Stelle sollte das Ziel stehen, die Wirtschaft über den Winter zu bringen. Dazu zählt insbesondere, dass das Energiekostendämpfungsprogramm auch für Unternehmen, die nicht auf der sogenannten KUEBLL-Liste stehen, mit Hilfe erweiterter Kriterien eine Unterstützung gewährt werden soll. „Dies begrüßen wir als ersten wichtigen Schritt“, erklärt Fleischer.
Jetzt gelte es, den Kreis der betroffenen Unternehmen des Gartenbaus nicht durch restriktive Kriterien zu schmälern und diese ohne hohen administrativen Aufwand umzusetzen. Die nächste Saison muss jetzt abgesichert werden.
Erneut weist der ZVG darauf hin, dass für die Teilsektoren Unterglas-Zierpflanzenbau, Unterglas-Gemüsebau und Pilzzucht-Betriebe das Anerkennungsverfahren als beihilfeberechtigte Sektoren der Carbon-Leakage-Verordnung läuft und der ZVG hierfür das Überschreiten des Carbon-Leakage-Indikators nachgewiesen hat. Dies müsse endlich anerkannt werden.
Wenn die Blumenstadt Straelen zur Festival-City wird, dann gibt es natürlich mehr als nur 1000 gute Gründe für blühende Überraschungen! Zwei Bühnen, insgesamt 24 internationale Künstlerinnen und Künstler, angesagte Beats und friedliche Partyatmosphäre verwandelten vom 26.-27. August 2022 die Straelener Ortschaft Auwel-Holt bei der fünften Ausgabe des Festivals in die „City of Flowers“. Damit der Name auch in diesem Jahr Programm war, haben das Team von „1000 gute Gründe“ und zahlreiche Erzeugerbetriebe das Event zum Blühen gebracht. 

Die Inflationsrate in Deutschland wird im August 2022 voraussichtlich +7,9 % betragen. Gemessen wird sie als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat. Im Juli 2022 hatte die Inflationsrate bei +7,5 % gelegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber Juli 2022 voraussichtlich um 0,3 %.
Die meisten Indikatoren der Verbrauchstimmung scheinen sich in diesem Monat auf einem niedrigen Niveau zu stabilisieren. Sowohl die Konjunktur- und Einkommensaussichten verzeichnen minimale Zuwächse, während die Anschaffungsneigung nur leichte Einbußen hinnehmen muss. Überschattet wird dies allerdings vom sprunghaften Anstieg der Sparneigung, wodurch das Konsumklima insgesamt seine steile Talfahrt fortsetzt. GfK prognostiziert für das Konsumklima für September 2022 -36,5 Punkte und damit 5,6 Punkte weniger als im August dieses Jahres (revidiert -30,9). Dies sind Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für August 2022.
Keine Entspannung in Sicht: Hinsichtlich der massiven Kostensteigerungen sowie anhaltender Rohstoffengpässe, denen sich Industrie und Handel weiterhin ausgesetzt sehen, plädieren der Herstellerverband Haus & Garten (HHG) und der Industrieverband
Garten (IVG) e.V. an alle Marktbeteiligte, sich solidarisch den außergewöhnlichen Herausforderungen zu stellen. Darüber hinaus warnen die Verbände wegen der ohnehin angespannten Lage im Markt seit Pandemie und Ukrainekrieg vor deutlichen Engpässen bei der Warenversorgung – insbesondere im ersten Quartal des kommenden Jahres. Mit Blick darauf sei es unabdingbar, dass die Branche partnerschaftliche Lösungen findet. Hierzu gehören auch flexible Lieferbedingungen und auskömmliche Preise, um das wirtschaftliche Bestehen der Hersteller und so eine zuverlässige Versorgung der Konsumenten mit Bau-, Heimwerk- und Gartenbedarfsartikeln über ihre gewohnten Distributionswege zu sichern.
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist schlecht. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im August auf 88,5 Punkte gefallen, nach 88,7 Punkten im Juli. Die Unternehmen waren etwas weniger zufrieden mit den laufenden Geschäften. Der Ausblick auf die kommenden Monate blieb nahezu unverändert deutlich pessimistisch. Die Unsicherheit unter den Unternehmen bleibt hoch. Die Wirtschaftsleistung dürfte im dritten Quartal schrumpfen.