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bauMax-Gläubiger müssen 400 Mio. Euro abschreiben

BaumaxAktuell wird von unabhängigen Quellen berichtet, dass die Gläubiger der österreichischen Baumarktkette bauMax ca. 400 Mio. Euro abschreiben müssen, was ca. 40 Prozent der Schulden ausmache.

Mit diesem Schritt würden die Banken den Weg frei machen für eine Zerschlagung von bauMax und für die Übernahme von ca. zwei Drittel der Filialen durch die Baumarktkette Obi.

Am vergangenen Montag wurden die Bankengläubiger über die Details der bauMax-Zerschlagung informiert. Demnach wird Obi ab Anfang November 2015 die Betriebsführung der bauMax-Filialen übernehmen. Die Immobilien sollen Anfang Dezember 2015 an die Grazer Immobilienfirma Supernova gehen.

baumax Schuldensituation undurchsichtig

Über die exakte Schuldensituation bei bauMax liegen derzeit keine verlässlichen Informationen vor. Die 42 Gläubigerbanken sollen im April 2014 noch rund eine Milliarde Euro Forderungen gehabt haben, dabei habe es sich um 350 Mio. Euro Betriebsmittelkredite und 650 Mio. Euro besicherte Immobilienkredite gehandelt. Die Erlöse aus dem Verkauf der Kunstsammlung von bauMax-Gründer Karlheinz Essl sollen den Banken gut über 100 Mio. Euro eingebracht haben.
Weiter wurde berichtet, dass die Forderungen der bauMax-Lieferanten voll erfüllt würden. Das gelte unisono für alle bauMax-Beschäftigten sowie für die Forderungen des Finanzamtes und der Sozialversicherung.

Der letzte Stand im Übernahmescenario

Obi übernimmt in Österreich zusammen mit der Immobilienfirma Supernova 49 von 65 bauMax-Filialen. In Österreich prüft derzeit die Kartellbehörde den Obi-Deal. Die Frist dieser wettbewerbsrechtlichen Prüfung endet am 29. September 2015.

Die 40 Auslandsstandorte in Tschechien, Slowakei und Slowenien sollen zur Hälfte an OBI gehen. Die übrigen Märkte werden angeblich von dem polnischen Heimwerkerkonzern Nomi übernommen.

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