Die DHG Vertriebs- und Produktionsgesellschaft aus Wachtendonk hat zusammen mit dem Werk EIFELHOLZ über 35 Jahre Erfahrung in der Produktion von torffreien Substraten. Seit rund zwei Jahren ergänzen torffreie Substrate für den professionellen Gartenbau das Sortiment – ein Angebot, das in der Branche auf wachsendes Interesse stößt. Manuel Brey, selbst aus dem Gartenbau stammend, ist verantwortlich für die Beratung und den Vertrieb dieser Produkte für den Gartenbau.
Anmerkung Redaktion: Die DHG zählt zu den Unternehmen, die das Thema Nachhaltigkeit frühzeitig und konsequent in den Mittelpunkt ihrer Arbeit gestellt haben. Den zur IPM 2026 veröffentlichten GAWINA‑Bericht über Geschichte, Tradition und Produktsortiment der DHG finden Sie hier
Als neues Mitglied des Netzwerks Agrobusiness Niederrhein empfing DHG nun Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin des Netzwerks, sowie Marcus Trappe, Projektkoordinator des Interreg-Projekts Agropole Innovates. Gemeinsam mit Geschäftsführer Werner Berg, der Geschäftsleitung Maximilian Berg, Manuel Brey und Vertriebsleiter Antonius Münks wurden Perspektiven einer zukünftigen Zusammenarbeit erörtert.

Austausch und Kennenlernen für eine zukünftige Zusammenarbeit: v.l. Werner Berg, DHG, Marcus Trappe und Dr. Anke Schirocki von Agrobusiness Niederrhein, Maximilian Berg, Manuel Brey und Antonius Münks von DHG. (Foto: Agrobusiness Niederrhein)
DHG ist seit 25 Jahren mit eigenen Marken und als professioneller Private Label Produzent nahezu flächendeckend im Einzelhandel vertreten. Die torffreien Produkte entstehen unter anderem im firmeneigenen Kompostierwerk in der belgischen Eifel, einem der größten und modernsten Werke Europas. Der Kompost stammt aus kontrollierten Quellen, wird mehrfach umgesetzt und reift über mehrere Monate, bevor er mit Holzfasern versetzt zu Substraten verarbeitet wird.
„Qualitätssicherung hat bei uns höchste Priorität. Wenn wir diese mit nachhaltigen Produkten verbinden können, erfüllen wir unseren Anspruch an verantwortungsbewusstes Wirtschaften auf einem fortschrittlichen Niveau“, betont Geschäftsführer Werner Berg.
Die Idee, Substrate aus fein gemahlener Rinde und Holzfasern von Nadelgehölzen herzustellen, reicht bis in die 1990er-Jahre zurück. Damals suchte man eine sinnvolle Nutzung für Rinde, die anfiel, bevor man die Baumstämme aus der Eifel nach Granatsplittern durchleuchtet – Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg, die Sägewerke beschädigten. Aus dieser Notwendigkeit entstand ein Geschäftsmodell, das bis heute erfolgreich torffreie Substrate für den Endverbraucher liefert.
Die neuen torffreien Substrate für den professionellen Gartenbau werden derzeit von verschiedenen Betrieben getestet und laufen in Versuchen am Gartenbauzentrum der Landwirtschaftskammer NRW in Straelen. Erste Ergebnisse, etwa bei Callunen, fallen positiv aus. „Die Gärtner am Niederrhein kennen sich. Gute Ergebnisse sprechen sich schnell herum – da braucht es kaum zusätzliche Werbung“, sagt Manuel Brey. Er sieht großes Potenzial, auch im Hinblick auf die künftig verpflichtenden CO₂-Bilanzen der Betriebe.
Neben Substraten zählt auch Grillkohle zu den wichtigen Produkten des Unternehmens. Sie wird aus Buschholz aus der namibischen Steppe gewonnen – ein nachhaltiger Ansatz, denn übermäßig wuchernde Akazienbüsche über große Areale verdrängen Weideflächen und senken den Grundwasserspiegel.
„Wo diese Büsche mit ihren langen Dornen wachsen, geht kein Weidetier mehr hin. Diese Büsche zu entfernen ist ökologisch notwendig – und das Holz wird vor Ort zu hochwertiger Holzkohle verarbeitet“, erklärt Werner Berg. Die gesamte Wertschöpfungskette bleibt dabei im Land, so sind 3200 Menschen in Namibia in der Holzkohleproduktion bei den Produktionspartnern beschäftigt.
Für den Herbst ist eine erste gemeinsame Veranstaltung mit Agrobusiness Niederrhein geplant.
„Wir möchten unseren Mitgliedern die Möglichkeit geben, dieses spannende Unternehmen persönlich kennenzulernen“, so Dr. Anke Schirocki. Auch das Thema Fachkräftegewinnung soll in der künftigen Zusammenarbeit eine wichtige Rolle spielen, ergänzt Marcus Trappe.
Die Firma DHG Vertriebs- und Consultinggesellschaft GmbH aus Wachtendonk am Niederrhein ist ein Unternehmen, welches sich mit der Produktion und dem Vertrieb von nachhaltigen Substraten und Brennstoffen einen guten Namen gemacht hat. Das Unternehmen wurde im Jahr 2000 in Kempen am Niederrhein gegründet, zunächst mit dem Ziel, die
Rindenprodukte der Eifelholz AG unter dem Markennamen Eifelhum, aber auch unter diversen Eigenmarken verschiedener Kunden zu vertreiben.



produziert, ist seit 2019 offizieller Kooperationspartner des WWF Deutschland, Teil der internationalen Umweltschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF).
Um weitere Informationen zu erhalten, besuchen Sie doch einfach den Messestand der DHG während der IPM in Essen und lassen sich dort über die interessanten Möglichkeiten welche Ihnen dieses Unternehmen bieten kann, informieren.
Neue Lager- und Büroflächen bilden den Grundstein für weiteres Wachstum der DHG.
DHG Bauvorhaben im Industriegebiet Wachtendonk, Meerendonkerstrasse 3 C am Niederrhein (Foto: DHG-Kempen)
Die DHG Vertriebs- & Consultinggesellschaft mbH in Kempen am Niederrhein engagiert sich seit vielen Jahren für Nachhaltigkeit, ökologische Produkte und transparente Lieferketten.
Die Bioterra Erdenlinie stellt unter Beweis, dass auch Premium-Blumenerden gänzlich ohne Torf zu produzieren sind. Damit werden Moore geschont. Bioterra besteht aus überwiegend regionalen, nachwachsenden Rohstoffen. Allen voran die selbst produzierte Holzfaser Fiohta, die zur CO2-Reduktion des Produktes beiträgt. Zudem ist Bioterra Bio-zertifiziert und ihre Verpackung, die überwiegend aus post-consumer Recycling Kunststoffen besteht, trägt den Blauen Engel. (Fotos: DHG)
Nambuko Holzkohle wird in Namibia hergestellt und abgefüllt. Grundlage für die Holzkohle ist Holz von wild wuchernden, invasiven Büschen, die sich auf Kosten anderer Pflanzenarten, insbesondere Gräsern, übermäßig ausbreiten und somit die Artenvielfalt einschränken und die Tragfähigkeit von Weideland reduzieren. Die Verbuschung birgt gleichzeitig Potenziale, denn das Buschholz eignet sich sehr gut für die Produktion von qualitativ hochwertiger, FSC zertifizierter Holzkohle. Aus diesem Grund soll gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) eine nachhaltige und transparente Produktions- und Lieferkette für Holzkohle und Briketts in Namibia weiter ausgebaut werden.
Der Großteil der von der DHG Vertriebs- und Consultinges. mbH, Kempen angebotenen Holzkohle, die unter der Marke Flammenco® vertrieben wird, stammt aus Namibia.
Die namibische Holzkohle der DHG wird ausschließlich auf der Basis von aggressiven, invasiven Holzarten (invader bushes) hergestellt. Mit der Entbuschung und anschließenden Holzkohleherstellung trägt DHG dazu bei, die weitere Verbuschung zu verringern. Die Flächen werden dadurch in ihren Ausgangszustand zurückversetzt. Das Ziel der Wiederherstellung ist eine Savannenlandschaft, die Wildtieren aber auch Farmern eine Perspektive bietet.