Deutsche lieben Blumensträuße: In keinem europäischen Land werden so viele verschenkt wie hierzulande. Doch nicht immer können sich Blumenfreunde sicher sein, dass die Pflanzen auch nachhaltig und fair angebaut wurden – außer sie kaufen Freilandware aus deutscher Produktion. „Was die Nachhaltigkeit angeht, sind unsere Sommerschnittblumen nicht zu toppen“, sagt Hans-Peter Heinen, Gärtner aus Willich bei Düsseldorf.
Bartnelken bringen den Sommer ins Haus: An ihren intensiven Blütenfarben lassen sich Schnittblumen aus dem deutschen Freilandanbau leicht erkennen. (Bild: GMH/LVR)
Freilandanbau schont Ressourcen
Für den Anbau in Deutschland gelten strenge gesetzliche Bestimmungen zu Pflanzenschutz und Arbeitsrecht. Fairer als Sommerschnittblumen aus heimischer Produktion kann kein Blumenstrauß sein. „Selbstverständlich behandeln deutsche Gärtner ihre Mitarbeiter gut und achten auf den Umweltschutz“, sagt Heinen. Der Einsatz von Stärkungsmitteln sorgt für kräftige, gesunde Pflanzen mit weniger Schädlingsbefall und Pilzkrankheiten. Spritzmittel werden daher häufig gar nicht gebraucht. „Wir arbeiten zudem ressourcenschonend und düngen nicht mehr als unbedingt nötig“, sagt Johannes Frauenrath, Gärtner aus Erkelenz.
Regionale Vermarktung spart die Verpackung
Regelmäßige Bodenanalysen helfen dabei, die richtige Nährstoffmenge zu ermitteln. Außerdem wird auf deutschen Blumenfeldern häufig organischer Dünger verwendet, und Wildkräuter werden mit Hilfe von Biofolien unterdrückt, die später im Boden verrotten. Moderne Bewässerungstechnik auf den Feldern hilft zudem dabei, Wasser zu sparen. „Ein weiterer großer Vorteil ist die regionale Vermarktung“, betont Frauenrath.
Die Blumen müssen nicht aufwändig für den Transport verpackt werden, sondern können in Mehrwegbehältern an den Handel weiter gereicht werden. Das spart Verpackungsmaterial und erzeugt weniger Müll. Hinzu kommen der geringe Energieaufwand durch den Anbau im Freiland und die kurzen Wege. Am Mittag geschnitten, stehen Sommerschnittblumen bereits am nächsten Morgen frisch zum Kauf bereit.
Blütenfarben sind kräftiger
Saison haben derzeit Bartnelken (Dianthus), Glockenblumen (Campanula), Levkojen (Matthiola), Frauenmantel (Alchemilla) und Kamille (Matricaria). Später im Jahr kommen unter anderem Sommerastern (Callistephus), Dahlien (Dahlia), Johanniskraut (Hypericum), Goldruten (Solidago) und Chrysanthemen (Chrysanthemum) hinzu.
Erhältlich ist die Freilandware etwa von Mitte April bis Mitte November. Die Blütenstängel und Blätter sind kompakter, die Pflanzen haben einen stabileren Wuchs als Gewächshausware. Ein herausragendes Merkmal der deutschen Sommerschnittblumen sind die kräftig-leuchtenden Blütenfarben, verursacht durch die intensivere Sonneinstrahlung.
Kaufen, was Saison hat
Es ist nicht immer ganz einfach, Sommerschnittblumen aus deutschem Anbau zu erkennen. Wer direkt beim Gärtner kauft, ist auf der sicheren Seite. Ansonsten empfiehlt es sich, Blumen auszuwählen, die zurzeit Saison haben. Was im Garten oder Park gerade blüht, ist auch auf den Feldern der Gärtner erntereif. Und bereitet in der Blumenvase lange und mit gutem Gewissen Freude.
Bald ist es wieder soweit. Vom 9. bis zum 12. Juni zeigen in den Regionen Aalsmeer (NL), Westland (NL) und Rheinland-Westfalen (D) 49 Zierpflanzenzüchter Kultivateuren sowie Groß- und Einzelhändlern aus aller Welt ihre jüngsten Innovationen und aktuellsten Entwicklungen für den Topf-, Beet- und Balkonpflanzenmarkt der Zukunft. Alle Ausstellungsorte sind an diesen Tagen von 8:00 bis 17:00 Uhr für Besucher geöffnet, am Donnerstagabend auch bis 21:00 Uhr.

Mit seinen langen Blütentrauben gehört der Blauregen zu den attraktiven Klettergehölzen, die auf kleinstem Raum für viel Atmosphäre sorgen und über die Jahre immer schöner werden. (Bild:GMH/GBV)
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