OBI hatte in den vergangenen Jahren insgesamt 27 Niederlassungen in Russland in Betrieb genommen. Mehrere Medien berichteten nun, dass alle Filialen zusammen für 600 Rubel (ca. 10,00 Euro) an einen russischen Investor verkauft worden seien.
Der russische Investor Josef Liokumowitsch hatte Mitte August in einem Presseinterview mitgeteilt, dass er einen Anteil von 60 Prozent am Russland-Geschäft des zur Tengelmann-Gruppe gehörenden Konzerns übernommen hat. Es ist nicht bekannt, wer die verbliebenen 40 Prozent Anteile übernommen hat. „Obi“ als Markenname darf in Russland nicht mehr verwendet werden.
Der symbolische Kaufpreis von ca. 10 Euro sei zustande gekommen, weil der Investor angeblich Schulden in Höhe von ca. 30 Millionen Euro ausgeglichen haben soll, welcher der Konzern in Russland mutmaßlich aufgebaut hatte.
Die deutsche OBI-Konzernleitung hatte sich im März 2022 als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine dazu entschlossen die 27 OBI Niederlassungen dauerhaft zu schließen.
Die Betrachtung des 1. Halbjahres bleibt für die Bau- und Gartenfachmärkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz diffizil. Eigentlich sollte nach dem schon prognostizierten Quasi- Ende der Pandemie ab dem Frühjahr wieder mehr Handels-Normalität in die Märkte einziehen – doch weltweit nach wie vor hohe Fallzahlen behindern Produktion und Lieferketten weiterhin und der furchtbare Krieg gegen die Ukraine sorgt nicht nur für weitere Störungen in der Lieferkette, sondern treibt neben der Verunsicherung der Verbraucher auch Inflation und Preise in fast jedem Bereich. 

Ungewisse Aussichten
Die Inflationsrate in Deutschland − gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – lag im Juli 2022 bei +7,5 %. Die Inflationsrate hat sich damit erneut leicht abgeschwächt, verweilt aber auf hohem Niveau deutlich oberhalb von 7 %. Im Juni 2022 hatte die Inflationsrate bei +7,6 % gelegen, im Mai bei +7,9 %. 
