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Heinrich Hiep nach 12-jähriger Amtszeit verabschiedet

ZVGVerdienste mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt

Am 6. November schied Heinrich Hiep aus Kevelaer satzungsgemäß aus seinem Amt als Präsident im Landesverband Gartenbau Rheinland e. V. (LVR) aus. Seine Nachfolgerin Eva Theuerkauf ernannte ihn zum Ehrenmitglied des Landesverbandes und würdigte ihn mit der Ehrenmedaille des LVR für seine hervorragenden Verdienste zum Wohl des Berufsstandes.

Hiep hat sich in seiner Amtszeit auf vielfältige Weise für die Gärtnerinnen und Gärtner eingesetzt. So hat er früh die Herausforderungen für die Gartenbaubetriebe im Umweltschutz, insbesondere im Wasserschutz, erkannt und sich für praktikable Lösungen bei der Umsetzung stark gemacht. Darüber hinaus hat er unter anderem die Initiative Agrobusiness Niederrhein mit aus der Taufe gehoben, die berufsständische Nachwuchsförderung aufgebaut und das Rheinland auf der Floriade in sehr erfolgreich vertreten.

Die Internationale Pflanzenmesse in Essen konnte mit ihm und dem Landesverband Gartenbau Westfalen-Lippe e. V. sowie der Messe Essen zur Weltleitmesse des Gartenbaus weiterentwickelt werden. Außerdem ist sein Engagement für den Gartenbau in verschiedenen Gremien der Vermarktung hervorzuheben.

ZVG_Ehrung_hiep_mertz_pd41_2014Jürgen Mertz (links), Präsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), und Gabriele Harring (rechts), Geschäftsführerin des Bundesverbandes Zierpflanzen (BVZ), verliehen die Ehrenmedaille des ZVG in Gold an Heinrich Hiep. Sie dankten auch Hieps Ehefrau Marianne mit einem Blumenstrauß. Foto: LVR

Im Rahmen einer Festveranstaltung in Geldern würdigte Horst Becker, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW, stellvertretend für NRW-Umweltminister Johannes Remmel, Hiep in seiner Rede.Er betonte, dass Hiep nie vor schwierigen Themen zurückgeschreckt sei, auch nicht, wenn diese bei den Mitgliedern durchaus strittig diskutiert wurden.

Für seine hervorragenden Verdienste um den Gartenbau und seine langjährige, engagierte Arbeit überreichte Jürgen Mertz, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG) zusammen mit Gabriele Harring, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Zierpflanzen (BVZ), die Ehrenmedaille des ZVG in Gold an Hiep. „Heinrich Hiep ist konstruktiv, engagiert,kritisch, souverän und immer loyal“, so Mertz in seiner Laudatio.

„Grenzübergreifendes Denken und europäisches Handeln waren Dir immer ein Anliegen und Du hast Dich stets mit einem langen Atem in viele Themen eingebracht.“ Als Beispiele nannte Mertz die Diskussion um den reduzierten Mehrwertsteuersatz, den Wegfall des Absatzfondsgesetzes und in der Reaktion des ZVG die Gründung des Grünen Medienhauses, die Etablierung einer Dependance des ZVG in Brüssel oder die Installation eines Runden Tisches für das Projekt Inwertsetzung.

„Für all‘ das danke ich Dir ganz ausdrücklich. Danke auch, dass Du die wichtige Funktion des BVZ im Vorstand des ZVG weiter ausfüllst und mir als Partner auch in den nächsten Monaten zu 100 Prozent zur Verfügung stehen wirst.“

Als Dank für sein Mitwirken in den Gremien der Landwirtschaftskammer NRW und vor allem als Symbol der Wertschätzung seiner Leistungen für die Gärtner in Nordrhein-Westfalen, überreichte Johannes Frizen, Präsident der Landwirtschaftskammer NRW, die Goldene Kammerplakette. Frizen hob in seiner Rede die langjährige gute Zusammenarbeit zwischen Hiep und der Landwirtschaftskammer hervor und wünschte ihm für die Zukunft alles Gute.

Auch Eva Theuerkauf dankte Hiep für dessen ehrenamtlichen Einsatz und den nachhaltigen Ausbau Nordrhein-Westfalens zum bedeutendsten Gartenbaustandort Deutschlands. „Ich glaube, es war Deine Überzeugung, die Probleme und die Interessen des Gartenbaus immer im gesamtwirtschaftlichen Umfeld zu sehen. Du hast die Probleme realistisch eingeschätzt und direkt gehandelt. Es war Deine Fähigkeit, die Politik davon zu überzeugen, welche Belastungen der Gartenbau tragen kann. Gleichzeitig konntest Du vermitteln, wie der Gartenbau im Interesse unseres Landes vorangebracht werden kann“, so Theuerkauf in ihrer Laudatio.

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