Veiling Rhein-Maas hat im ersten Halbjahr 2024 einen Produktumsatz von 248 Mio. Euro erzielt. Das entspricht genau der Umsatzhöhe aus dem ersten Halbjahr des Vorjahres. Prägend für die ersten sechs Monate des Jahres 2024 waren vor allem gute Durchschnittspreise bei einem etwas geringeren Warenangebot.
„Angesichts der Wetterkapriolen, die vor allem das zweite Quartal wesentlich beeinflusst und sich natürlich auch auf unser Geschäft ausgewirkt haben, sind wir mit dem Produktumsatz im ersten Halbjahr zufrieden“, erklären Günther Esser und Cees Hoekstra, Geschäftsführung Veiling Rhein-Maas.

Veiling Rhein-Maas hat im ersten Halbjahr 2024 einen Umsatz von 248 Mio. Euro erzielt (Foto: Veiling Rhein-Maas)
Vermarktungssituation
Die Muttertagswoche ist bei Veiling Rhein-Maas als verkaufsstärkste Woche des zweiten Quartals insgesamt sehr zufriedenstellend verlaufen und wird wahrscheinlich die umsatzstärkste Woche des Jahres bleiben. Besonders erfreulich ist, dass dabei das Umsatz-Niveau der bisherigen Rekordwoche von Veiling Rhein-Maas zu Muttertag 2023 noch einmal übertroffen werden konnte. Über nahezu das ganze erste Halbjahr hinweg hat Veiling Rhein-Maas einen guten und stabilen Absatz bei guten Durchschnittspreisen erzielt. Der Auslöser dafür war nicht zuletzt eine spürbare Warenverknappung. So lag Veiling Rhein-Maas bei Schnittblumen im ersten Halbjahr mengenmäßig unter Vorjahr. Hauptverursacher dafür sind vor allem Tulpen, allerdings gibt es inzwischen auch bei Freilandprodukten Ausfälle. Grund dafür ist die viel zu nasse Witterung im zweiten Quartal, wegen der viele Sätze nicht vermarktungsreif wurden. Auch bei Gerbera sind die Zahlen vor allem aufgrund der Witterung deutlich zu niedrig.
Die schlechte Witterung und geringe Mengen haben sich auch auf die Versteigerung von Topfpflanzen ausgewirkt. Dank der positiven Entwicklung in den Monaten Februar und März sowie in den ersten zwei Wochen des Aprils liegt die Umsatz- und Durchschnittspreisentwicklung an der Versteigerung trotz der schwierigen Vermarktungssituation im Mai und Juni aber dennoch leicht über dem Plan. Blühende Indoor-Pflanzen konnten gut verkauft werden. Gerade im Juni verlief die Vermarktung von Outdoor-Topfpflanzen aber schleppend. Hier war die Nachfrage aufgrund der anfangs niedrigen Temperaturen und der großen Niederschlagsmengen inklusive Unwettern mit Überschwemmungen in Süddeutschland gering. Bundesweit herrschte viel zu selten Gartenwetter, was sich deutlich beim Absatz von Beet- und Balkonpflanzen zeigt. Lediglich Stauden konnten gut abverkauft werden. Eine Ursache dafür ist der in diesem Jahr extreme Schneckenfraß in den heimischen Gärten und damit das Bedürfnis der Verbraucher, Ersatzpflanzen zu kaufen.
Die Kundenbeteiligung bewegte sich im ersten Halbjahr auf dem Niveau des Vorjahres – mit einem etwas niedrigeren Anteil an Präsenzbesuchern auf der Tribüne der Versteigerung. Im Ergebnis verteilt sich die Kundenbeteiligung inzwischen je zur Hälfte auf Präsenzbesucher auf der Tribüne und Fernkaufkunden. Diese Entwicklung bestätigt den seit einigen Jahren zu beobachtenden Trend hin zu den digitalen Vermarktungskanälen Fernkauf, Uhrvorverkauf und Webshop. Der Umsatz im Uhrvorverkauf ist im ersten Halbjahr 2024 um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Dieses Umsatzplus verteilt sich gleichmäßig auf Schnittblumen und Topfpflanzen. Seit Ende Februar hat der Uhrvorverkauf von Veiling Rhein-Maas ein neues Layout, das von den Kundinnen und Kunden insgesamt positiv angenommen wird. Die Modernisierung ermöglicht die Nutzung des Uhrvorverkaufs in optimierter Darstellung auf Webshop-Basis mit vielfältigen neuen Möglichkeiten wie zum Beispiel dem Filtern, Suchen, sowie einer deutlich optimierten Anzeige der angebotenen Partien inklusive der Produktbilder.
Das Veiling Rhein-Maas Portal auf der Website, das bislang durch die Kundschaft genutzt werden konnte, wird jetzt auch um Funktionen für Anlieferer ergänzt. So wird es ab der Kalenderwoche 29 möglich sein, dass Anlieferer von Topfpflanzen ihre Anliefermeldungen über das Portal eingeben können. Weiterhin können dort zukünftig Uhrvorverkaufspreise und – falls gewünscht – Anlieferer-Mindestpreise festgelegt werden. Außerdem sind im Portal Dokumente wie z.B. Wochenabrechnungen, Tagesergebnisse und ähnliches hinterlegt, die dort angesehen oder heruntergeladen werden können.
Weiterentwicklung des Standortes und des Geschäftsmodells insgesamt
Mit der Übernahme der aktuell ungenutzten Halle N auf dem Firmengelände in Straelen-Herongen hat Veiling Rhein-Maas den Grundstein für weiteres Wachstum gelegt. „Nach der Inbetriebnahme des neuen LMC im Gebäude T markiert die Übernahme von Halle N für uns den nächsten wichtigen Schritt im Rahmen unseres strategischen Projekts ‚Standort 2025‘, mit dem wir unseren Marktplatz attraktiv für die Zukunft aufstellen“, betonen Günther Esser und Cees Hoekstra, Geschäftsführer Veiling Rhein-Maas. Mit der Halle N stehen Veiling Rhein-Maas rund 10.000 Quadratmeter zusätzliche Hallenfläche zur Verfügung, die – anders als im Falle eines Neubaus – bereits im dritten Quartal für die Versteigerung und ihre Kundinnen und Kunden genutzt werden können. Nach dem Sommer sollen unter anderem die Importabteilung und das Service Center ihre Arbeit in Halle N aufnehmen. Durch den Umzug werden an anderen Stellen Flächen frei, die neu genutzt werden können und so die Gestaltungsmöglichkeiten für Veiling Rhein-Maas erhöhen. Das schafft zusätzlichen Raum für weiteres Wachstum – für Veiling Rhein-Maas, die Kundschaft und die Anlieferer.
Der strategische Blick geht bereits jetzt weit über das Projekt „Standort 2025“ hinaus. Denn Veiling Rhein-Maas skizziert zusammen mit den beiden Muttergesellschaften Royal FloraHolland und Landgard aktuell eine strategische Zehn-Jahres-Planung. Ein wichtiger Ausgangspunkt der strategischen Planungen sind die zu erwartenden Veränderungen im Gesamtmarkt für Blumen und Pflanzen sowie weitere Veränderungen der Kund*innenanforderungen und des Konsumverhaltens der Verbraucher*innen. Im Rahmen der Zehn-Jahres-Planung beschäftigt sich Veiling Rhein-Maas bereits jetzt intensiv mit diesen denkbaren Veränderungen der Rahmenbedingungen und entwickelt Antwortansätze für die Zukunft. Das Ziel ist, positive Zukunftsaussichten für das Erfolgsmodel Veiling Rhein-Maas zu erarbeiten und umzusetzen. Dabei geht es um die kontinuierliche Weiterentwicklung von Veiling Rhein-Maas inklusive der verschiedenen Vermarktungskanäle sowie der gesamten Infrastruktur am Standort Straelen-Herongen.
Messeaktivitäten
Im Juni hat Veiling Rhein-Maas die internationale Blumenmesse IFTEX in Nairobi, die größte Messe für Blumen und Pflanzen in Afrika, besucht. Der Vertreter von Veiling Rhein-Maas hat die Messe genutzt, um Gespräche mit Lieferanten von Veiling Rhein-Maas zu führen und neue Kontakte mit Produzenten zu knüpfen. Die nächste Messeteilnahme von Veiling Rhein-Maas findet am 20. August auf der Florall im belgischen Waregem statt.
Im Zuge der Integration der Frühjahrsordertage in die IPM 2025 in der Messe Essen hat die Erzeugergenossenschaft Landgard auch das Ganzjahresprogramm ihrer Ordermessen neu strukturiert. 

Location-Wechsel auf der Weltleitmesse des Gartenbaus: Vom 28. bis 31. Januar 2025 präsentieren sich einige der Sonderschauen in anderen Hallen der Messe Essen als bisher. Aufgrund der Belegung der Halle 1A durch die Landgard-Frühlings-Ordertage wechseln die Themen-Areale, die zuvor in dieser Halle platziert waren, ihre Standorte. Das Infocenter Gartenbau befindet sich zukünftig in der Halle 4. Das IPM Discovery Center sowie die FDF World mit der Showbühne ziehen in die Halle 5.

Ein Bündnis aus Verbänden der grünen Branche hat ein Positionspapier zur nachhaltigen Bewässerung und zu grüner Infrastruktur verfasst. Damit möchten die Verbände ihre weitreichenden Bemühungen verstärken, Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Kommunen für einen schonenden Umgang mit der Ressource Wasser zu sensibilisieren und darüber aufzuklären. Um bei diesem Vorhaben die Unterstützung der Politik zu erhalten, wurde das Positionspapier am 4. Juli in Berlin an die Parlamentarische Staatssekretärin im BMUV, Dr. Bettina Hoffmann MdB, überreicht. 
Whetman Plants International (WPI) ist ein inhabergeführtes Unternehmen mit starker lokaler Verankerung und internationaler Präsenz. Seit 30 Jahren hat es sich auf die Züchtung, die Produktion und
Die hagebau blickt auf ein herausforderndes Geschäftsjahr 2023 zurück. Die Krise der Bauwirtschaft insbesondere im Wohnungsbau sowie die Konsumzurückhaltung der Endverbraucher wirkte sich aus. Der Gesamtumsatz ging um 14,5 Prozent auf 6,56 Mrd. Euro zurück. Dennoch investierte die hagebau im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr als 30 Millionen Euro in Zukunftsprojekte und ihre IT-Systemlandschaft.
Die HORNBACH Gruppe (HORNBACH Holding AG & Co. KGaA) hat im ersten Quartal 2024/25 (1. März 2024 bis 31. Mai 2024) gute Zahlen vorgelegt. Der Konzernumsatz stieg um 1,8% auf 1.805,7 Mio. EUR, wobei die guten Wetterbedingungen im März und April die anhaltende Zurückhaltung der Kunden bei Großprojekten und Spontankäufen kompensierten. Das bereinigte EBIT stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich um 33,8% auf 146,4 Mio. EUR. Diese Entwicklung war auf höhere Umsätze im März und April, eine verbesserte Handelsspanne und anhaltende Kostendisziplin zurückzuführen.