Auf dem 21. IVG Medientag Garten der am 3. März 2022 in der Koelnmesse stattfand, gab Klaus Peter Teipel, klaus peter teipel research & consulting, in seinem Vortrag „Quo vadis Gartenmarkt? Womit kann/muss die Branche nach dem Rekordjahr 2020 rechnen!“ die vorläufigen Zahlen der Grünen Branche für das Jahr 2021 bekannt.
Vor rund 130 Pressevertretern wagte Teipel zudem einen Ausblick auf 2022 und erfreute die Branche mit der Aussage: „Insgesamt unterstreicht die Entwicklung die hohe Standfestigkeit und Stabilität des Marktes, der Stellenwert von Gartenprodukten bei den Verbrauchern ist ungebrochen hoch.“ In seinem Rückblick auf das vergangene Jahr wies Teipel darauf hin, dass aufgrund der außergewöhnlichen Zuwächse im ersten Corona-Jahr die Aussichten für 2021 zu Anfang des vergangenen Jahres eher verhalten ausfielen. „Dennoch hat das Jahr die Erwartungen trotz Lockdown und einem verregneten Sommer deutlich übertroffen“, sagt Teipel.

Klaus-Peter Teipel stellte auf dem IVG Medientag die Entwicklung des Gartenmarktes in 2021 und seine Prognose für 2022 vor (Foto: IVG)
Auch spürbare Preissteigerungen haben die Nachfrage nach Gartensortimenten insgesamt nicht negativ beeinflussen können. Im Gegenteil: Mit einem Umsatzplus von 1,4 Prozent wuchs der Markt 2021 auf 21,2 Milliarden Euro (2020: 20,9 Milliarden Euro) an. Besondere Impulse kamen 2021 aus dem Segment Lebend Grün (+5,9 Prozent), während die Hartwarensegmente (-3,6 Prozent) aufgrund überdurchschnittlich hoher Verkaufszahlen in 2020 im Folgejahr Umsatzeinbußen hinnehmen mussten. Auch der biologisch[1]chemische Bedarf hat im Vergleich zum Vorjahr etwas verloren (-3,2 Prozent).

Entwicklung im Gartenmarkt 2021- Quelle: klaus peter teipel research & consulting
Positiver Ausblick in die Zukunft
Corona hat auch die Welt rund um das Thema Garten in den letzten beiden Jahren stark verändert und viele Entwicklungen beschleunigt. „Ob sich dieser ‚Gartenboom‘ auch über diese Zeit hinaus bemerkbar machen wird, bleibt abzuwarten“, so Teipel. „Vieles spricht jedoch dafür, dass der Garten auch in Zukunft einen besonderen Stellenwert einnehmen wird.“ Denn das Thema Nachhaltigkeit liegt weiter im Trend. Im Kontext von Klimaveränderung und Umweltschutzdiskussionen entdeckt damit auch die junge Generation das Thema Pflanzen und Garten für sich. In urbanen Räumen ist die Idee des Social Gardening (Klein- und Schrebergärten) weiter auf dem Vormarsch. Teipels Fazit für die Zukunft lautet: „Auf lange Sicht werden strukturelle Veränderungen den Markt prägen, doch der positive Trend wird anhalten.“

BAUHAUS baut sein Netz in Westfalen weiter aus: Am alten Standort im Dortmunder Stadtbezirk Aplerbeck eröffnet in wenigen Wochen ein Fachcentrum, das auf mehr als dreifacher Fläche deutlich mehr Auswahl und Services bietet als je zuvor. Das neue BAUHAUS beeindruckt mit über 16.000 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie einem Stadtgarten und der ersten DRIVE-IN ARENA in Dortmund. Eine Reihe von Serviceleistungen ergänzt das umfangreiche Sortiment. Bei allen Fragen stehen den Kunden 83 Fachberater zur Seite. Derzeit läuft die heiße Einrichtungsphase im neuen Fachcentrum.
Die Inflationsrate in Deutschland wird im Februar 2022 voraussichtlich +5,1 % betragen. Gemessen wird sie als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber Januar 2022 voraussichtlich um 0,9 %.
Auch für das zweite Pandemie-Jahr zeigt die aktuelle Jahresstatistik des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL): Alle wichtigen wirtschaftlichen Kennzahlen entwickelten sich im GaLaBau ein weiteres Jahr in Folge positiv.
Die Weltleitmesse des Gartenbaus IPM ESSEN findet pandemiebedingt das nächste Mal erst wieder im Januar 2023 statt. Um die lange Wartezeit zu verkürzen und der Branche dennoch eine Plattform zu bieten, gibt die zweitägige IPM Summer Edition am 13. und 14. Juni 2022 Gelegenheit zum persönlichen Austausch. 
Die Verbraucherstimmung in Deutschland zeigt im Februar 2022 ein uneinheitliches Bild. Während die Konjunkturaussichten etwas zulegen, müssen sowohl die Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung gegenüber dem Vormonat Einbußen hinnehmen. So prognostiziert GfK für das Konsumklima für März -8,1 Punkte und damit 1,4 Punkte weniger als im Februar dieses Jahres (-6,7 Punkte). Das sind Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Februar 2022.