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FloraHolland: Positive Umsatzentwicklung hält an

floraholland-LogoAuch die 11. Periode (vom 10. Oktober bis 6. November 2016) wurde mit einem positiven Umsatzergebnis abgeschlossen. Seit dem Sommer ist der Umsatz der Royal FloraHolland im Aufwind.

Die Umsatzsteigerung betrug in der 11. Periode gut 7% und lag bei 313 Millionen Euro. Dies ist der höchste Umsatz, der in der Geschichte der Royal FloraHolland jemals in der 11. Periode erzielt wurde. Das ist an sich schon bemerkenswert, noch auffälliger ist jedoch die Preisbildung. Der Durchschnittspreis aller Produkte zusammen lag bei 41,3 Cent und das ist der höchste Durchschnittspreis, der dieses Jahr in einer Periode erzielt wurde. Sogar höher als zum Valentinstag und höher als zum Muttertag.

Verursacht wird dies einerseits durch das Verhältnis zwischen Zimmerpflanzen, die einen hohen Durchschnittspreis haben, und Schnittblumen, deren Durchschnittspreis niedriger liegt. Andererseits liegt dies an der Preisbildung der Schnittblumen und dort vor allem der von Rosen, Gerbera und Hortensien, deren Durchschnittspreise einen starken Anstieg verzeichneten.

floraholland-periodendarstellungUmsatz x 1 Millionen Euro (Grafik: FloraHolland)

Das kumulierte Umsatzwachstum beträgt 5%. Zum Jahresende wird dies noch mindestens 1% einbüßen, sodass das Umsatzwachstum für 2016 irgendwo zwischen 3% und 4% liegen wird.

Zunahme des Anteils des Direkthandels 

Durch ein etwas geringeres Angebot und eine etwas stärkere Nachfrage auf dem europäischen Markt entsteht eine relative Knappheit am Markt und auch der Anteil des Direkthandels nimmt weiter zu.

Bei Schnittblumen stieg der Anteil des Direkthandels um 2 Prozentpunkte auf 30,9%. Bei den 5 Spitzenprodukten nahm vor allem der Absatz von Spray-Chrysanthemen über den Direkthandel um 5 Prozentpunkte zu. Unter den 20 Spitzenprodukten verzeichnete Zantedeschia mit einer Verdopplung des Absatzes im Direkthandel von 10% auf 20% das stärkste Wachstum.

Bei Zimmerpflanzen beobachtet man ebenfalls einen Anstieg des Absatzes im Direkthandel um 2 Prozentpunkte auf 78,6%. Hier liegen die meisten Produkte im hohen Bereich und man sieht, dass Produkte, die traditionell im Direkthandel weiter hinten lagen, wie beispielsweise Azaleen, auch immer stärker im Direkthandel verkauft werden.

Bei Gartenpflanzen stieg der Anteil des Direkthandels sogar um 6 Prozentpunkte auf 60%. Vor allem die Produkte dieser Saison wie Helleborus, Skimmien und Stiefmütterchen werden in zunehmendem Maße über den Direkthandel verkauft.

Export steigt um fast 1%

Die Exportzahlen über September von Floridata sind die letzten verfügbaren Exportzahlen. Der Export nahm im September um ca. 1% zu und entwickelte sich damit absolut parallel zur Umsatzentwicklung der Royal FloraHolland im September. Der Export nach Großbritannien war um 7% rückläufig und auch Frankreich nahm 4% weniger Produkte ab. Deutschland lag auf dem durchschnittlichen Wachstum.

Die Anstiege wurden von den kleineren Ländern wie Belgien, Polen und Österreich realisiert. Russland sinkt immer weiter weg und der Rückgang des Exports in dieses Land scheint kein Ende zu finden. Bei Schnittblumen ist der Exportwert in die Vereinigten Staaten inzwischen größer als der Exportwert nach Russland. Kumuliert liegt der Exportwert 3% über dem des Vorjahres und damit liegen das Wachstum des Exports und das Wachstum der Royal FloraHolland nicht weit auseinander.

Umsatz von Schnittblumen steigt um 8% 

Es wurden 6% weniger Stück angeliefert und der Durchschnittspreis stieg um 14%. Auffällig war der große Preisanstieg bei Gerbera von 45%. Weiterhin auffällig war die 10% geringere Stückzahl der Anlieferung von Rosen und die 45% höhere Stückzahl der Anlieferung bei Tulpen. Der Durchschnittspreis bei Tulpen sank um 13%.

Umsatz von Zimmerpflanzen steigt um 5%

Die angelieferte Stückzahl nahm um 2% zu und der durchschnittliche Preis stieg um 3%. Auffällig war der Rückgang der Anlieferung bei Phalaenopsis (-8%) und bei Alpenveilchen (-9%). Bei den meisten anderen Produkten stieg die Anlieferung. Außerdem fiel auch die Preisverbesserung von etwa 10% bei Anthurien, Kalanchoe und Hippeastrum auf. Es scheint, dass diese Produkte bei den Konsumenten immer beliebter werden.

Umsatz von Gartenpflanzen steigt um 15%

Die Anlieferung nahm um 4% zu und der durchschnittliche Preis stieg um 10%. Die Zunahme der Anlieferung wurde vor allem durch Produkte wie Helleborus, Picea und Gaultheria verursacht. Höhere Preise wurden durch Produkte wie Skimmien, Picea und Buxus erzielt.

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