Die Hornbach-Gruppe (Hornbach Holding AG & Co. KGaA Konzern) hat im ersten Quartal (Q1) 2022/23 (1. März bis 31. Mai 2022) aufgrund einer robusten Kundennachfrage ihren Umsatz gegenüber dem Rekordwert des Vorjahres weiter gesteigert. Der Konzernumsatz wuchs um 8,1% auf 1.813,4 Mio. EUR (2021/22: 1.678,1 Mio. EUR).
Der Mehrjahresvergleich bestätigt, dass die Profitabilität des Unternehmens weiterhin deutlich höher ist als in den Jahren vor der Pandemie. Das um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigte operative Ergebnis (bereinigtes EBIT) liegt im Q1 2022/23 mit 148,3 Mio. EUR zwar unter dem Rekordwert des Vorjahresquartals (169,1 Mio. EUR), aber um 53,1% signifikant über Q1 2019/20. Für das laufende Geschäftsjahr 2022/23 erwartet der Vorstand im Einklang mit der angepassten Prognose vom 13. Juni 2022 weiterhin ein leichtes Umsatzwachstum, aber einen Rückgang des bereinigten EBIT-Niveaus im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.
Kennzahlen HORNBACH Holding AG & Co. KGaA Konzern
(in Mio. Euro soweit nicht anders angegeben)
| Q1 2022/23 | Q1 2021/22 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Nettoumsatz Hornbach-Gruppe | 1.813,4 | 1.678,1 | 8,1 |
| davon Teilkonzern Hornbach Baumarkt AG | 1.705,3 | 1.575,8 | 8,2 |
| – Deutschland | 853,2 | 814,9 | 4,7 |
| – Übriges Europa | 852,1 | 760,9 | 12,0 |
| Flächenbereinigtes Umsatzwachstum (DIY) 1) | 5,3% | 4,3 % | |
| davon Teilkonzern Hornbach Baustoff Union GmbH | 108,0 | 101,9 | 6,0 |
| Rohertrag | 620,1 | 596,0 | 4,1 |
| Handelsspanne (in % vom Nettoumsatz) | 34,2% | 35,5 % | |
| EBIT | 148,6 | 169,1 | -12,2 |
| Bereinigtes EBIT 2) | 148,3 | 169,1 | -12,3 |
| Bereinigte EBIT-Marge | 8,2% | 10,1% | |
| Konzernergebnis vor Steuern | 141,2 | 157,5 | -10,3 |
| Konzernjahresüberschuss vor Gewinnanteilen anderer Gesellschafter | 106,9 | 118,0 | -9,4 |
| Ergebnis je HORNBACH-Holding-Aktie (unverwässert/verwässert in EUR) | 6,14 | 5,83 | 5,3 |
| Investitionen (CAPEX) | 52,3 | 55,1 | -5,0 |
1) Währungsbereinigt; inkl. Umsätze aller Filialen, die seit mindestens einem Jahr geöffnet sind und einschließlich Onlinehandel
2) bereinigt um nicht-operative Aufwendungen und Erträge
„Die Nachfrage nach Bau- und Heimwerkerprodukten ist nach wie vor hoch und das erste Quartal 2022/23 war für das Unternehmen ein Rekordquartal. Wir sind davon überzeugt, dass die Fokussierung der Verbraucher:innen auf ihre unmittelbare Umgebung und ihr Zuhause ein längerfristiger Trend ist, der sich fortsetzen wird. Wir wissen allerdings nicht, wie sich die anhaltende Inflation und geopolitische Unsicherheit in den kommenden Monaten auf das Konsumentenverhalten auswirken werden“, kommentiert Erich Harsch, Vorstandsvorsitzender der HORNBACH Baumarkt AG.
Bau- und Gartenmärkte mit flächenbereinigtem Wachstum von 5,3%
Der größte operative Teilkonzern Hornbach Baumarkt AG (DIY-Einzelhandel), der zum 31. Mai 2022 insgesamt 169 großflächige Bau- und Gartenmärkte sowie Online-Shops in neun europäischen Ländern betrieb, steigerte den Nettoumsatz um 8,2% auf 1.705,3 Mio. EUR (2021/22: 1.575,8 Mio. EUR). Flächen- und währungskursbereinigt wuchs der DIY-Umsatz in den ersten drei Monaten teilkonzernweit um 5,3% (2021/22: 4,3%).
Die Nettoumsätze der Hornbach-Baumärkte in Deutschland stiegen im ersten Quartal um 4,7% auf 853,2 Mio. EUR (2021/22: 814,9 Mio. EUR). Auf vergleichbarer Fläche stiegen die Umsätze um 4,4% (2021/22: minus 0,1%). Im ersten Quartal des Vorjahres 2021/22 waren die Märkte in Deutschland noch von pandemiebedingten Verkaufsbeschränkungen betroffen. Durch Teilöffnungen der Gartenbereiche und die stark genutzte Click & Collect-Option wirkten sich diese jedoch nicht wesentlich negativ aus.
Der Nettoumsatz außerhalb Deutschlands wuchs um 12,0% auf 852,1 Mio. EUR (2021/22: 760,9 Mio. EUR). Die Entwicklung im übrigen Europa war zum Teil von Nachholeffekten nach Schließungen im Vorjahr geprägt, insbesondere in den Niederlanden und in der Tschechischen Republik. In anderen Regionen lag die Entwicklung unter den sehr guten Vorjahreswerten (Österreich, Schweiz), mitunter bedingt durch ungünstige Witterungsbedingungen zu Beginn der Frühjahrssaison. Der Auslandsanteil am Umsatz des Teilkonzerns Hornbach Baumarkt AG stieg von 48,3% auf 50,0%. Auf vergleichbarer Fläche und währungsbereinigt wuchs der Umsatz im europäischen Ausland um 6,2% (2021/22: 9,5%).
Der Online-Umsatz (inkl. Click & Collect) bewegte sich auf einem deutlich höheren Niveau als vor der Pandemie und machte im Q1 2022/23 15,3% des Gesamtumsatzes des Hornbach Baumarkt Teilkonzerns aus. Im Vergleich zum Vorjahresquartal, in dem der stationäre Handel in einigen Regionen noch eingeschränkt war, wurde insbesondere Click & Collect erwartungsgemäß deutlich weniger genutzt. Die Umsätze im Direktversand bewegten sich dagegen nur leicht unter dem Vorjahr. Insgesamt sank der Online-Umsatz im Q1 2022/23 im Vergleich zum Vorjahr um 30,4% auf 261,4 Mio. EUR.
Der Teilkonzern Hornbach Baustoff Union GmbH (HBU) steigerte seinen Umsatz um 6,0% auf 108,0 Mio. EUR (2021/22: 101,9 Mio. EUR) und legte damit nach der Rekordentwicklung des Vorjahres (plus 20,5%) nochmals zu. Der Teilkonzern betreibt derzeit 35 Baustoffhandlungen im Südwesten Deutschlands (darunter einen zum 1. März 2022 erworbenen Standort in Börrstadt, Rheinland-Pfalz), sowie zwei grenznahe Standorte in Frankreich (Lothringen). Mit der Übernahme zweier Baustoffhandlungen in Saarbrücken und Saarlouis steigt die Zahl der Standorte zum 1. Juli 2022 auf insgesamt 39.
Bereinigtes EBIT deutlich über dem Niveau vor der Pandemie, aber unter dem Vorjahreswert
Das bereinigte EBIT der Hornbach-Gruppe lag mit 148,3 Mio. EUR um 53,1% über dem Niveau vor der Pandemie (2019/20: 96,9 Mio. EUR). Im Vergleich zum Rekordquartal Q1 2021/22 sank das bereinigte EBIT um 12,3%, was vor allem auf den Inflationsdruck und höhere Transport- und Logistikkosten zurückzuführen ist, welche die Handesspanne belasteten. Darüber hinaus wirkten sich gestiegene Filialkosten und die weitere Normalisierung der während der Pandemie reduzierten Marketingausgaben aus. Die bereinigte EBIT-Marge lag im Q1 2022/2023 bei 8,2% und damit 1%-Punkt höher als im Q1 2019/20 vor der Pandemie.
Das Ergebnis je Aktie stieg auf 6,14 EUR (2021/22: 5,83 EUR) infolge der höheren Beteiligung von 90,86% an der Hornbach Baumarkt AG nach dem erfolgreich abgeschlossenen Delisting-Angebot zum 28. Februar 2022.
Angepasste Prognose bestätigt: Leichtes Umsatzwachstum und niedriger zweistelliger Rückgang des bereinigten EBIT für das Geschäftsjahr 2022/23 erwartet
Am 13. Juni 2022 bestätigte die Hornbach-Gruppe ihre Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2022/23, die eine leichte Steigerung gegenüber dem Geschäftsjahr 2021/22 (5.875,0 Mio. EUR) vorsieht. Der Ergebnisausblick wurde jedoch angepasst und spiegelt nun erhöhte makroökonomische Risiken sowie ausgeprägtere und sich verfestigende Herausforderungen in Bezug auf Inflation, Lieferketten und Produktpreise im zweiten Quartal wider. Für das Gesamtjahr wird ein Rückgang des bereinigten EBIT im niedrigen zweistelligen Prozentbereich gegenüber dem Rekordwert von 362,6 Mio. EUR im GJ 2021/22 erwartet.
„Wir beobachten, dass die Einkaufs- und Logistikkosten in den letzten Wochen weiter gestiegen sind und rechnen damit, dass die Inflation auf absehbare Zeit erhöht bleiben wird. In Anbetracht dieser Entwicklungen hielten wir es für angemessen, den Ausblick anzupassen. Wir behalten die Kostenentwicklung im Blick und konzentrieren uns weiterhin auf die Umsetzung unserer organischen Wachstumsstrategie – unsere Expansionspläne und die laufenden Investitionen in Interconnected Retail werden davon nicht betroffen sein“, sagt Albrecht Hornbach, Vorstandsvorsitzender der Hornbach Management AG.
Großer Auftritt für über 2.000 trendige Grün- und Blühpflanzen in Berlin! Unter dem Motto „Green meets Glamour“ hat das Team von „1000 gute Gründe“ den roten Teppich des Deutschen Filmpreises auch in diesem Jahr in eine nachhaltige, grüne Landschaft verwandelt. In einer lebendigen Blumenwand begrüßten Ipomea, Coleus, Mühlenbeckia, Petunien und Co. die Stars der deutschen Filmszene bei ihrer Ankunft am Palais am Funkturm und bildeten zugleich die perfekte Kulisse für Pressefotos und Selfies.


Die deutschen Obstbaubetriebe erwarten in diesem Sommer eine deutlich höhere Kirschenernte als im Jahr 2021. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach einer ersten Schätzung zum Stichtag 10. Juni 2022 mitteilt, gehen die Betriebe von einer Gesamterntemenge für Süß- und Sauerkirschen von 54 700 Tonnen aus. Dies entspricht einem deutlichen Zuwachs in Höhe von 42,6 % gegenüber dem Vorjahr (38 400 Tonnen) oder 19,5 % zum Zehnjahresdurchschnitt der Jahre 2012 bis 2021 (45 800 Tonnen). 
Nach einer kurzen Verschnaufpause im Vormonat setzt die Verbraucherstimmung in Deutschland ihre Talfahrt im Juni fort. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung müssen Einbußen hinnehmen. So prognostiziert GfK für das Konsumklima für Juli -27,4 Punkte und damit 1,2 Punkte weniger als im Juni dieses Jahres (revidiert -26,2 Punkte). Dies sind Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Juni 2022.