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Orangensaft: Am besten frisch gepresst

aid LogoIm Orangensaft stecken mehr Antioxidantien als gedacht

Orangensaft, vor allem frisch gepresst, enthält zehn Mal mehr gesunde Inhaltsstoffe als angenommen. Bisherige Untersuchungen hatten nicht beachtet, dass die Substanzen teilweise erst im Darm von Mikroorganismen aufgeschlossen werden. Nun haben spanische Wissenschaftler eine neue Methode entwickelt, mit der genauere Messungen möglich sind. Sie vermuten, dass die Inhaltsstoff-Angaben vieler Nahrungsmittel überarbeitet werden müssen.

Orangen und andere Zitrusfrüchte enthalten Antioxidantien, die den Körper vor freien Sauerstoffradikalen und damit die Zellen vor Schädigungen schützen.

Antioxidantien sind chemische Verbindungen, die eine unerwünschte Oxidation anderer Substanzen gezielt verhindert. Antioxidantien haben große physiologische Bedeutung durch ihre Wirkung als Radikalfänger. Sie inaktivieren im Organismus reaktive Sauerstoffspezies (ROS), deren übermäßiges Vorkommen zu oxidativem Stress führt. Oxidativer Stress gilt als mitverantwortlich für den Alterungsprozess und wird in Zusammenhang gebracht mit der Entstehung einer Reihe von Krankheiten. (Anmerkung Redaktion – Quelle: Wikipedia)

Dazu gehören unter anderem Vitamin C, Beta-Karotin, Flavonoide und Phenole. Bislang wurde nur der Teil der Nahrung untersucht, dessen Nährstoffe im Dünndarm aufgenommen werden können. Das sind hauptsächlich die flüssigen Bestandteile. Die festen Substanzen dagegen gelangen in den Dickdarm und werden dort von Mikroorganismen zersetzt, wobei noch mehr Antioxidantien freigesetzt werden.

Mit der neu entwickelten „global antioxidant response“-Methode (GAR) haben die Wissenschaftler die Prozesse im menschlichen Verdauungssystem simuliert, um die antioxidative Wirksamkeit der Zitrussäfte möglichst vollständig bestimmen zu können.

Verschiedene Sorten Orangensaft (23), Grapefruit- (5), Mandarinen- (4) und Zitronensaft (2), aber auch der frisch gepresste Saft aus den Früchten standen auf dem Prüfstand. Die Auswertung zeigte, dass die Menge der Antioxidantien im Durchschnitt zehnmal höher ist als bisher angenommen. Zur Bestimmung der Gesamtaktivität wird als Referenzwert die Konzentration des Vitamins Trolox angegeben. Der untersuchte Orangensaft hatte nach bisherigen Methoden einen Wert von 2,3 Millimol, die vollständige Analyse kam dagegen auf 23 Millimol Trolox pro Liter.

Frisch gepresster Saft enthielt deutlich mehr Antioxidantien als kommerzielle Produkte. Die neue Methode kann helfen, die antioxidativen Effekte von Nahrungsmitteln besser abzuschätzen. (Quelle: Heike Kreutz, aid)

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