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Mittel gegen den Klimawandel wachsen auf den Feldern der Gärtner

Landgard und Landesverband Gartenbau NRW appellieren an Politik und Verbraucher

Ob tropische Hitze und monatelange Dürre, strenger Frost bis weit nach Ostern oder Tornados mitten in Deutschland – die Wetterkapriolen der letzten Monate haben mehr als deutlich gezeigt, dass der Klimawandel in Europa längst Einzug gehalten hat. Dabei wachsen effektive Hilfsmittel gegen die Auswirkungen des Klimawandels direkt auf unseren heimischen Feldern.

Das machen der Landesverband Gartenbau NRW und die Erzeugergenossenschaft Landgard deutlich und rufen Politik und Verbraucher gemeinsam auf: Bringt mit mehr Grün nachhaltige Mittel gegen die Folgen des Klimawandels in die Städte.

Eva Kähler-Theuerkauf (Präsidentin des Landesverbands Gartenbau NRW) und Armin Rehberg (Vorstandsvorsitzender der Landgard eG) appellieren an Politik und Verbraucher dem Klimawandel entgegenzuwirken. (Foto: Landgard)

„Während der letzten Hitzeperiode haben Klimakarten deutlich gezeigt, wie stark sich gerade die Städte aufheizen. Mit mehr Bäumen und grünen Frischluftachsen können Städte und Kommunen dem effektiv entgegenwirken. Gerade in NRW, dem größten deutschen Gartenbauland, kann der Gartenbau hier mit tollen Produkten, die direkt vor der Tür wachsen, wertvolle Unterstützung liefern“, betont Eva Kähler-Theuerkauf, Präsidentin des Landesverbands Gartenbau NRW. „Wichtig ist, dass der Einsatz der oft mittelständischen Familienbetriebe wertgeschätzt und honoriert wird – ob von Seiten der Verbraucher durch höhere Preise, von Städten und Kommunen durch mehr städtisches Grün oder durch politische Maßnahmen wie steuerliche Rücklagen zur Risikovorsorge. Denn klar ist: Nach der Dürre ist vor der Dürre – oder vor einem anderen Wetterphänomen wie Starkregen, Hagel oder Sturm.“

„Gerade in der aktuellen Situation geht es darum, nicht nur zu klagen, zu meckern und zu fordern, sondern zu gestalten, aktiv gemeinsam zu reagieren und zu agieren. Unsere 3.200 Mitgliedsbetriebe, davon 2.600 in Deutschland und über 1.600 Betriebe hier in der Kernregion NRW, setzen sich mit Leidenschaft gerade in witterungsbedingt schwierigen Zeiten dafür ein, tolle grüne Produkte für die Zukunft anzubauen“, so Armin Rehberg, Vorstandsvorsitzender der Landgard eG. „Die langanhaltende Trockenheit der letzten Wochen und Monate hat z. B. auf unsere Mitgliedsbetriebe und die ganze Branche teilweise verheerende Auswirkungen. Nach einer ersten Umfrage unter den Mitgliedsbetrieben sind die Folgen der aktuellen Dürre für die Betriebe vielschichtig – von einem erhöhten Produktionsaufwand durch die erforderliche Bewässerung über Kulturschäden bis hin zu Absatzproblemen. Trotzdem ist es für unsere Betriebe eine Herzensangelegenheit, Kunden und Verbrauchern auch in der kommenden Saison qualitativ hochwertige Blumen und Pflanzen sowie Obst und Gemüse aus erster Hand – gerade aus NRW – unter „Deutschland schmeckt“ und „Deutsche Gärtnerware“ anbieten zu können.“

Damit sich Kunden auch in Zukunft auf die Qualität und Frische grüner Produkte aus dem Gartenbau verlassen können, braucht es eine intakte Umwelt im Gleichgewicht – nicht nur heute oder morgen, sondern für die nächsten Generationen. Daher setzt sich die grüne Branche auf vielen Ebenen für einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen und Verantwortung für Natur und Gesellschaft ein. Themen wie Energiemanagement, verantwortungsvoller Wassereinsatz, biologischer Pflanzenschutz und Einsatz von Nützlingen sind aus dem modernen Gartenbau nicht mehr wegzudenken.

„Um dies aufrecht zu erhalten, braucht es aber manchmal auch unbürokratische aber vor allem nachhaltige Unterstützung, nicht nach dem Gießkannenprinzip, sondern zielgerichtet. Leistungen und Produkte im Gartenbau aus deutscher Produktion müssen mehr wertgeschätzt werden. Helfen auch Sie mit. Bei den aktuellen Diskussionen bzgl. Der Dürreschäden und finanziellen Soforthilfen heute und morgen, darf der Gartenbau nicht vergessen werden“, so der Appell von Armin Rehberg, Vorstandsvorsitzender der Landgard eG und Eva Kähler-Theuerkauf, Präsidentin des Landesverbandes Gartenbau NRW und damit Vertreterin des größten Landesverbandes Gartenbau in Deutschland.

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