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IVG: Gartensaison 2018 inkl. Prognose für 2019 von Klaus Peter Teipel

Der Garten verändert sich: Er wird vom „Arbeitsort“ zum „Entspannungsort“. Im Gleichschritt damit ändern sich auch die Sortimente und Vertriebswege. Konstant bleibt für den Gartenmarkt nur eines: „Wetter gut – alles gut!“

Zu diesem Fazit gelangte Klaus Peter Teipel, klaus peter teipel research & consulting, in seinem Vortrag auf dem 18. IVG Medientag Garten am 13. Februar 2019 in Köln. Der Marktexperte gab dort die vorläufigen Zahlen der Grünen Branche für 2018 bekannt und hob insbesondere den Einfluss des Wetters auf die Veränderungen des Marktes hervor.

Klaus Peter Teipel präsentierte seine Analyse zum Gartenmarkt 2018 inkl. Prognose für das Gartenjahr 2019. 
 
Das vergangene Jahr hatte es in sich. Die Grüne Branche musste mit schwierigen Witterungsbedingungen bis weit in den Herbst kämpfen. Am Anfang stand ein milder, niederschlagsreicher Winter mit eisigem Finale. Frühling, Sommer und Herbst waren durchweg zu trocken, zu warm und bescherten vielen Regionen zahlreiche Temperaturrekorde.

„Trotzdem lautet das Resümee für 2018 letztendlich: Ende gut – alles gut!“, so Teipel. Denn dank eines guten Starts und einer starken Endphase konnte mit rund 18,6 Milliarden Euro ein kleines Plus im Verhältnis zum vergangenen Jahr erwirtschaftet werden (2017: 18,4 Milliarden Euro). Insbesondere die Gartenhartware legte mit 2,8 Prozent zu. Stärkste Treiber aufgrund des warmen und trockenen Wetters waren hierbei Möbel, Gartenbewässerung, Grillen sowie Beet- und Balkonpflanzen. 

Prognose: auch 2019 stabile Entwicklung

„Angesichts des Ergebnisses für 2018, das trotz schwieriger Wetterbedingungen erzielt wurde, ist auch für 2019 von einer in der Summe weitgehend stabilen Entwicklung auszugehen“, so Teipel in seinem Vortrag. Die breit gefächerte Sortimentsstruktur im Gartenbereich sei hierfür ein wichtiger Garant – nur dadurch könnten einzelne sortimentsspezifische Ausfälle verkraftet werden.

Gartenmarkt wird ganzjährig  

Allerdings verändert sich der Gartenmarkt. „Die Zahl der sich mit aktiver Gartenarbeit beschäftigenden Personen nimmt ab“, erklärt Teipel. „Dafür gewinnt der Garten als reiner Freizeitort zunehmend an Bedeutung“. Parallel dazu wird die technische Ausstattung im Garten immer smarter, wodurch sich auch die Sortimente und Vertriebswege ändern. In der Summe dringt der Gartenmarkt zunehmend in das Konsumgütermarktfeld „Living“ ein. Dadurch verringern sich saisonale Abhängigkeiten – die Sortimente im Gartenbereich werden ganzjähriger. „Konstant bleibt für den Gartenmarkt nur eines: Wetter gut – alles gut!“, so Teipels Fazit.

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