Zum Start der neuen Weihnachtsbaumsaison blicken die Weihnachtsbaumerzeuger auf ein gutes Jahr zurück. Trotz langer Trocken- und Hitzeperioden gibt es gute Qualitäten.
Viele Traditionen verlieren im Laufe der Zeit an Wert – nicht aber der Weihnachtsbaum. Als natürliches Symbol für Familie, Geborgenheit und Ruhe steht er im Mittelpunkt vieler Weihnachtsfeste und erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. In den vergangenen Jahren wurden in Deutschland zwischen 23 und 25 Millionen Weihnachtsbäume jährlich verkauft. Hauptanbaugebiet ist mit rund 7 Mio. Weihnachtsbäumen NRW, eins der größten Anbaugebiete in Europa.
„Wir haben hier in NRW eine unschlagbar vielfältige Gärtnerregion. Der Weihnachtsbaum am Ende des Jahres ist sicherlich eins unserer emotionalsten Produkte. Tannengrün sieht nicht nur schön aus, sondern erfüllt unsere Räume mit einem wunderbaren Duft“, so Eva Kähler Theuerkauf, Präsidentin Landesverband Gartenbau NRW.

Sophia Adlberger (Weihnachtsbaumkönigin) und Friedrich Freiherr von der Leyen (Forstbetrieb Bloemersheim) freuen sich auf die kommende Weihnachtsbaumsaison ( Foto: Landesverband Gartenbau NRW e.V.)
Positiver Saisonausblick
Die Weihnachtsbaumproduzenten blicken auf ein gutes Jahr zurück. Trotz langer Trocken- und Hitzeperioden gibt es gute Qualitäten in allen Größen. „Die Preisspanne liegt voraussichtlich zwischen 21 bis 27 Euro pro laufenden Meter für eine Nordmanntanne. Wir hoffen, dass sich die Verbraucher ihr Zuhause wieder mit weihnachtlichem Grün schmücken, trotz Inflation“, so Eberhard Hennecke, Vorsitzender der Fachgruppe Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger im Landesverband Gartenbau NRW und im Bundesverband der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger.“
Nachhaltigkeit für Verbraucher immer wichtiger
Vermeidung von Plastik ist auch in der Advents- und Weihnachtszeit bei vielen Menschen immer mehr im Fokus. Das beginnt bei der Tür- und Tischdekoration, wo vermehrt Holzmaterialien in Kombination mit unterschiedlichen Pflanzen und Moosen verwendet werden. Und setzt sich mit echten Weihnachtsbäumen fort. Das sieht nicht nur natürlicher aus, es duftet wunderbar und trägt zu einer schöneren Weihnachtsatmosphäre bei. Und nach dem Weihnachtsfest können Zweige als Frostschutz für Balkon- und Gartenpflanzen wiederverwendet werden. Wer den ganzen Naturbaum verwenden will, stellt ihn nach dem Fest einfach ins Freie und nutzt ihn als natürliches Futterhäuschen. Die vielen Zweige des Baumes bieten nicht nur reichlich Platz für Ringe und Knödel, die von den Singvögeln gerne angenommen werden – an sehr kalten Tagen können sie den Tieren auch Schutz vor der Witterung geben.
Trend zur Regionalität hält weiter an
Kunden legen immer mehr Wert auf Regionalität. Inzwischen werden 25 % der Bäume direkt bei landwirtschaftlichen Betrieben gekauft. 25 % im Straßenhandel und der Rest in Supermärkten sowie in Garten- und Baumärkten. Dabei ist der beliebteste Weihnachtsbaum immer noch die Nordmanntanne, gefolgt von Blaufichte und Nobilis. Immer mehr Kunden kaufen direkt vor Ort. „Der Weihnachtsbaumdirektverkauf hat in Bloemersheim mehr als 70 Jahre Tradition. Wir verkaufen unsere frisch geschlagenen Weihnachtsbäume in großer Auswahl direkt im Wald. Familien können ihren Weihnachtsbaum auch selbst schlagen und vor Ort den beliebten Bloemersheimer Apfelpunsch, frische Waffeln und Deftiges vom Grill genießen. So weiß man, wo der Weihnachtsbaum herkommt und hat dazu einen wunderbaren Tag hier am Niederrhein,“ so Friedrich Freiherr von der Leyen, Inhaber des Forstbetriebes Bloemersheim. Auch Sophia Adlberger, seit diesem Jahr Weihnachtsbaumkönigin, freut sich über die zunehmende Wertschätzung für regional erzeugte Weihnachtsbäume: „Wir können so dem Kunden besser vermitteln wie viel Arbeit und Zeit in einem Weihnachtsbaum steckt, der für mich einfach zu einem schönen Weihnachtsfest gehört.“
Als erster Händler in Deutschland startet toom mit Fairtrade Deutschland gemeinsam ein Pilotprojekt für mehr Stecklinge mit Fairtrade-Siegel. Als Pionier möchte toom mit diesem Schritt den positiven Effekt von Fairtrade bei den Arbeitern und Arbeiterinnen der Stecklingsfarmen stärken. Dazu müssen mehr Pflanzen mit dem Fairtrade-Siegel verkauft werden und verschiedene Prozesse der Lieferkette vereinfacht werden. 

Mit dem neuen Fachcentrum in Umeå eröffnet BAUHAUS am heutigen 28. Oktober 2022 innerhalb von fünf Monaten bereits das zweite Haus in Schweden. Standort ist das nachhaltig entwickelte Areal Sandbänken im Einkaufszentrum Ersboda im gleichnamigen Stadtteil von Umeå.
Nach der turbulenten Entwicklung in den vergangenen Monaten kann sich die Verbraucherstimmung im Oktober – zumindest vorerst – stabilisieren. Während die Konjunkturerwartungen minimale Einbußen erleiden, legen sowohl die Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung zu. GfK prognostiziert für das Konsumklima für November 2022 -41,9 Punkte und damit 0,9 Punkte mehr als im Oktober dieses Jahres (revidiert -42,8). Die sind die Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Oktober 2022. 
Am 9. November findet das 13. IVG Forum Gartenmarkt im Maritim Hotel in Düsseldorf unter dem Motto „Alles auf Grün?! – Die Branche zwischen Glücksspiel und Gartenglück“ statt. Da Gregor Gysi als Keynote-Speaker terminbedingt kurzfristig absagen musste, wird Prof. Dr. Thomas de Maizière, Bundesminister a.D., seinen Part übernehmen und einen Vortrag über die Herausforderungen und Perspektiven in der aktuellen Krise halten. 
Das offizielle Partnerland der kommenden IPM ESSEN ist Großbritannien. Vom 24. bis 27. Januar 2023 wird das Königreich im Mittelpunkt der Weltleitmesse des Gartenbaus stehen. Unternehmen aus den Ausstellungsbereichen Pflanzen, Technik und Ausstattung kommen in die Messe Essen, um sich und ihre Produkte „made in UK“ auf einem Gemeinschaftsstand vorzustellen.
„Die CHA ist stolz darauf, mit den Organisatoren der IPM ESSEN zusammenzuarbeiten und dort den britischen Gartenbau 2023 zu vertreten. Als Partnerland dieser wichtigen internationalen Messe fördern wir das Fachwissen, die Vielfalt und die innovativen Technologien, die Großbritannien der Welt und dem kommerziellen Gartenbau bieten kann. Wir freuen uns auf eine sehr geschäftige Messe und darauf, das zu präsentieren, was Großbritannien am besten kann – vielen Dank für diese Gelegenheit“, sagt Pat Flynn, Trade Association Manager CHA.
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft bleibt düster. Der ifo Geschäftsklimaindex ist geringfügig gesunken, von 84,4 Punkten1 im September auf 84,3 Punkte im Oktober. Die Unternehmen waren mit ihren laufenden Geschäften weniger zufrieden. Der Ausblick besserte sich hingegen. Trotzdem blicken die Unternehmen sorgenvoll auf die nächsten Monate. Die deutsche Wirtschaft steht vor einem schweren Winter.


