Der Industrieverband Garten (IVG) e.V. hat gemeinsam mit der Gütegemeinschaft Substrate für Pflanzen (GGS) seine jährliche Datenerhebung bei den Substratherstellern zur Produktion und zum Torfeinsatz im Jahr 2022 abgeschlossen und ausgewertet. Demnach wurden im Durchschnitt nur noch 43 Prozent Torf im deutschen Markt für private Blumenerden eingesetzt. Der wichtigste Torfersatzrohstoff ist Grüngutkompost.
Der Anteil torffreier Erden am Gesamtmarkt stieg auf 22 Prozent. Die Torfminderung in Blumenerden, zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks von Substraten, konnte damit weiter fortgesetzt werden – trotz Rohstoff- und Energiekrisen. Ein Automatismus ist daraus jedoch nicht abzuleiten.

Zusammensetzung der in Deutschland hergestellten Blumenerden für den deutschen Markt. Grafik: IVG
In einem schwierigen Umfeld konnte die Branche laut der Abfrage den Einsatz von Torfersatzstoffen von 52 auf 57 Prozent steigern. Im Jahr 2022 konnten aber keine neuen Quellen für Grüngutkompost, Holzfasern und Rindenhumus erschlossen werden, sodass die Branche von einer Verlangsamung der Torfersatzquote in den Folgejahren ausgeht.
„Insgesamt führte ein geringerer Einsatz von Torf, ein geringerer Gesamtabsatz bei gleichzeitigem Anstieg der Nachfrage nach torffreier Erden zu der Steigerung der Torfersatzquote“, bilanziert Philip Testroet, Referatsleiter Gartenbau und Umwelt beim IVG, das Ergebnis. „Die Bestrebungen der Substrathersteller, vermehrt nachwachsende Rohstoffe einzusetzen und die wertvolle Ressource Torf zu schonen, machen sich demnach weiter bemerkbar.“
Zudem zeigte die Abfrage, dass das vergangene Jahr im Vergleich zu den Coronajahren, in denen viele Menschen ihre Zeit im eigenen Garten verbracht haben, bilanziell etwas zurückhaltend ausgefallen ist. Außerdem ist die allgemeine Inflation auch an den Erden nicht vorbeigegangen. Insgesamt wurden trotzdem fast fünf Millionen Kubikmeter Blumenerden in Deutschland hergestellt, wovon gut ein Fünftel in andere Länder exportiert wurde.
Richtiger Umgang mit torffreien Erden
Das Angebot an torfreduzierter und torffreier Blumenerde ist groß – laut der Abfrage liegt der Anteil torffreier Erden am Gesamtmarkt bereits bei 22 Prozent. Bei ihrer Produktion wird auf die Verwendung qualitativ hochwertiger Ersatzstoffe geachtet. Aktuelle Studien zeigen jedoch, dass die Bevölkerung wenig über die Zusammensetzung sowie die Anwendung der Blumenerden weiß. „Aufklärungsarbeit ist hier nötig“, so Testroet. Viele Konsumentinnen und Konsumenten haben jedoch nicht die Zeit und Muße sich ausgiebig mit dem Thema auseinanderzusetzen. „Unterstützung erhalten sie hier auf unserer Homepage Erden & Substrate.info. Der IVG informiert dort unter anderem über die richtige Bewässerung und Düngung bei torffreien und torfreduzierten Erden.“
Der neue Standort des hagebau-Gesellschafters Wiesinger Holding GmbH in Tumeltsham, Oberösterreich (Innkreis), bietet ab sofort das umfangreiche hagebaumarkt-Sortiment auf knapp 4.800 Quadratmetern inklusive Gartencenter an. Der Gesellschafter war der hagebau zum 1. März 2023 beigetreten.

Der Umsatz auf dem Marktplatz von Royal FloraHolland erreichte 2022 5,2 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 8 % gegenüber 2021 entspricht. Zum zweiten Mal in Folge wurde die 5-Milliarden-Marke überschritten. Und das, obwohl das vergangene Jahr für viele Erzeuger schwierig und unvorhersehbar war. Die Zahl der gehandelten Produkte ging um 7 % auf insgesamt 10,8 Milliarden zurück. Der Angebotsrückgang wurde hauptsächlich durch hohe Energiekosten für die Erzeuger verursacht. Der Durchschnittspreis war 2 % niedriger als im Jahr 2021. Dies wurde durch hohe Inflationsraten ausgeglichen.
Die Inflationsrate in Deutschland wird im März 2023 voraussichtlich +7,4 % betragen. Gemessen wird sie als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat. Nachdem die Inflationsrate im Januar und Februar 2023 jeweils bei +8,7 % gelegen hatte, fällt die Inflationsrate nun deutlich niedriger aus. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber Februar 2023 voraussichtlich um 0,8 %.
Die Verbraucherstimmung in Deutschland zeigt im März ein gemischtes Bild. Während die Einkommenserwartung ihre Erholung fortsetzt, zeigt sich die Anschaffungsneigung kaum verändert. Dagegen muss die Konjunkturerwartung nach zuvor vier Anstiegen in Folge einen ersten kleinen Rückschlag hinnehmen. GfK prognostiziert für das Konsumklima für April -29,5 Punkte und damit 1,1 Punkte mehr als im März dieses Jahres (revidiert -30,6 Punkte). Dies sind Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für März 2023.
Das Stuttgarter Züchtungsunternehmen Selecta one weist aus aktuellem Anlass auf den Markenschutz seiner Nelken hin. Insbesondere für Pink Kisses® als meistverkauftem Einzelprodukt bestehen mehrere internationale Schutzrechte für Namen, Logo und Abbildungen (z.B. Markenschutz-Registernummer 011 261 724 vom 11.03.2013). Auch für Oscar® als führender Serie (Markenschutz -Registernummer 009 239 328 vom 24.12.2010) besteht neben Sortenschutz umfangreicher Markenschutz als eingetragene internationale Marke. Diese und viele weitere geschützte Namen des Selecta Nelkensortimentes dürfen daher ausschließlich für Selecta Genetik verwendet werden. Dies gilt auch für den Einsatz entsprechender Konzepttöpfe und -Etiketten.

Die Rückbesinnung auf das heimische Umfeld hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Trend entwickelt. Der Life & Living Award rückt das eigene Zuhause als wichtigen Rückzugsort in den Fokus und wirft die Frage auf, welche Marken des häuslichen Umfelds für die größte Zufriedenheit sorgen. 
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich gebessert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im März 2023 auf 93,3 Punkte gestiegen, nach 91,1 Punkten im Februar. Dies ist der fünfte Anstieg in Folge. Treiber der Aufwärtsentwicklung waren vor allem die Erwartungen der Unternehmen. Aber auch die laufenden Geschäfte beurteilten die Firmen etwas besser. Trotz der Turbulenzen bei einigen internationalen Banken stabilisiert sich die deutsche Konjunktur.
„Es gibt etwas zu feiern!“, freut sich Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführung von Agrobusiness Niederrhein e.V. Der Verein zählt sein 100. Mitglied und dankt allen Vereinsmitgliedern für das langjährige Vertrauen. Bactiva aus Straelen ist das 100. Mitglied und zusammen wurde die eigens dafür gebackene Torte verzehrt.
Der Neustart nach schwieriger Pandemiephase war schon in greifbarer Nähe – dann sorgte der russische Angriffskrieg auf die Ukraine für drastische Veränderungen der Welt und löste eine bislang ungekannte Energiekrise und eine heftige Inflation mit Preissteigerungen teils in zweistelliger Höhe aus. Eine Entwicklung, an der auch die DIY-Branche in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht vorbeikommt. Der Vergleich der wichtigsten Kennzahlen bleibt zudem schwierig, weil die Branche (wenn auch in regional unterschiedlichen Zeiträumen) im Vorjahreszeitraum noch mit kompletten Lockdownphasen zu kämpfen hatte. Dennoch lassen sich in unruhigen Zeiten auch positive Trends aus den Zahlen herauslesen. 
Klar ist allerdings auch, dass sich dieser an sich respektable Anstieg ganz wesentlich aus den notwendigen Preissteigerungen generiert, denen sich bei der in jüngerer Geschichte beispiellosen Inflation auch die Branche nicht entziehen konnte. Obwohl gerade die Bau- und Gartenfachmärkte hier eine durchaus bremsende Wirkung erzielt haben, wie BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst betont. „Nach den Herausforderungen, die die weltweite Pandemie in der Produktions- und Lieferlogistik ausgelöst hat, haben unsere Händler ihre Läger gut gefüllt – und dies noch zu ‚normalen‘ Preisen. Unausweichliche Preisanpassungen haben den Markt also erst mit einiger Verzögerung erreicht.“
