Agrobusiness Niederrhein darf sich freuen – Ende Mai erhielt das deutsch-niederländische Interreg-Projekt mit dem Titel „Agropole Innovates“ die Genehmigung. Gemeinsam mit neun weiteren Projektpartnern wird der Verein das Projektvolumen von 3,7 Mio. Euro dafür einsetzen, die Innovationskraft des Agrobusiness zu erhöhen. Damit soll nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen dieser Branche in der Grenzregion gestärkt werden, sondern es werden auch Lösungen für unternehmerische sowie gesamtgesellschaftliche Herausforderungen entwickelt.
Neben Landwirtschaft und Gartenbau spricht dieses Projekt auch vor- und nachgelagerte Akteure der Wertschöpfungsketten pflanzlicher und tierischer Produkte sowie Behörden, öffentliche Institutionen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen mit Bezug zum Agrobusiness an.
Mithilfe des Projekts werden neue Kenntnisse gewonnen und Technologien weiterentwickelt, die dabei helfen, Wasser, Energie, Pflanzenschutzmitteln und anderen Ressourcen einzusparen. „Das schont nicht nur Umwelt und Klima, sondern hilft auch Unternehmen dabei, sich zukunftsfähig aufzustellen. Außerdem können sich neue Geschäftsmodelle und Einkommensstrategien ergeben“, blickt Kathrin Poetschki, Projektkoordinatorin bei Agrobusiness Niederrhein, mit Optimismus in die Zukunft. Ein wichtiger Aspekt sind auch die Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen, wodurch Betriebsabläufe vereinfacht, die Arbeitsbelastung gesenkt und die Attraktivität der Berufswelt im Agrobusiness gesteigert werden. Gleichzeitig werden dadurch Möglichkeiten geschaffen, die Transparenz über Produkteigenschaften und Produktionsprozesse für Verbraucher zu erhöhen.
„Der Begriff ‚Agropole‘ steht für unsere Euregio, eine der innovativsten Agrobusiness-Regionen Europas, die ähnlich wie eine Metropole eine Strahlkraft hat, wodurch Wissen und neue Innovationen exportiert und gleichzeitig Expertinnen und Experten angezogen werden, die Innovationen in der Region weiterentwickeln“, erklärt Marcel Claus, Projektverantwortlicher seitens der Gemeinde Venray, die einer der zehn Projektpartner ist.
Unternehmen und Wissenschaft entwickeln Innovationen fürs Agrobusiness
Vier deutsch-niederländische Teams forschen im Rahmen von „Agropole Innovates“ bis August 2026 an Lösungsansätzen zu den Themen Tierwohl und Tiergesundheit, Gesunderhaltung von Pflanzen und Digitalisierung und KI-Systeme zur Früherkennung von Risiken für die Pflanzengesundheit sowie der Untersuchung der Effekte von Restströmen aus der Insektenproduktion (Insektenfraß) auf den Boden und dessen Chancen und Risiken als Dünger für Landwirtschaft und Gartenbau.
Zahlreiche Veranstaltungen werden dazu beitragen, verschiedenste Akteure aus der Branche und auch branchenübergreifend zu aktuellen Themen in den Austausch zu bringen. So werden Lösungsansätze für Herausforderungen im Agrobusiness vorgestellt und diskutiert. Die so geschaffenen Vernetzungen und das geteilte und gemeinsam weiterentwickelte Wissen werden ebenfalls dazu beitragen, die Branche aus ökonomischer, ökologischer und sozialer Sicht nachhaltiger aufzustellen.
Auch Maßnahmen zur Fachkräftegewinnung und -bindung sind Teil des Projekts. Die Zusammenarbeit mit Schulen und Hochschulen soll junge Menschen auf die vielseitigen Karriereperspektiven im Agrobusiness aufmerksam machen und junge Menschen mit klugen Ideen in das Projekt einbinden.
Agrobusiness Niederrhein arbeitet als Lead Partner des Projekts mit neun weiteren Partnern an der Umsetzung der gemeinsam festgelegten Ziele und Aufgaben. Zu den Partnern gehören Baum & Bonheur, die Hochschule Rhein-Waal, ISIS IC (alle aus der Region Niederrhein), Brand Qualitätsfleisch (Niedersachsen) sowie Brightlands Campus Greenport Venlo, Compas Agro, Gemeinde Venray, Piglets Treatment System und Yookr (alle aus der Provinz Limburg in den Niederlanden). „Es ist toll, dass sich so viele Unternehmen als Projektpartner angeschlossen haben und aktiv daran mitwirken, Innovationen in verschiedenen Bereichen der Branche voranzubringen“, freut sich Kathrin Poetschki.
Das Projekt wird im Rahmen des Interreg VI-Programms Deutschland-Nederland durchgeführt und mit 2,025 Mio. Euro durch die Europäische Union, das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW (MWIKE NRW), das Niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung (MB Niedersachsen), das niederländische Wirtschaftsministerium (EZK) sowie die Provinz Limburg mitfinanziert.

Das Team von „Agropole Innovates“ freut sich über die Genehmigung (Foto: Agrobusiness Niederrhein e.V.)
Unter dem Motto „Wir haben es in der Hand“ hat der Landgard-Gartenbaubedarf am 22. Juni 2023 in Lüllingen den inzwischen vierten Innovationstag durchgeführt. Die thematischen Schwerpunkte lagen dieses Mal in den Bereichen Energiemanagement und -gewinnung, Geothermie, Photovoltaik und Windenergie, IT-gesteuerte und automatisierte Betriebsführung sowie der Kultivierung und Vermarktung von Pflanzen ohne Töpfe.


Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich merklich eingetrübt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Juni auf 88,5 Punkte gefallen, nach 91,5 Punkten1 im Mai. Die Erwartungen fielen deutlich pessimistischer aus. Die Unternehmen bewerteten zudem ihre aktuelle Lage schlechter. Vor allem die Schwäche der Industrie bringt die deutsche Konjunktur in schwieriges Fahrwasser.
Gute Stimmung unter den Beteiligten: Die diesjährige spoga + gafa ist soeben in Köln mit hohen Besucherzahlen und nach vielen Begegnungen in den Hallen zu Ende gegangen. Wie schon in den Vorjahren setzte der BHB auch diesmal einen starken Schlusspunkt mit der achten Auflage des BHB-GardenSummit, zu dem sich die Entscheider der Gartenbranche im Congress Centrum der KoelnMesse zusammenfanden. Das Motto „Klimafit und voller Werte“ definierte dabei die Leitplanken in einer herausfordernder Zeit. Die gemeinsame Message: Die Branche macht sich für die Anforderungen bereit und agiert aktiv.
Die ganze Vielfalt des Gartens in Köln vereint: Nach drei erfolgreichen Messetagen schließt die spoga+gafa 2023 und zieht eine äußerst positive Bilanz. Rund 30.000 Fachbesucherinnen und Fachbesucher aus 122 Ländern nahmen in diesem Jahr an der weltweit größten Gartenlifestyle-Messe teil. 
Zum 7. Mal lud der Verband des deutschen Blumen- Groß und Importhandels seine Mitgliedsbetriebe zu einem Thementag rund um den Schnittblumengroßhandel. In diesem Jahr fand die Veranstaltung am 15. Juni in der Veiling Rhein-Maas statt und führte über die niederländische Grenze zu Betrieben in die Rhein-Maas Region.


Der Industrieverband Garten (IVG) e.V. hat sein Programm für das diesjährige IVG Forum Gartenmarkt bekannt gegeben, das am 9. November im Maritim Hotel in Düsseldorf stattfindet. Da der Verband sein 50-jähriges Bestehen feiert, steht die Veranstaltung unter dem Motto „50 Jahre im Garten“ und wartet mit hochkarätigen Referentinnen und Referenten auf. Die eingeladenen Gäste aus Industrie, Handel und Medien der Grünen Branche können sich unter anderem auf Ranga Yogeshwar als Keynote-Speaker freuen. Teilnehmer, die sich jetzt anmelden, profitieren noch bis zum 30. Juni 2023 von dem günstigeren Frühbucherrabatt.
Die nächste Weltleitmesse des Gartenbaus ist eine ganz besondere: Zum 40. Mal geht die Internationale Pflanzenmesse IPM vom 23. bis 26. Januar 2024 in der Messe Essen an den Start – und das im neuen Gewand. Mit dem Slogan „Unser Herz schlägt grün“ und einem Visual, das ein mit Pflanzen bewachsendes Herz zeigt, kommen die große Verbundenheit zwischen Branche und IPM ESSEN sowie die Bedeutung der Fachmesse als Taktgeber für Innovationen zum Ausdruck. Rund um das Messejubiläum sind zahlreiche Aktionen geplant.
Die Inflationsrate in Deutschland − gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – lag im Mai 2023 bei +6,1 %. Im März und April 2023 hatte die Inflationsrate noch bei über 7 % gelegen (März: +7,4 %; April: +7,2 %). 
