
Die Veiling Rhein-Maas kann im 1. Halbjahr 2026 das Umsatzniveau zum Vorjahr halten. (Foto: Veiling Rhein-Maas)
Nach einem eher schwachen Start mit starken Minusgraden, Eis und Schnee im Januar und Februar verlief im März auch der Start in die Frühjahrssaison durchwachsen. Es folgten ein starker April und ein sehr wechselhafter Mai, der unsere Erwartungen nicht erfüllt hat. Der Juni begann für uns stark, doch die Hitzewelle in der zweiten Monatshälfte hat die Vermarktung wieder ausgebremst. Dass wir trotz dieses wechselhaften Verlaufes wieder das Umsatzniveau aus dem Vorjahr erreicht haben, ist als Erfolg zu werten und spricht für das Potenzial von Veiling Rhein-Maas, unsere Verkaufskanäle, Sortimente und logistischen Prozesse“, sagen Günther Esser und Cees Hoekstra, Geschäftsführung Veiling Rhein-Maas.
Vermarktungssituation
Der Mai startete bei der Versteigerung von Schnittblumen mit einem guten Muttertags-Geschäft. Die anschließenden Wetterkapriolen reichten von sehr kühlen Eisheiligen bis hin zu fast hochsommerlichen Temperaturen. Das hat den Abverkauf bei Schnittblumen durcheinander gewirbelt. Zuerst gab es nicht genug Ware, weil es kühl und dunkel war. Dann kamen etwa Päonien und Gerbera in größeren Mengen, aber der Abverkauf schwächelte wegen der dann hohen Temperaturen. Im Juni lag die angelieferte Menge an Schnittblumen unter dem Vorjahreswert. Die außergewöhnlich starken Schwankungen zwischen kühlen Temperaturen einerseits und Hitzerekorden andererseits war eine große Herausforderung für die Produktion. So haben Produzenten wegen des schwachen Abverkaufs während der großen Hitze z. B. bei Helianthus komplette Sätze nicht geerntet. In der kühleren Zeit zwischen Anfang und Mitte Juni waren der Abverkauf und die Nachfrage stabil und gut.
Bei Topfpflanzen hat der kalte Winter bei vielen Verbrauchern offenbar dazu geführt, die Frühlingsbepflanzung im milden April zu überspringen und gleich die Sommerbepflanzung anzugehen. Das hat mit dazu geführt, dass der Mai als eigentlicher Hochsaisonmonat für Veiling Rhein-Maas deutlich gedämpfter ausgefallen ist. Der Juni startete bei der Versteigerung von Topfpflanzen vielversprechend und der Warenwert des Vorjahresmonats konnte klar übertroffen werden. Der Verkauf von Großstauden lief gut an und auch Beetpflanzen wurden gut abgerufen. Die Hitzewelle in der zweiten Monatshälfte hat dann auch die Vermarktung von Topfpflanzen stark beeinträchtigt.
Beim Klokservice haben sich Schnittblumen etwas besser entwickelt als erwartet. Es ist aber zu spüren, dass der Markt unter Druck steht, das gilt insbesondere für Import-Rosen. Hier wirken sich auch die gestiegenen Transportkosten aus. Bei Zimmer- und Gartenpflanzen setzt sich die positive Entwicklung fort. Gerade Arrangements sind in beiden Bereichen nach wie vor ein sehr gefragtes Produkt.
„Auffällig war in der zurückliegenden Frühjahrssaison, dass es kaum größere Spitzen bei der Anlieferung gab. Dadurch verliefen Vermarktung und Logistik gleichmäßiger. Dazu hat auch beigetragen, dass wir zwei Wochen früher als sonst in die Frühjahrssaison gestartet sind. Unabhängig davon wird die Planung der Anliefermengen und des Abverkaufs durch die teils unberechenbaren und häufiger werdenden Witterungsschwankungen schwieriger“, so Günther Esser und Cees Hoekstra.
Modernisierung der IT-Landschaft
Veiling Rhein-Maas ist seit Beginn des Jahres 2026 mit dem Projekt „SOT Refactoring“ beschäftigt. Hierbei handelt es sich um die Erneuerung der Programmiersprache für die bestehende SOT-Software, die für den Betrieb der Versteigerungsuhren sowie logistische und angegliederte Prozesse notwendig ist. Nicht SOT-basiert, aber auch von der Erneuerung betroffen, ist die Fernkauf-Applikation, mit der die Kundschaft von zu Hause aus simultan einkaufen kann. Betriebssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit stehen hier an erster Stelle. Das Projekt verläuft planmäßig und wird bis zum Sommer 2027 erfolgreich umgesetzt sein.
Messeaktivitäten
Anfang Juni hat Veiling Rhein-Maas die internationale Blumenmesse IFTEX in Nairobi, die größte Messe für Blumen und Pflanzen in Afrika, besucht. Der Vertreter von Veiling Rhein-Maas hat die Messe in Kenia genutzt, um Gespräche mit Lieferanten von Veiling Rhein-Maas zu führen und neue Kontakte mit Produzenten zu knüpfen. Die Messe in Kenia hat in diesem Jahr mit 210 Ausstellern eine neue Rekordgröße erreicht – das unterstreicht die Bedeutung Afrikas mit seinen Blumenproduzenten und -Exporteuren.
Schnittblumen aus Afrika stehen auch bei der zweiten African Week von Veiling Rhein-Maas vom 12. bis 14. Oktober im Fokus. Die Premiere der Veranstaltung sorgte 2025 mit einem farbenfrohen Foyer, spannenden Gesprächen mit Kundschaft und Anlieferern sowie interessanten Einblicken in die Welt der afrikanischen Schnittblumen für viel positive Resonanz. Mitte Oktober wird das Foyer von Veiling Rhein-Maas daher wieder ganz im Zeichen der afrikanischen Blumenwelt und internationaler Partnerschaften stehen.
Der Sommer lockt nach draußen – doch mit den warmen Tagen steigt auch die Aktivität vieler Insekten. Besonders rund um Haus, Balkon und Garten finden Ameisen, Wespen und Mücken ideale Bedingungen. Was zunächst unauffällig beginnt, kann schnell störend werden – insbesondere dort, wo gegessen, entspannt oder gearbeitet wird. Umso wichtiger ist es, typische Muster zu erkennen und frühzeitig zu reagieren. 
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Bei einem Besuch der Heynen GmbH & Co. Kartonagenfabrik KG in Kleve erhielten die Mitglieder des Netzwerkvereins Agrobusiness Niederrhein kürzlich eine spannende Führung durch das Industrieunternehmen. Seit rund einem Jahr gehört die Kartonagenfabrik mit besonderem Fokus auf Nachhaltigkeit dem Netzwerk an – nun öffnete sie ihre Türen für eine Betriebsbesichtigung.

Sie gehören zu den BGI-Mitgliedern der ersten Stunde: die Großhandelsunternehmen Hans Truffel Schnittblumen Großhandel aus Bremen, Blumengroßhandel Rober Braem aus Wesel und Günter Ebert Blumengroßhandel aus Köln/Bonn. Aus Anlass des 60-jährigen Verbandsjubiläums und als Dank für ihr Engagement für den Verband erhielten die Inhaber nun die Ehrenmedaille des Großhandelsverbandes.


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Ab sofort lädt die Landgard Stiftung Nachwuchskräfte der Grünen Branchen zum zehnten Zertifikatslehrgang „Betriebswirt*in im Produktionsgartenbau“ ein. Mit dem Jubiläumslehrgang 2026/2027, der im Herbst 2026 startet, setzt die Landgard Stiftung gemeinsam mit dem Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen e.V., der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen und dem Bildungszentrum Gartenbau in Essen als langjährige Partner ihre erfolgreiche Nachwuchsförderung in der Grünen Branche fort. Interessierte angehende Führungskräfte im Gartenbau können sich bis zum 11. August 2026 für die Teilnahme anmelden.

Anlässlich des Internationalen Tages der Biene hat toom Baumarkt eine erfolgreiche Spendenaktion durchgeführt. Im Zeitraum vom 16. bis 22. Mai kam durch den Verkauf nützlingsfreundlicher Pflanzen eine Gesamtsumme von 11.900 Euro zusammen. Der Erlös fließt nun vollständig an die Heinz Sielmann Stiftung, um bundesweit neue Nist- und Überwinterungshilfen zu realisieren.
Hohe internationale Beteiligung, starke Geschäftskontakte und die positive Resonanz auf neue Formate prägten die spoga+gafa 2026 in Köln. Mit der konsequenten Weiterentwicklung ihres Konzepts will die Messe auf die Bedürfnisse sowie die herausfordernde Lage des Marktes reagieren und möchte ein wichtiges Signal als zentrale Plattform für die globale Grüne Branche setzen. Aufgrund des positiven Feedbacks, veränderten Liefer- und Orderrhythmen sowie des Wunsches der Branche nach Konstanz wird die spoga+gafa auch künftig im Juni stattfinden.