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Aufwärtstrend beim Fairen Handel ungebrochen

FairtradeMehr als eine Milliarde Euro gaben deutsche Verbraucherinnen und Verbraucher für fair gehandelte Produkte im Jahr 2014 aus. Der Faire Handel verzeichnete damit eine Steigerung von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das gab am vergangenen Mittwoch das Forum Fairer Handel, das Netzwerk des Fairen Handels in Deutschland, auf seiner Jahrespressekonferenz bekannt.Die Rosenaktion von Transfair e.V. zum internationalen Weltfrauentag 2015 in Köln.

Die Rosenaktion von Transfair e.V. zum internationalen Weltfrauentag 2015 in Köln      (Foto: Miriam Ersch)

„In den letzten drei Jahren haben sich die Fair-Handels-Umsätze verdoppelt. Das ist für uns ein klares Signal, dass es immer mehr Menschen in Deutschland wichtig ist, mit ihrer Konsumentscheidung zu einer menschenwürdigen und fairen Produktion unserer Alltagsgüter beizutragen“, kommentiert Manuel Blendin, Geschäftsführer des Forum Fairer Handel, die kontinuierliche Umsatzsteigerung im zweistelligen Bereich. „Mit 13 Euro Pro-Kopf-Ausgaben für fair gehandelte Produkte hängt Deutschland jedoch der Schweiz und Großbritannien noch deutlich hinterher.“

Keine verbindliche Regulierungen für deutsche Unternehmen
„Nicht nur bei den Umsätzen sehen wir mehr Luft nach oben“, sagt Armin Massing, politischer Referent des Forum Fairer Handel, und betont: „Auch deutsche Unternehmen sind direkt oder indirekt an schweren Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen entlang globaler Lieferketten beteiligt und profitieren davon. Für gerechtere Wirtschafts- und Handelsstrukturen reichen individuelle Konsumentscheidungen und freiwillige Unternehmensinitiativen alleine nicht aus. Es bedarf dringend politischer Weichenstellungen.“

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