Der Schaukelsommer 2024 und die weiter verunsicherten, zögerlichen Kunden bescherten dem Markt für Blumen und Zierpflanzen aufgrund der inflationsbedingt weiter gestiegenen Preise Stabilität. Der Markt stagnierte nach Schätzungen der AMI auf einem Niveau von 8,7 Mrd. EUR (zu Einzelhandelspreisen).
Erneut standen die deutschen Produzenten vor der Herausforderung der kostendeckenden Produktion. Mit den vorherrschenden Themen, die von Nachfolger-, Fachkräfte- und Auszubildendenmangel bis hin zu weiter hohen Energiekosten reichen, eine Mammutaufgabe, die nicht alle Betriebe schultern konnten.

Vor allem die „Soft-Skills“ der Pflanzen wie Hitzetoleranz, Trockenheitsverträglichkeit oder Insektenfutter wurden handelsseitig in den Vordergrund gestellt. Während das Sortiment der Stauden nahezu vollständig von der Dynamik der Soft-Skills profitieren konnte, erstreckte sich die positive Wirkung lediglich auf einige Arten aus den anderen Sortimenten. Grüne Zimmerpflanzen profitierten weiterhin von der Aufmerksamkeit der Kunden, die sie während der Pandemie erringen konnten. Der Absatz entwickelte sich auch 2024 dynamisch, da der Systemhandel im großen Stil in exklusivere Sortimente einstieg.
Für Schnittblumen, als größtes Einzelsegment am Markt, gab jeder Einwohner Deutschlands mit knapp 37 EUR kaum weniger aus als im Vorjahr. Im zweiten Jahr in Folge performten Mischsträuße besser als die Monosträuße.
Für Topfpflanzen gab jeder Einwohner Deutschlands im Jahr 2024 mit knapp 50 EUR rund 2 EUR mehr aus als im Vorjahr. Für Beet- & Balkonpflanzen lagen die Pro-Kopf-Ausgaben mit knapp 21 EUR etwas unter dem Vorjahr. Gefolgt wurden sie von blühenden Zimmerpflanzen mit knapp 11 EUR im Jahr 2023.
(Beitrag von Britta Tröster (Marktanalystin Blumen & Zierpflanzen)
Die Zahlen lesen sich zunächst negativ: Die Umsätze der Bau- und Gartenfachmärkte in Deutschland bleiben mit -4,0 (flächenbereinigt -3,5) Prozent unter denen des Vorjahreszeitraums. Auch in Österreich (-2,0 Prozent) und der Schweiz (-2,7 Prozent/flächenbereinigt -2,5 Prozent) bleiben die Signale zurückhaltend. Allerdings ist der Vergleich mit dem Vorjahr nur bedingt aussagekräftig. Dort nämlich war das erste Quartal die deutlich stärkste Phase, bevor dann bekanntlich der veritable Wetterabsturz einsetzte. 


Die Inflationsrate in Deutschland wird im Mai 2025 voraussichtlich +2,1 % betragen. Gemessen wird sie als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber April 2025 um 0,1 %. Die Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, oftmals auch als Kerninflation bezeichnet, beträgt im Mai 2025 voraussichtlich +2,8 %.
Die Verbraucherstimmung in Deutschland zeigt im Mai eine uneinheitliche Entwicklung: Die Konjunktur- und Einkommenserwartungen legen spürbar zu. Im Gegensatz dazu sinkt die Anschaffungsneigung leicht und die Sparneigung nimmt wieder etwas zu. Der Konsumklima-Indikator prognostiziert für Juni 2025 im Vergleich zum Vormonat (revidiert -20,8 Zähler) einen moderaten Anstieg um 0,9 Zähler auf -19,9 Punkte. Dies zeigen die aktuellen Ergebnisse des GfK Konsumklimas powered by NIM. Es wird seit Oktober 2023 gemeinsam von NIQ und dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen, Gründer der GfK, herausgegeben.