Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreis Index (VPI) zum Vorjahresmonat – wird im Dezember 2020 voraussichtlich -0,3 % betragen. Gegenüber November 2020 steigen die Verbraucherpreise voraussichtlich um 0,5 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, wird die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt 2020 voraussichtlich bei 0,5 % liegen.
Verbraucherpreisindex, Dezember 2020:
-0,3 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
+0,5 % zum Vormonat (vorläufig)
+0,5 % im Jahresdurchschnitt 2020 gegenüber 2019 (vorläufig)
Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Dezember 2020:
-0,7 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
+0,6 % zum Vormonat (vorläufig)
+0,4 % im Jahresdurchschnitt 2020 gegenüber 2019 (vorläufig)
Die Preise für Waren insgesamt verringerten sich um 1,8 %. Die Preise für Haushaltsenergie und Kraftstoffe gaben um 6,0 % nach, während sich Nahrungsmittel um 0,5 % und Wohnungsmieten um 1,3 % verteuerten.
Die Stimmung der Verbraucher zeigt zum Jahresschluss 2020 ein uneinheitliches Bild. Während Konjunkturerwartung und Anschaffungsneigung etwas zulegen, muss die Einkommenserwartung Einbußen hinnehmen. Da die Sparneigung im Dezember spürbar zulegt, prognostiziert GfK für Januar 2021 einen Wert von -7,3 Punkten und damit 0,5 Punkte weniger als im Dezember dieses Jahres (revidiert -6,8 Punkte). Dies sind Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Dezember 2020.
Die Stimmung unter den deutschen Managern hat sich verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Dezember auf 92,1 Punkte gestiegen, nach 90,9 Punkten im November. Die Unternehmer waren zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Zudem blicken sie weniger skeptisch auf das kommende halbe Jahr. Zwar trifft der Lockdown einzelne Branchen hart. Die deutsche Wirtschaft insgesamt zeigt sich jedoch widerstandsfähig.