Die hagebaumärkte in Deutschland stellen den Verkauf von Eidechsen, Schlangen und anderen Reptilien im kommenden Jahr endgültig ein. Damit ist das Ziel erreicht, das die hagebau und die Tierschutzorganisation PETA Deutschland e.V. über mehrere Jahre hinweg gemeinsam verfolgt haben.
Die hagebaumärkte stellen den Verkauf von Reptilien 2021 vollständig ein. (Foto:hagebau)
Mit dem Verkaufsstopp möchte die hagebau Verantwortung für den Tierschutz übernehmen und leistet ihren Teil, damit Reptilien in Deutschland nicht mehr verkauft werden. „Als Unternehmen müssen wir Tierwohl und Nachhaltigkeit mit unserem unternehmerischen Handeln in Einklang bringen. Reptilien gehören nicht in unsere zoologischen Abteilungen. Wir freuen uns sehr, dass die Gesellschafter der hagebau diese Ansicht teilen und die Kooperation diesen Schritt geht“, erklärt Jan Buck-Emden, Vorsitzender der Geschäftsführung der hagebau.
Die Tierschutzorganisation PETA begrüßt den Verkaufsstopp ausdrücklich. „Reptilien sind Wildtiere und daher nicht an eine Haltung in Wohnzimmern oder an ein Leben mit dem Menschen angepasst. Sie sollten weder verkauft noch in Gefangenschaft gehalten werden. Dass mit der hagebau eine bekannte Marke den Verkauf beendet, setzt hoffentlich ein Zeichen“, so Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Wissenschafts- und Rechtsabteilung von PETA Deutschland e.V.
Sowohl PETA als auch lokale Tierschutzorganisationen hatten über die vergangenen Jahre immer wieder angemahnt, dass der Verkauf von Reptilien auch durch fachkundiges und geschultes Personal mit dem Tierwohl nicht vereinbar sei. Die Anstrengungen sowohl der hagebau als auch von gemeinnützigen Tierschutzorganisationen haben bereits dazu geführt, dass in den vergangenen Jahren ein Großteil der Zooabteilungen keine Reptilien mehr verkauft haben. 2021 wird nun die letzte Verkaufsstelle für Reptilien innerhalb der hagebau geschlossen werden.

Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich verschlechtert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im November auf 90,7 Punkte gesunken, nach 92,5 Punkten1 im Oktober. Der Rückgang war vor allem auf deutlich pessimistischere Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen. Auch ihre aktuelle Lage bewerteten sie etwas weniger gut. Die Geschäftsunsicherheit ist gestiegen. Die zweite Corona-Welle hat die Erholung der deutschen Wirtschaft unterbrochen.
Das Verarbeitende Gewerbe ist der Lichtblick in diesem Monat. Das Geschäftsklima hat sich verbessert. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage deutlich besser. Die Auftragseingänge stiegen, wenn auch langsamer als im Vormonat. Der Ausblick auf die kommenden Monate fiel jedoch merklich weniger optimistisch aus.
Auch im 3. Quartal 2020 und inmitten einer sich wieder verschärfenden Corona-Pandemie haben die Menschen ein hohes Vertrauen in die Bau- und Gartenfachmärkte. In den Monaten, die ansonsten eher durch Umsatzzurückhaltung in der Hauptreisezeit bzw. in der ausgehenden Gartensaison gekennzeichnet sind, konnte die Branche weiterhin zweistellige Zuwächse verzeichnen. Dies ist sicherlich in der Hauptsache fehlenden Reisemöglichkeiten geschuldet, aber Umfragen zeigen sehr deutlich auch die neue Lust am Heimwerken.

