Ein Treffen des Vorstandes des Fachverbandes Einzelhandel im Landesverband Gartenbau NRW in Fröndenberg zeigte die Herausforderungen torffreier und torfreduzierter Substrate auf.
Das Torf ein wichtiger Ausgangsstoff für gärtnerische Substrate bildet, ist allen Gärtnern klar. Insbesondere der hochwertige Weißtorf stabilisiert die Struktur, speichert Wasser, enthält kaum Salze und kann mit anderen Stoffen wie Ton, Kalk und Dünger gemischt werden. Aber: Torf ist ein endlicher natürlicher Rohstoff sowie ein wichtiger CO2 Speicher. Die grüne Branche handelt und hat in Kooperation mit anderen grünen Verbänden klare Ziele zur Reduktion des Torfanteils in Blumenerden für den Hobbybereich und in Kultursubstraten für den Erwerbsgartenbau definiert.

Gartenbau betont die Wichtigkeit von torfhaltigen Substraten. (Foto:Freepik)
Torf lässt sich aufgrund seiner speziellen Eigenschaften nicht 1:1 ersetzen. Daher müssen hier verschiedene Stoffe kombinierbar sein: Ton, Holzfasern, Rindenhumus, Substratkompost und Kokosmaterialien sind als die wichtigsten Komponenten zu nennen. Dabei hat jeder der Ersatzstoffe seine Vor- und Nachteile. „Unabhängig von der Art des Ersatzstoffes. Wichtig ist vor allem die Verfügbarkeit in ausreichender Menge von nachhaltigen Torfersatzstoffen“, so Christian Balster, Geschäftsführer Balster Einheitserdewerk.
Verbraucher achten zunehmend auf einen ressourcen- und umweltschonenden Umgang bei der Herstellung von Erden, was die Nachfragen zu torffreien bzw. torfreduzierten Erden zeigen. Dies unterstützen die Gärtner unter anderem durch eine neue Plakatserie, Flyer und zukünftig mit einem Erklär-Video. „Der richtige Umgang mit torfreduzierten bzw. torffreien Erden ist wichtig, damit Pflanzen sich gut entwickeln können. Denn torffreie bzw. torfreduzierte Erden trocknen schneller aus und benötigen in trockenen Phasen öfter Wasser und Düngerzugaben. Hier sind wir als Experten gefragt, Hobbygärtner:innen gezielt aufzuklären“, so Reiner Höpken, Vorsitzender des Fachverbandes Einzelhandel im Landesverband Gartenbau NRW.
Herbstzeit ist Kürbiszeit. Ob in Suppen, als Auflauf oder Halloween-Dekoration: Die orangefarbenen Früchte erleben einen anhaltenden Boom. 99 100 Tonnen Speisekürbisse wurden im Jahr 2021 in Deutschland geerntet – das waren 14,0 % mehr als im Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag die Erntemenge damit auf dem höchsten Wert seit dem Jahr 2006, in dem die Erntemengen von Speisekürbissen erstmals erfasst wurden. Betrachtet man die Veränderung in den vergangenen zehn Jahren, so stieg die geerntete Menge gegenüber dem Jahr 2012 (69 000 Tonnen) um 43,6 % und gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2017 (92 200 Tonnen) um 7,4 %.
Rund 180 Vertreter der Erdenbranche kamen am 29. September 2022 ins Ammerland nach Bad Zwischenahn zum 56. Deutschen Torf- und Humustag (DTHT). Nach zweijähriger Pause konnte das Format, in dem sich nahezu alle Hersteller von Blumenerden und Kultursubstraten in Deutschland zusammengeschlossen haben, wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden. Ausgerichtet wurde es vom Industrieverband Garten (IVG) e.V. 
