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Europawahl: ein Muss für jeden Demokraten

Am kommenden Sonntag findet die Wahl zum Europäischen Parlament statt. Ich bin fest davon überzeugt, dass es sehr wichtig ist, an dieser Wahl teilzunehmen und sich damit wirkungsvoll einzumischen.

Es kann doch nicht sein, dass die Extremisten von rechts und von links so viele Stimmen gewinnen und damit mehr Einfluss bekommen. Was daraus wird, sieht man aktuell in Österreich und UK. Auch in Italien steht die Allianz von rechts und links kurz vor dem Bruch.

Die Befürworter dieser Populisten glauben immer noch, dass man mit deren Thesen sein persönliches Schicksal bzw. die Welt verbessern kann. Dass was wir täglich sehen, zeugt allerdings davon, dass genau das Gegenteil eintritt, nämlich die Spaltung der Gesellschaft.

Anstatt uns auseinander dividieren zu lassen, sollten wir alles daransetzen in Europa stärker zusammen zuwachsen. Das ist unsere historische Chance, die wir auf keinen Fall verspielen sollten. Unsere Mütter und Väter haben nach dem Zweiten Weltkrieg unsere Demokratie mit viel Einsatz aufgebaut und die ersten Schritte in Richtung Europa getan. Soll das alles umsonst gewesen sein?

Vor allen Dingen Putin und Trump hoffen darauf, dass sie unsere EU-Wertegemeinschaft schwächen können. Sie fürchten eine starke EU, weil Sie glauben, dass sie dadurch in der Welt an Bedeutung verlieren und ihre Interesse nicht mehr so rigoros durchsetzen können. Das ist doch ein offensichtliches Spiel, was bei ein wenig Nachdenken auch der Letzte durchschauen müsste. Warum sonst, versucht man die Wahlen über Facebook und Co. im Sinne der Populisten zu beeinflussen?

Ich fordere Sie deshalb auf am Sonntag zur Wahl zu gehen und für eine der demokratischen Parteien zu stimmen.

Die von mir sehr geschätzte Redakteurin vom SWR-Fernsehen Frau Patricia Küll teilt über Ihren Blog mit:

„Ich werde mich auch am Sonntag einmischen, denn natürlich werde ich zur Wahl gehen. Ich habe noch nie eine Wahl versäumt. Denn ich möchte auch weiterhin in einer Welt leben, in der Werte wie Meinungsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit, Reisefreiheit, Frieden, Demokratie und soziale Marktwirtschaft unantastbar sind. Bevor ich am Sonntag beim Bäcker die Brötchen fürs Sonntagsfrühstück hole, mache ich einen Abstecher in die Turnhalle, um meine Stimme abzugeben. Ich mische mich gern ein – aber nicht, um anderen meine Meinung aufzudrücken, sondern um diese Welt ein bisschen netter, gerechter und liebenswerter zu machen.“

(Kommentar: Bernhard Simon)

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