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CO2-Bepreisung belastet Gartenbaubetriebe in NRW

Mit der Einführung des nationalen Brennstoffemissionshandels werden fossile Brennstoffemissionen mit einem CO2-Preis belegt. Diese CO2-Bepreisung führt zu einer zusätzlichen Kostenbelastung beim Einsatz fossiler Brennstoffe.

NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Pinkwart besuchte das Gartenbauunternehmen Werner & Werner in Niederkassel.

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (Mitte) im Gespräch mit Gartenbauunternehmer Frank Werner  und Eva Kähler-Theuerkauf, Präsidentin Landesverband Gartenbau NRW. (Foto: ©Gartenbau NRW)

Frank und Ralf Werner bauen inzwischen in der vierten Generation Zierpflanzen an und das mit einem breiten Sortiment. Neben einer vielfältigen Anzucht von Poinsettien, Carex Gräser, Beet- und Balkonpflanzen sowie einjährigen Hochstamm- und Kübelpflanzen, bieten Werner einen Überwinterungsservice für nicht winterharte Kübelpflanzen an.

„Wir haben in den letzten Jahren unsere Produktvielfalt erweitert wie z.B. mit dem insektenfreundlichen Wandelröschen, an dem der Kunde nicht nur durch die vielen Blüten optisch sehr viel Freude hat, sondern diese auch bei Bienen und Schmetterlinge als Futterquelle sehr beliebt sind. Die Kunden achten hier vermehrt darauf, welche Pflanzen auch als Nahrungsquelle für Insekten dienen können. Das ist ein positiver Trend, den wir mit unseren Pflanzen natürlich sehr gerne unterstützen“, so Ralf Werner. „Zudem haben wir in den letzten Jahren viel in Technik investiert, um nachhaltiger zu wirtschaften. Ein neues Gewächshaus mit digitaler Klimasteuerung hilft uns Energie und Wärme effizienter zu nutzen. Und ein Bewässerungsautomat setzt Wasser zielgerichtet ein“, ergänzt Frank Werner. „Wir haben so alles getan, um den Betrieb zukunftsfähig auszurichten. Aber durch neue CO2-Bepreisung auf fossile Brennstoffe, die ja seit diesem Jahr uns alle betrifft, haben wir durch die höheren Kosten nun einen enormen Wettbewerbsnachteil gegenüber den Gartenbaubetrieben unserer europäischen Nachbarn. Hier hat die Politik leider den 2. vor dem 1. Schritt gemacht“, so Frank Werner weiter.

Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart hob bei seinem Besuch in Niederkassel die Bedeutung der Gartenbaubetriebe hervor: „Nordrhein-Westfalen ist Gartenbauland Nummer eins. Damit das so bleibt, müssen wir den Unternehmen Perspektiven bieten und Innovationen, soweit es uns möglich ist, unterstützen. Wichtig für die Betriebe ist bezahlbare Energie. Deshalb brauchen wir eine schnelle Umsetzung der Ausgleichsregelungen gegen Carbon Leakage und eine starke deutsche Initiative zur europaweiten Einführung einer CO2-Bepreisung, um unsere Klimaziele zu erreichen und den Mittelstand nicht übermäßig zu belasten.“

Da in Nordrhein-Westfalen die meisten Gartenbaubetriebe in Deutschland beheimatet sind, sind hier besonders viele Unternehmen betroffen, die vor allem in direkter Konkurrenz mit den niederländischen Betrieben stehen.

„Für eine gute Zukunft in NRW sind wir dringend auf Lösungen bei der CO2-Bepreisung angewiesen. Denn ohne uns Gärtner wird es weder Bäume, noch Pflanzen geben, mit denen wir den Klimawandel begegnen könnten“, so Eva Kähler-Theuerkauf, Präsidentin des Landesverbandes Gartenbau NRW.                 

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