Das war schon eine wettertechnische Pechsträhne nach dem sehr hoffnungsvollen Jahresauftakt: Dem warmen Start mit ungewöhnlich frühem Auftakt zur Gartensaison folgten wochen- und monatelang Kälte, (Stark-)Regen und gefühlte Dauergewitter. Das trübte die Stimmung besonders in der zweiten Hälfte des 2.Quartals – die Umsätze gingen im Mai und Juni doch empfindlich zurück. Die volatile Gesamtlage und ein hohes Preisniveau u.a. bei Lebensmittel- und Energiepreisen – trotz sinkender Inflation – machte die Situation auch für die klassischen Bau- und Heimwerkersortimente nicht ideal. Unter dem Strich bleibt das Fazit gemischt – mit einem Rückgang in Deutschland um 0,9% (-0,6% flächenbereinigt) auf 11,15 Mrd. Euro hält sich der Schaden aber in Grenzen.

Die Bau- und Gartenfachmärkte in Österreich bleiben mit einem Umsatz von 1,59 Mrd. Euro (+0,3%) sogar im positiven Bereich. Die Schweiz musste allerdings ein Minus von 5,2 % (fl.-ber. -4,4%) auf 1,78 Mrd. CHF verzeichnen.
Kein Grund allerdings für gesteigerten Pessimismus, betont BHB-Vorstandssprecher Peter Tepaß:
„Sicherlich kommt dieser erneute Umsatzdämpfer zur Unzeit – die Branche leidet stellenweise immer noch unter der Kaufzurückhaltung der Kunden und auch wirksame Maßnahmen der Politik gegen die Wohnungsbaukrise sind noch nicht in Sicht. Aber wetterbedingte Schwankungen hat es immer gegeben, und die letzten Wochen mit bereits wieder besseren Tendenzen zeigen deutlich, dass die Menschen ihre Gartenaktivitäten nur verschoben und nicht etwa aufgegeben haben. Aber auch die Entwicklungen bei klassischen Sortimenten zeigen, dass sich die Kundinnen und Kunden durchaus mit Aktivitäten rund ums Eigenheim beschäftigen“.
Der Blick in die Sortimente bestätigt das. Investive Güter wie Fliesen sind Verlierer des Halbjahres (-14,2%), auch neue Gartenmöbel (-9,6%) und allgemein Freizeit- und
Saisongüter (-7,2%) standen erwartungsgemäß nicht im Fokus der Kunden. Auf der Plus-Seite stand hingegen die Pflege des Kfz – der Automotive-Bereich legte um +5,9% zu, hier kauften die Verbraucher besonders Kraft- und Schmierstoffe.
Ein Tribut an das volatile Wetter ist der Umsatzzuwachs des Segments Gartenchemie/Erden/Saatgut (+9,4%). Hier kauften die Kundinnen und Kunden neben Rasen- und Pflanzensaatgut besonders Produkte zum Pflanzenschutz. Um +3,7% ging es auch beim Lebendgrün nach vorn. Wetterharte Outdoor-Pflanzen waren dabei die gefragtesten Umsatzbringer. Was noch positiv durchschlug: Das Sortiment „Sonstiges“ wuchs um 4,2% – hier enthalten u.a. Schutz- und Regenbekleidung. Wen
wundert’s…
Verdrehte Sortimentswelten
Etwas umgekehrt die Welt in Österreich: Hier gabs in den Auftaktmonaten offenbar so viel Nachholbedarf, dass das Segment Gartenmöbel mit +14,2% den größten Anstieg verzeichnete. Gartenchemie/Erden/Saatgut verkauften sich ebenfalls sehr gut (+10,2%). Bergab ging es für die Produkte aus der Warengruppe Bauelemente (-18,1%), und auch für Fliesen fanden die Österreicher weit weniger Verwendung (-16,3%).

In der Schweiz waren es wiederum die Gartenmöbel mit dem größten Ausreißer nach unten (-17,0%). Positive Akzente setzte hingegen das Elektro-Sortiment mit +2,9%.

Mit Wirkung zum 01.09.2024 hat der Aufsichtsrat der Landgard eG nach einstimmigem Beschluss Diplom-Kaufmann Moritz Krannich (45) zum neuen CFO der Landgard eG bestellt. Er folgt auf Carsten Bönig, der das Unternehmen auf eigenen Wunsch vorzeitig zum 31.12.2024 verlässt. Somit ist durch die Bestellung von Moritz Krannich ein lückenloser Übergang in der Führung des Finanzressorts sichergestellt. 
Die Inflationsrate in Deutschland − gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – lag im Juli 2024 bei +2,3 %. Im Juni 2024 hatte die Veränderungsrate +2,2 % betragen, nach +2,4 % im Mai 2024. 

Zum zweiten Mal in Folge belegt COMPO den ersten Platz in der Kategorie „Gartenpflege“ des renommierten Rankings „Deutschlands Beste Nachhaltigkeit 2024“. Im Auftrag von Focus Money untersuchen DEUTSCHLAND TEST und das Hamburger Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) Jahr für Jahr auf Basis einer umfangreichen, wissenschaftlichen Datenanalyse, welche Unternehmen in Deutschland bei Verbrauchern für die höchste ökologische, ökonomische und soziale Verantwortung stehen. Wie schon 2023 erhält COMPO auch in diesem Jahr die volle Punktzahl von 100 Punkten und wird zum Branchensieger für Nachhaltigkeit 2024 gewählt.

Neudorff möchte immer am Puls der Zeit und nah an den Bedürfnissen von Garten-Menschen und Balkon-Freunden sein. Dadurch ist das Unternehmen zu einer Branchengröße geworden, die ein zuverlässiger Partner rund um grüne Themen ist. Nun präsentiert Neudorff seine Website mit neuem Look und neuer Nutzerführung. Dabei hat sich nicht nur die Gestaltung geändert, es gibt auch ein neues Tool.
Hellweg Die Profi-Baumärkte GmbH & Co. KG und toom Baumarkt GmbH haben die Zusammenarbeit in der Einkaufsgesellschaft DIY-Union beendet. Hellweg tritt zum 31.12.2024 als Gesellschafter der DIY- Union aus.
Die unterschiedlichen Vorstellungen der weiteren Entwicklung sowie der strategischen Ausrichtung der Kooperation haben zu diesem einvernehmlichen Entschluss geführt. „Wir haben gemeinsam entschieden, dass wir nach rund sieben Jahren DIY-Union wieder getrennte Wege gehen. toom Baumarkt steht für Verlässlichkeit und bleibt auch weiterhin ein respektvoller und loyaler Partner der Lieferanten“, erklärt Dominique Rotondi, Geschäftsführer Einkauf und Logistik toom Baumarkt. „Wir bedanken uns bei den Kolleginnen und Kollegen von Hellweg für die immer gute und vor allem vertrauensvolle Zusammenarbeit“, so Rotondi weiter, der auch als Geschäftsführer der DIY-Union fungiert. Die DIY-Union wird seitens toom Baumarkt ohne Hellweg-Beteiligung weitergeführt. 
Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich im Juli spürbar verbessert. Die Einkommenserwartungen legen deutlich zu und sowohl die Konjunkturerwartung wie auch die Anschaffungsneigung steigen moderat an. Die Sparneigung hingegen zeigt sich nahezu unverändert. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen kann sich das Konsumklima aktuell deutlich erholen: Der Indikator steigt in der Prognose für August im Vergleich zum Vormonat (revidiert -21,6 Punkte) um 3,2 Zähler auf -18,4 Punkte. Dies zeigen die aktuellen Ergebnisse des GfK Konsumklimas powered by NIM. Es wird seit Oktober 2023 gemeinsam von GfK und dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM), Gründer der GfK, herausgegeben.