BGL-Konjunkturumfrage 2020: wirtschaftliche Lage „gut“

von Bernhard Simon

Bei der Herbst-Konjunkturumfrage 2020 des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL) zeichnen die teilnehmenden Unternehmen ein weiteres Jahr in Folge ein grundsätzlich positives Bild von ihrer wirtschaftlichen Lage. Einige Ergebnisse fallen sogar besser aus als in den Vorjahren und geben so Anlass zu vorsichtigem Optimismus für 2021.

 In diesem Geschäftsjahr hat das Ergebnis der aktuellen GaLaBau-Konjunkturumfrage eine besondere Bedeutung: Rund 97 Prozent der Befragten bewerten die wirtschaftliche Situation der GaLaBau-Branche 2020 mit mindestens „befriedigend“ –  mitten in der Corona-Situation.

Mit Optimismus in die nächsten Jahre

Selbst der Blick in die fernere Zukunft fällt positiv aus: Rund 92 Prozent der Befragten schätzen die Zukunftsaussichten der grünen Branche auch für die nächsten fünf Jahre noch „sehr gut“ bis „befriedigend“ ein. Für den eigenen Betrieb sehen die Unternehmer sogar optimistischer in die kommenden Jahre: Fast 94 Prozent bewerten die langfristige wirtschaftliche Situation ihres Unternehmens mindestens „befriedigend“, davon 10 Prozent sogar „sehr gut“.

Insgesamt gute Auftragslage bei GaLaBau-Unternehmen

Grund dafür dürfte die aktuell gute Auftragslage sein: Im Bereich „Neubau“ sind die Betriebe durchschnittlich 19 Wochen lang voll ausgelastet, zwei Wochen mehr als im Vorjahresherbst.

Auch die Pflegeaufträge reichen für eine Vollbeschäftigung für die nächsten 13 Wochen (und damit ebenfalls zwei Wochen länger als 2019). Zudem bewerten 36 Prozent die Auftragslage besser als 2019; immerhin 54 Prozent setzen sie mit dem Vorjahr gleich. Dazu passt, dass jeder befragte Betrieb durchschnittlich 21 Mitarbeiter*innen beschäftigt – genauso viele wie im Herbst 2019.

BGL-Präsident Lutze von Wurmb: „Unsere Auftragslage im Privatgarten ist aktuell gut. Bei öffentlichen Aufträgen wünschen wir uns als GaLaBau-Branche allerdings deutlich mehr Planungssicherheit.“

„2020 ist durch die Corona-Pandemie gesamtgesellschaftlich ein Ausnahme- und Krisenjahr, mit unvorhersehbaren und dramatischen Entwicklungen in vielen Wirtschaftsbereichen. Deshalb freuen wir uns als grüne Branche besonders über diese positiven Ergebnisse und sind sehr dankbar dafür“, so BGL-Präsident Lutze von Wurmb. „Gleichzeitig müssen wir unsere Rahmenbedingungen aber auch nutzen, um uns unternehmerisch und verbandspolitisch noch besser aufzustellen, auch zu den großen Themen wie Klima- und Umweltschutz.“ 

„Mehr Planungssicherheit bei öffentlichen Aufträgen“

Viele Menschen investierten 2020 mehr in die Lebensqualität zuhause und im eigenen Garten, statt in Urlaub zu fahren. Folgerichtig erlebt die grüne Branche gerade einen starken Trend zum gepflegten Privatgarten, der mit Hilfe des Landschaftsgärtners sowohl als Erlebnisraum draußen als auch naturnah und artenreich gestaltet wird. Hier erwirtschafteten die GaLaBau-Betriebe laut Herbstumfrage rund 58 Prozent ihrer Umsätze.

„Trotz der schwierigen, gesamtwirtschaftlichen Situation bleiben wir in diesem Segment für 2021 vorsichtig optimistisch“, zieht von Wurmb auf Basis der Umfrage-Ergebnisse ein positives Zwischenfazit. „Was wir aber dringend brauchen, sind weitere Investitionen und Planungssicherheit bei den öffentlichen Aufträgen für das „Grün in der Stadt“. Hier benötigen wir von der Bundes- und Landespolitik mehr langfristige Förderprogramme für grüne Infrastruktur, Parks und öffentliche Grünflächen als Investition in Lebensqualität und Klimaschutz in den Innenstädten.“

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Bernhard Simon – 
Dienstleistungen für die “Grüne Branche”

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