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Amaryllis: Winterschönheiten in prächtigen Farben

Stau auf glatten Straßen, graue Nebelfronten, kalter Schneeregen und frühe Dunkelheit: Das ist die Kehrseite des Winters jenseits von Lichterglanz und Festtagsstimmung. Daher ist gerade jetzt, wenn die Natur mit Wärme, Licht und Farbe geizt, ein behagliches Heim besonders wichtig. Am besten gibt es dort genau das, was draußen fehlt: Durch Heizungen, Lampen und Kerzen sowie durch winterblühende Stimmungsmacher.

Unbedingt dazu gehört die Amaryllis (Hippeastrum), eine der schönsten winterblühenden Zimmerpflanzen. Auf ihrem bis zu 70 Zentimeter hohen Stängel thronen drei bis sechs riesige sternförmige Blüten in tiefem Rubinrot, zartem Rosa, edlem Weiß, erfrischendem Orange oder zweifarbig. Sorten wie ‘Clown‘, ‘Dancing Queen‘ und Monte Carlo‘ besitzen sogar gestreifte Blüten und die gefüllt blühenden Amaryllis wie ‘Diva‘ oder ‘Double Dream‘ erinnern mit ihren zahlreichen Blütenblättern an üppige und romantische Seerosen.
AmaryllisPink mit weißen Streifen: das ist die Amaryllis ‚Monte Carlo‘ (Foto: fluwel)

Der Aufwand für solcherlei Blütenpracht für den Pflanzenfreund ist äußerst gering. Die Blumenzwiebelspezialisten bieten derzeit ein großes Sortiment verschiedener Amaryllissorten an.

Zu Hause werden die Zwiebeln am besten in Tontöpfe gepflanzt, denn diese sind im Vergleich zu Kunststofftöpfen standfester. Schließlich erreichen die prächtigen großen Amaryllisblüten ein ganz schönes Gewicht! Die Töpfe sollten nicht viel größer als die Zwiebel sein. Ein daumenbreiter Abstand zwischen der Zwiebel und dem Topfrand reicht aus.

Wichtig ist, die Zwiebel nicht zu tief zu pflanzen: Mindestens ein Drittel sollte noch aus der Erde ragen. Die Wurzeln sollten beim Einsetzen weder beschädigt noch geknickt werden.
Das Tolle an der dicken Amarylliszwiebel ist ihr Tempo. Als wahre Sprinter brauchen die Zwiebeln nur sechs bis acht Wochen in molliger Wärme, bis sich daraus die Schönheiten in voller Blüte entwickelt haben.

Als ursprüngliche Südamerikanerin ist der Lieblingsplatz der Amaryllis ein Fensterbrett über einem Heizkörper. Die erste Zeit nach dem Pflanzen sollte nur sparsam gegossen werden. Erst wenn die Blütenstiele etwa handhoch sind und sich die Blütenknospen zeigen, benötigen die Pflanzen mehr Wasser. Auch Düngergaben sind dann im Abstand von zwei Wochen willkommen. Da sich Amaryllis mit ihren großen Blüten stark zum Licht neigen, sollten die Töpfe ab und zu gedreht werden, damit die Zwiebelpflanzen gerade wachsen. Werden sie ab der Blütezeit etwas kühler gestellt, verlängert sich diese und die eindrucksvollen Sternblüten bringen noch länger leuchtende Farben ins Wintergrau.(Quelle: GPP)

 

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