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Zierpflanzen-Großhändler im Dialog mit dem BUND

Diskussion über Studie zu Rückständen auf bienenfreundlichen Pflanzen.

Aus Anlass der vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und dem österreichischen Schwesterverband Global 2000 veröffentlichten Studie zur Pflanzenschutzmittelrückständen auf bienenfreundlichen Pflanzen, hat der Verband des deutschen Blumen- Groß- und Importhandels (BGI e.V.) Vertreter der Umweltorganisationen eingeladen, die Ergebnisse der Studie auf dem digitalen Netzwerktreffen der Topfpflanzengroßhändler am 10. Juni 2021 vorzustellen und zu diskutieren.

BUND und BGI diskutierten über Bienenschutz (Foto: uschi dreiucker / pixelio.de)

Corina Hölzel vom BUND präsentierte die Ergebnisse und stellte Forderungen an die Politik, im Hinblick auf systematische staatliche Kontrollen von Pestizidrückständen auf Zierpflanzen und insbesondere importierter Ware, zum Schutz bestäubender Insekten. Darüber hinaus fordert der BUND strengere Kriterien für den europäischen Pflanzenpass mit einer Ausweitung auf die Herkünfte des Ausgangsmaterials. Hölzel betonte, dass der BUND den Anbau von Zierpflanzen in Gänze im regionalem Anbau eindeutig präferiere.

Dominik Linhard von Global 2000 stellte den Ökotox-Index vor, nach dem die österreichische NGO Pestizidrichtlinien für Zierpflanzen aufstellt und in den Faktoren, wie eine Verweildauer im Boden und im Wasser, die Giftigkeit für Menschen, Tiere und Organismen sowie das Potenzial zur Anreicherung in organischem Gewebe jedes einzelnen Mittels und deren bei der jeweiligen Beprobung gefundenen Summe, einfließen.

In der anschließenden Diskussion zeigten sich die Großhändler offen für die Problematik, wiesen aber auf eine notwendige Betrachtung der globalen Zusammenhänge der Zierpflanzenproduktion und Vermarktung hin. Sie betonten den verantwortlichen Umgang der Unternehmen mit den von ihnen vermarkteten Pflanzen auch im Hinblick auf ihre Bezugsquellen und beurteilten die Forderung nach einer rein regionalen Produktion als nicht praktikabel und auch aus Klimaschutzgründen als nicht unbedingt zielführend. BUND und die Topfpflanzen-Großhändler wollen im offenen konstruktiven Austausch bleiben und die angesprochenen Themen weiterverfolgen.

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