Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Dezember 2018
Die Stimmung der deutschen Verbraucher zeigt zum Jahresende 2018 kein einheitliches Bild. Während die Einkommenserwartung leicht zulegt, müssen sowohl Konjunkturerwartung als auch Anschaffungsneigung Einbußen hinnehmen. Da auch die Sparneigung etwas zurückgeht, prognostiziert GfK für Januar 2019 einen gegenüber Dezember unveränderten Wert von 10,4 Punkten.
Zum Jahresende geht die Schere zwischen den Erwartungen hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen und eigenen finanziellen Entwicklung weiter auseinander. Zum einen setzt sich der Abwärtstrend der Konjunkturaussichten fort, und auf der anderen Seite können die Einkommenserwartungen der Haushalte ihr ohnehin hohes Niveau noch einmal verbessern. Da auch die Anschaffungsneigung Verluste erleidet, zeigt sich das Konsumklima unverändert.

Konjunkturoptimismus schwindet weiter
Mit dem dritten Rückgang in Folge setzt die Konjunkturerwartung ihren Abwärtstrend zum Jahresende 2018 fort. Nach einem Minus von 3,3 Zählern rutscht der Indikator auf 14,1 Punkte. Das ist der niedrigste Wert seit Februar 2017, damals wurden 9,7 Punkte gemessen. Gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres hat er damit mehr als 30 Punkte verloren.
Der anhaltende Handelskonflikt zwischen den USA, China und der EU sowie die Verunsicherung wegen des Brexit lassen den Konjunkturoptimismus unter den Verbrauchern zunehmend schwinden. Vor allem in drohenden Handelshemmnissen, wie zum Beispiel höheren Zöllen, sehen die Bundesbürger für die Exportnation Deutschland Gefahren. Schwächelnde Ausfuhren dämpfen das Wachstum.
Gerade vor dem Hintergrund der weltwirtschaftlichen Turbulenzen haben die Experten zuletzt ihre Konjunkturprognosen für das kommende Jahr zurückgenommen. Momentan geht die überwältigende Mehrheit davon aus, dass das BIP 2019 nur noch um etwa 1,5 Prozent steigen wird.








