Im Dezember muss die Verbraucherstimmung wieder einen Dämpfer hinnehmen. Sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartung erleiden Einbußen, während die Anschaffungsneigung ihr ohnehin sehr hohes Niveau leicht steigern kann. GfK prognostiziert für Januar 2020 einen Wert von 9,6 Punkten und damit 0,1 Zähler weniger als im Dezember dieses Jahres (9,7 Punkte). Das sind Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Dezember 2019.

Der konjunkturelle Gegenwind in Deutschland und vor allem die gesunkene Einkommenserwartung sorgen dafür, dass das Konsumklima leicht verliert. Dagegen stemmt sich jedoch die Anschaffungsneigung, die leicht zulegt.
„In einem stürmischer werdenden konjunkturellen Umfeld erweist sich die Anschaffungsneigung auch zum Jahresende 2019 als ein Fels in der Brandung. Die Verbraucher lassen sich ihre Kauflaune bislang nicht verderben“ erklärt Rolf Bürkl, GfK Konsumexperte. „Eine wichtige Stütze erfährt die Anschaffungsneigung dabei durch die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Drohende Strafzinsen für Geldanlagen haben die Sparneigung auf ein neues Allzeit-Tief stürzen lassen und machen das Sparen wenig attraktiv. Für den Handel sind das im Jahresendspurt sicherlich gute Nachrichten.“



Für August zeigt das Konsumklima einen Wert von 9,7 Punkten und damit 0,1 Punkte weniger als im Juli. (Grafik: GFK)



