Knapp sechs Wochen vor Heiligabend haben die Weihnachtsbaumerzeuger die Vorfreude aufs Fest eingeläutet. Zum Start der Weihnachtsbaumsaison blicken die Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger auf ein gutes Jahr zurück. Dank des feuchten Wetters gibt es ausreichend Tannen in hoher Qualität und zu fairen Preisen.

Nadelholzkultur im Sauerland (Foto:Landesverband Gartenbau NRW)
Ein Symbol der Gemeinschaft und Tradition
Traditionell prägt der Weihnachtsbaum das Fest der Liebe und bringt Familien zusammen, während er die Wohnzimmer festlich erstrahlen lässt. In einer Zeit, in der Gemeinschaft und Tradition mehr denn je geschätzt werden, bleibt der Weihnachtsbaum ein unverzichtbares Symbol der Vorweihnachtszeit.
Günstige Wetterbedingungen sorgen für erstklassige Qualität
Die diesjährige Saison profitiert von günstigen Wetterbedingungen, die eine hervorragende Qualität der Bäume sichergestellt haben. „Das Wetter war in diesem Jahr ideal für ein gleichmäßiges Wachstum unserer Weihnachtsbäume. Die gleichmäßige Verteilung von Regen und Sonne hat zu stabilem Wachstum und zu einer intensiven Nadelfarbe geführt“, erklärt Eberhard Hennecke. Er ist Vorsitzender der Fachgruppe Weihnachtsbaumerzeuger im Landesverband Gartenbau NRW und baut selbst Weihnachtsbäume im Sauerland an.
Leichte Preisanpassungen notwendig
Hennecke ist optimistisch, dass alle Familien einen erschwinglichen Weihnachtsbaum bekommen. Aufgrund gestiegener Produktionskosten, insbesondere beim Personal, sind kleine Preissteigerungen bei den Tannen unumgänglich. Die Branche kämpft nach wie vor mit einem erheblichen Fach- und Arbeitskräftemangel, was sich auch auf die Produktions- und Vertriebskosten auswirkt. Die Weihnachtsbaumproduzenten werden auch in der kommenden Saison hochwertige Bäume anbieten können, die mit hohen Qualitätsstandards regional produziert werden. Die Erhöhung der Preise ermöglicht es den Weihnachtsbaumerzeugern die gestiegenen Kosten auszugleichen und die Qualität der Bäume zu gewährleisten.
Regionale Tannen beliebt
Die Kunden legen immer mehr Wert auf Regionalität. Ein Viertel aller Weihnachtsbäume wird direkt bei den landwirtschaftlichen Betrieben gekauft. So auch bei Familie Tacke: „An zwei Wochenenden im Advent laden wir zu einem Weihnachtsbasar auf unserem Hof ein. Mit einem Besuch auf unseren Höfen können die Menschen die Faszination der heimischen Forstwirtschaft erleben und die Vorfreude auf das Fest in der Natur genießen. Der Kauf eines Weihnachtsbaums direkt beim Erzeuger ist für viele Familien ein festes Ritual geworden. Insbesondere den Baum auf den heimischen Betrieben selbst zu sägen erfreut sich in den letzten Jahren steigender Beliebtheit“, berichtet Heiko Tacke.

Weihnachtsbaumkönigin Sarah Nesshoever
Auch die deutsche Weihnachtsbaumkönigin Sarah Neßhöver freut sich über die Wertschätzung für regional erzeugte Tannenbäume: „Der Weihnachtsbaum ist mehr als nur eine festliche Dekoration – er ist ein Symbol für Heimatverbundenheit und nachhaltiges Wirtschaften. Durch den Direktverkauf können unsere Produzenten zeigen, dass sie auf regionale, umweltfreundliche Anbaumethoden setzen und Traditionen pflegen.“
NRW ist Weihnachtsbaumland
Jährlich werden in Deutschland zwischen 23 und 25 Millionen Weihnachtsbäume verkauft. Für die Produktion spielt Nordrhein-Westfalen eine zentrale Rolle. Sieben Millionen Weihnachtsbäume werden allein im Sauerland produziert und verkauft. Mit rund 18.000 Hektar Anbaufläche ist Südwestfalen eines der größten Anbaugebiete in Europa. Die mit großem Abstand beliebteste Baumsorte für das Weihnachtsfest ist die Nordmanntanne. Abgeschlagen folgen Blaufichte und Nobilis.
Einen Ausblick auf das, was die grüne Branche im kommenden Jahr erwartet, gibt die IPM ESSEN vom 28. bis 31. Januar 2025. Aussteller aus rund 50 Ländern präsentieren in der Messe Essen ihre innovativen Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Pflanzen, Technik, Floristik und Ausstattung. Die Weltleitmesse des Gartenbaus ist dabei mehr als eine Ausstellung: Die Messe Essen hat für die nächste Ausgabe ein top-aktuelles Begleitprogramm mit vielen neuen Veranstaltungen und Services zusammengestellt – unter anderem im Jungpflanzen- und im Baumschulbereich.
Auch der zum Ende hin versöhnliche Spätsommer konnte den Trend nicht umkehren: Nach drei Quartalen bleibt bei der Umsatzbetrachtung der Branche ein Minus stehen, das allerdings durchaus hätte noch deutlicher ausfallen können. Die Gründe bleiben seit Monaten unverändert: Konsumverzicht, lange Schlechtwetterstrecken und schwierige Rahmenbedingungen besonders in den baunahen Gewerken ließen die Warenkörbe schrumpfen. 


Die Inflationsrate in Deutschland − gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – lag im Oktober 2024 bei +2,0 %. Damit hat die Inflationsrate wieder angezogen, nachdem sie in den beiden Vormonaten September 2024 (+1,6 %) und August 2024 (+1,9 %) unter zwei Prozent gefallen war. 
