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Landgard muss organisatorische und strukturelle Probleme lösen

 

 

 

Die „Herbstordertage“ von Landgard waren in diesem Jahr nicht nur wirtschaftlich zufriedenstellend: Eine große Bedeutung als Kommunikationsplattform besitzt auch der Branchentreff, der jeweils am ersten Abend der Ordertage stattfindet. Viele Gärtner sowie Mitarbeiter der über 100 ausstellenden Gärtnereibetriebe nutzten die Gelegenheit, um mit Kollegen und Kunden über aktuelle Entwicklungen der Branche zu diskutieren. Diesmal mit dabei und im intensiven Gespräch mit den Gästen: das neue Landgard-Vorstandsteam Gerold Kaltenbach und Jürgen Rosar.

Dabei erläuterte der Vorstand auch den Status der internen Bestandsaufnahme. „Es ist deutlich, dass wir bei Landgard erhebliche organisatorische und strukturelle Probleme lösen müssen“, sagte Gerold Kaltenbach. Das Unternehmen sei an der einen oder anderen Stelle sanierungsbedürftig. Derzeit erarbeite der Vorstand ein umfangreiches Maßnahmenpaket, dass alle Bereiche des Unternehmens umfasst.

Bereits heute stehe fest, dass die Sachkosten deutlich gesenkt werden müssen, darüber hinaus würden Investitionen zurückgefahren. Gleichzeitig unterstrich Kaltenbach, dass das Unternehmen prinzipiell gut aufgestellt sei: „Wir haben alle Zukunftschancen, denn unser Geschäftsmodell ist grundsätzlich richtig. Wir müssen und werden jetzt die anstehenden Herausforderungen lösen, um Landgard wieder profitabel und erfolgreich zu machen.“

Auf der Vertreterversammlung, die voraussichtlich Mitte Oktober stattfindet, wird Landgard neben dem Jahresabschluss für 2011 auch die konkrete Ausgestaltung des künftigen Kurses vorstellen. Nach Aussage von Kaltenbach stehen alle Organisationseinheiten und Strukturen auf dem Prüfstand. Landgard-Vorstand Jürgen Rosar betonte, dass das Unternehmen seine Rolle als Dienstleister für Erzeuger und Handel wieder konsequenter wahrnehmen müsse: „Das ist unsere Hauptaufgabe, denn ohne Ware und ohne Abnehmer können wir kein Geschäft machen.“  (Quelle: Landgard)

Simon meint:

Es ist sehr positiv zu bewerten, dass die jetzt amtierenden Landgard Vorstände Jürgen Rosar und Gerold Kaltenbach sich zunächst einmal mit dem Ist- Zustand des Unternehmens befassen. Einfach weiter so wie bisher kann ja nicht die Devise sein. Es kommt jetzt darauf an die Landgard eG für die Zukunft fit zu machen.

In diesem Unternehmen steckt ein riesiges Potenzial, was jedoch nur gehoben werden kann, wenn die Unternehmensstrukturen den Marktgegebenheiten angepasst werden. Für den niederrheinischen Gartenbau ist es von großer Bedeutung, dass die Landgard e.G. wieder auf Erfolgskurs kommt.

Eine funktionierende Absatzorganisation ist die Überlebensgarantie für die meisten Gartenbaubetriebe. Das sollte allen Kritikern innerhalb der Branche bewusst sein. Ohne diesen Vermarkter hätte sich der Gartenbau im Rheinland nicht so entwickeln können. Dies haben die Gründer der Genossenschaften damals frühzeitig erkannt.

Die Reihen müssen nun geschlossen werden um die Landgard e.G. wieder auf Kurs zu bringen. Dies gilt nicht nur für die angeschlossenen Gartenbaubetriebe, sondern in gleichem Maße auch für die Landgard-Mitarbeiter, die in diesem Prozess wichtige Aufgaben zu erfüllen haben.

Es werden sicher schmerzliche Einschnitte erforderlich sein um das angestrebte Ziel zu erreichen. Im Vordergrund muss jedoch stehen, dieses Unternehmen auf schnellstem Wege wieder erfolgreich im Markt zu positionieren.

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