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Landgard erzielte auch 2018 wieder ein Rekordergebnis

Unter dem Motto: Regional verwurzelt, national gefestigt und international wachsend, stellte Armin Rehberg, Vorstandsvorsitzender der Erzeugergenossenschaft Landgard zusammen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Bert Schmitz die Ergebnisse 2018 vor.

  • Der Landgard Umsatz legt 2018 um 15,7 Mio. Euro auf 1, 953 Mrd. Euro zu
  • Um mehr als 40 % konnte das Ergebnis vor Steuern (EBT) gesteigert werden.
  • Ein Plus von 20,4 % wurde beim operativen Ergebnis (EBIT) erzielt.
  • Umsatzplus bei Blumen und Pflanzen 2,1 %
  • Umsatzplus bei Obst und Gemüse 3,0 %
  • 8,3 Prozent betrug das Umsatzplus im Geschäftsfeld Logistik
  • Steigerung des wirtschaftlichen Eigenkapitals auf 62,7 Millionen EUR bei gleichzeitigem weiterem Abbau der Bankverbindlichkeiten auf rd. 200 Millionen EUR
  • Mitglieder/Gartenbaubetriebe in Deutschland insgesamt 2456, davon in Westdeutschland 1549, Norddeutschland 509, Ostdeutschland 205 und Süddeutschland 193 Betriebe.
  • Mitglieder aus dem Ausland (Europa Afrika und Asien) 582.

Landgard hat 2018 im fünften Jahr in Folge ein neues Rekordergebnis mit rein organischem Umsatzwachstum erzielt und sich trotz erneut sehr herausfordernden Rahmenbedingungen und sinkender Roherträge wieder deutlich besser entwickelt als die Märkte für Blumen und Pflanzen sowie Obst und Gemüse insgesamt. Kälte, Nässe und Frost im Frühjahr sowie große Hitze und lang anhaltende Trockenheit in den Sommermonaten führten zu produktionsbedingten Einbußen, höheren Produktionskosten, niedrigeren Abgabepreisen und Umsatzausfällen in Deutschland und Europa.

Gut gelaunt stellten die Führungskräfte der Landgard eG die Geschäftszahlen vor.   v.l. Dirk Bader ( Generalbevollmächtigter Blumen & Pflanzen Landgard eG, Carsten Böning (Vorstand Landgard eG), Armin Rehberg (Vorstandsvorsitzender Landgard eG) Labinot Elshani (Generalbevollmächtigter Obst & Gemüse Landgard eG) Bert Schmitz (Aufsichtsratsvorsitzender der Landgard eG)

Im Hinblick auf sinkende Roherträge, wies Herr Rehberg darauf hin, dass die Preise sowohl bei Blumen und Pflanzen, wie auch im Geschäftsfeld von Obst und Gemüse am Markt nach wie vor unter hohem Druck stehen, während die allgemeinen Betriebskosten weiter stiegen. So seien die Kosten für Strom beispielsweise in den Niederlanden nur halb so hoch wie in Deutschland, was ein echter Wettbewerbsnachteil sei. Der Vorstandsvorsitzende machte darauf aufmerksam, dass man als Genossenschaft natürlich nicht die Gewinnmaximierung im Auge habe, sondern es ginge darum, den Mitgliedsbetrieben eine Plattform zu bieten, die deren wirtschaftliche Situation sichert.

In diesem Zusammenhang wies Rehberg auch darauf hin, dass an der Wertschätzung der Produkte weiter gearbeitet werden muss, um eine nachhaltige Stabilisierung und ggf. Verbesserung der Preissituation sicherzustellen. Mit der Landgard Initiative „Blumen – 1000 gute Gründe“ spricht man in den sozialen Medien wie Facebook und Instagram vor allen Dingen die jüngere Generation an. Mit ca. 180.000 Facebook-Fans hat man die größte Community bei Blumen und Pflanzen erreicht. Nach dem gleichen Konzept wurde zu Beginn des Jahres auch für den Bereich Obst & Gemüse eine vergleichbare Initiative gestartet.

Die Erzeugergenossenschaft Landgard konnte trotz aller Widrigkeiten ihren Bruttoumsatz im Jahr 2018 mit organischem Wachstum auf über 1,95 Milliarden EUR steigern. Das EBT konnte um mehr als 40 Prozent auf 19,3 Millionen EUR verbessert werden. Sowohl das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) als Kennziffer der operativen Ertragskraft als auch das operative Geschäftsergebnis (EBIT) lagen mit 53,7 Millionen EUR bzw. 31,2 Millionen EUR erneut über den Ergebnissen des Vorjahres.

Die positive Entwicklung wurde von beiden Geschäftsfeldern getragen. Das Geschäftsfeld Blumen & Pflanzen entwickelte sich 2018, trotz extremer wetterbedingter Schwankungen und einem Jahrhundertsommer mit extremer und lang anhaltender Trockenheit, mit einem Umsatzzuwachs von 2,1 Prozent positiver als der Markt. Diese Entwicklung resultiert aus der strategischen Ausrichtung der verschiedenen Geschäftsfelder, der flankierenden Serviceangebote für Kunden sowie der konsequenten Umsetzung der Produkt-, Vermarktungskonzept- und Lizenzpolitik als elementarem Baustein der Vertriebsaktivitäten. Darüber hinaus wurde für das im Geschäftsfeld Blumen & Pflanzen wichtige Fachhandelsgeschäft der „Cash & Carry Zukunftsmarkt Herongen“ vor der Frühjahrssaison 2018 neu eröffnet.

Das Geschäftsfeld Obst & Gemüse entwickelte sich im vergangenen Geschäftsjahr trotz teilweise sehr herausfordernden Wetterbedingungen mit einem unkonsolidierten Umsatzzuwachs von knapp 3 Prozent über dem Branchendurchschnitt. Dabei hat der unkonsolidierte Gesamtumsatz der Sparte abermals die Milliarden-Grenze überschritten. Im Geschäftsjahr betrug der unkonsolidierte Umsatz rund 1.080 Millionen EUR (Vorjahr: 1.047 Millionen EUR).

Die positive Entwicklung der Erzeugergenossenschaft Landgard im Geschäftsjahr 2018 zeigt sich auch im weiteren Abbau der Bankverbindlichkeiten auf knapp 200 Millionen EUR und dem kontinuierlichen Aufbau des Eigenkapitals durch die gestiegenen Geschäftsguthaben der über 3.000 Mitgliedsbetriebe. Das wirtschaftliche Eigenkapital der Landgard eG konnte auf 62,7 Millionen EUR und damit gegenüber dem Vorjahr um 9,1 Millionen EUR gesteigert werden.

Landgard hat Ende 2018, zwei Jahre vor dem möglichen Ablauf der vorherigen Finanzierung, eine neue, deutlich verbesserte langfristige Neufinanzierung abgeschlossen. Damit ist die Finanzierung der Erzeugergenossenschaft Landgard langfristig bis zum Jahr 2023 gesichert. Die neue Finanzierung hat eine maximale Laufzeit von fünf Jahren mit drei Jahren Grundlaufzeit und jeweils zweimal einem Jahr Verlängerungsoption. Das Zinsniveau konnte weiter marktgerecht optimiert werden und führt zu deutlich niedrigeren Finanzierungskosten für Landgard.

„Die positive Entwicklung der Erzeugergenossenschaft Landgard ist umso erfreulicher, wenn wir uns die Entwicklung rechts und links von Landgard ansehen. Das fünfte Jahr in Folge wesentliche Ergebnisverbesserungen in immer anspruchsvolleren Märkten bei sinkenden Roherträgen ist keine Selbstverständlichkeit. Für diese Entwicklung bedanken wir uns bei allen Beteiligten – unseren Mitgliedsbetrieben, Gremien, Mitarbeitern, insbesondere unseren strategischen Kunden und unseren Finanzierern und Partnern. Wir sollten nicht vergessen, dass solche Ergebnisse nur gemeinsam möglich sind. Als verantwortungsvoller Marktführer gilt es, permanent gerade in einer Null-Toleranz-Welt als Dienstleister mit ersthändigem Warenbezug Mehrwerte zu liefern. Dies erreichen wir mit unserer Strategie `Landgard, die genossenschaftliche Vermarktung 4.0 in der Grünen Branche´. Nur mit einer konsequenten Umsetzung können wir unsere verantwortungsvolle Marktführerschaft sichern und weiter ausbauen. Das `WIR´ stand und steht dabei für uns absolut im Mittelpunkt und ist der Kern unseres modernen genossenschaftlichen Handelns“, so Armin Rehberg, Vorstandsvorsitzender der Landgard eG.

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