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Landgard befindet sich in einer sehr guten Verfassung

Die Landgard eG hatte am vergangenen Mittwoch, 25.11.2020 zu einer virtuellen Pressekonferenz geladen. Dabei ging es auch noch einmal um die Entwicklung des Unternehmens 2019/2020, was wir Ihnen bereits im Bericht über die Vertreterversammlung dargestellt haben.

Bei der Pressekonferenz ging es neben der Entwicklung des Unternehmens in den aktuellen Jahren auch um die im Spiegel-Online erhobenen Vorwürfe, welche sicherlich nicht spurlos an den Vorständen vorbeigegangen sind.

Umsatzentwicklung

Carsten Bönig (Vorstand) machte darauf aufmerksam, dass Landgard in den Jahren 2011 und 2012 jeweils schon einmal einen Umsatz von über 2 Mrd. Euro generieren konnte. Diesem Umsatz lag allerdings kein organisches Wachstum zugrunde. Vielmehr basierte dieses Umsatzwachstum auf massiven Firmenzukäufen, die in dieser Zeit vom damaligen Vorstand der Landgard eG getätigt wurden, was natürlich auch zusätzliche Bankverbindlichkeiten zur Folge hatte.

Dies hat sich mit der ab 2013 gestarteten Konsolidierungsphase grundsätzlich verändert. Der Umsatz war zunächst zwar leicht rückläufig, jedoch profitabel. In den Folgejahren stieg der Umsatz der Genossenschaft kontinuierlich an und erreichte bis 2019 wieder mehr als 2 Mrd. Euro, was einer Steigerung von 3 Prozent gegenüber 2018 entspricht.

Für 2020 sieht die gesamte Entwicklung ebenfalls positiv aus und man erwartet erneut eine Umsatzsteigerung von ca.3 Prozent.

Bankverbindlichkeiten, Liquidität und externe Berater

Die Bankverbindlichkeiten der Landgard eG verringerten sich in 2019 um 60,8 Mio. Euro auf jetzt insgesamt noch 143 Mio. Euro bei gleichzeitigem Anstieg des wirtschaftlichen Eigenkapitals auf 17,9 %. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg 2019 um mehr als 31 % und fiel mit 25,3 Mio. EUR deutlich besser aus als im Vorjahr.

Landgard plant keine zusätzlichen Kredite für Investitionen. Die von Landgard für die nächsten Jahre benötigten Investitionsmittel sind durch die laufende Anschlussfinanzierung bzw. deren Verlängerung abgedeckt.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass die Kosten für externe Berater, die Landgard als Auflage der finanzierenden Banken in der Zeit der Sanierung zwischen 2012 und 2017 hinzuziehen musste, in Summe bei unter 0,2 Prozent des gesamten Umsatzes in diesem Zeitraum lagen – und nicht bei zwei Prozent, wie zunächst mitgeteilt. In absoluten Zahlen beliefen sich die Beraterkosten in der Zeit von 2012 bis 2017 auf rund 27 Millionen Euro.

Auch der Forecast 2021 bezüglich Liquidität der Genossenschaft wurde dargestellt, woraus klar zu erkennen war, dass Landgard auch hier keinerlei Problem zu erwarten hat und daraus resultierend keine weiteren Kredite zur laufenden Finanzierung erforderlich sind.

Anzahl der Mitgliedsbetriebe

Die Mitgliederzahl in der Landgard eG ist seit 2015 stabil bei rund 3.000 Betrieben. Wie bei einer solchen Anzahl nicht anders zu erwarten, gibt es eine natürliche Fluktuation mit Zu- und Abgängen. In Summe bewegt sich die Mitgliederzahl aber konstant bei rund 3.000. Gerade bei den Abgängen handelt es sich in vielen Fällen übrigens nicht um Betriebe, die der Erzeugergenossenschaft Landgard bewusst den Rücken kehren. Vielmehr wirkt sich auch die allgemeine Marktentwicklung in Form von Zusammenschlüssen, Betriebsaufgaben und Insolvenzen auf die Mitgliederzahl aus.

Gerade der Trend hin zu Großbetrieben mit entsprechend großen Anbauflächen und hohen Umsätzen lässt sich auch daran ablesen, dass die Anzahl der Geschäftsanteile, die von den Mitgliedsbetrieben gehalten werden, in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen ist.

Dienstwagen.

Der Vorwurf bei Spiegel-Online bezieht sich darauf, dass ein ehemaliger Vorstand ohne Freigabe durch den Aufsichtsrat und damit entgegen der Compliance-Richtlinien einen AMG-Sportwagen als Firmenfahrzeug angeschafft und genutzt hat. Dieser Vorstand ist mittlerweile nicht mehr für Landgard tätig und der Wagen ist verkauft.

Fazit:

  • Die Landgard eG ist ein durchweg gesundes Unternehmen.
  • Alle betriebswirtschaftlichen Zahlen weisen eine positive Entwicklung auf.
  • Die von Spiegel-Online erhobenen Vorwürfe sind durchweg haltlos.

Es stellt sich hier die Frage, warum der Spiegel einen so schlecht recherchierten Bericht veröffentlicht hat und vor allen Dingen, wer ein Interesse daran hat, die Genossenschaft zu schädigen?

Bei der Pressekonferenz wurde mehr als deutlich, dass sowohl die Vorstände Carsten Bönig, Dirk Bader und Karl Voges, sowie der Aufsichtsratsvorsitzende Bert Schmitz sich Ihrer verantwortungsvollen Aufgabe voll bewusst sind und man kann festhalten, dass sich entgegen anders lautender Meldungen die Genossenschaft in einer sehr guten Verfassung befindet.

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