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Jakob Röllgen mit Verdienstkreuz der BRD ausgezeichnet

Für sein jahrzehntelanges berufsständisches Engagement für die Gartenbaubranche in Köln wurde Jakob Röllgen mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Eva Kähler-Theuerkauf (li.) gratuliert mit Oberbürgermeisterin Henriette Reker (re.) Jakob Röllgen (Foto: Landesverband Gartenbau NRW)

„Über 30 Jahre war Jakob Röllgen stets Ansprechpartner für seine Gärtnerfamilien sowie die Auszubildenden und Mitarbeiter in unseren Betrieben. 30 Jahre war er im Vorstand des Fachverbandes Blumen- und Zierpflanzen im Landesverband Gartenbau Rheinland, über 25 Jahre im Vorstand des Kreisverbandes Gartenbau Köln/Rhein-Erft-Kreis sowie über 20 Jahre Vorsitzender des Kreisverbandes aus. Für dieses außerordentliche Engagement wurde Jakob Röllgen von uns 2019 mit der Ehrenmedaille in Silber ausgezeichnet. Mit der Verleihung des Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland erhält Jakob Röllgen eine verdiente gesellschaftliche Anerkennung zu der wir von Herzen gratulieren“, so Eva Kähler-Theuerkauf, Präsidentin des Landesverbandes Gartenbau NRW.  

Jakob Röllgen hat sich nicht nur für den Berufsnachwuchs eingesetzt und im eigenen Betrieb in Köln ausgebildet, sondern organisierte auch spezielle Weiterbildungsveranstaltungen für die in Kölner Betrieben beschäftigten Auszubildenden. Und hat damit lange vor dem seit Jahren beklagten „Fachkräftemangel“ dazu beigetragen, Auszubildende und Mitarbeiter unserer Gartenbaubetriebe zu fördern und die beruflichen Kenntnisse und Fertigkeiten auszubauen. Wie kein anderer gestaltete er das gesellschaftliche Leben des Berufsstandes in Köln, in dem er die jährlichen Lossprechungsfeiern für die Auszubildenden zu Festen mit mehreren 100 Gästen entwickelte. Mit seinen Veranstaltungen erzeugte Jakob Röllgen eine starke Bindung der Gärtnerfamilien, die er zusätzlich durch die Organisation jährlicher Bildungsfahrten noch verstärkte.

Ein besonders hohes Engagement legte Jakob Röllgen bei der Leitung des jährlichen Blumenmaimarktes in Köln an den Tag. Er schaffte es, den 2008 wirtschaftlich bedrohten Markt auf dem Kölner Neumarkt zu beleben und neben dem wirtschaftlichen Erfolg der Bevölkerung Grünes und Blühendes näher zu bringen. Im Rahmen des Marktes wurde anhand von Ausstellungsbeiträgen und in der Öffentlichkeitsarbeit auch aktuelle Themen wie Insektenschutz und die Bedeutung von Bepflanzungen zur Verbesserung des Stadtklimas vermittelt. 1988 war er Initiator der Gartenbaubetriebshilfe Rheinland, die in Kooperation mit der landwirtschaftlichen Sozialversicherung Ersatzkräfte beim Ausfall von Betriebsinhabern vermittelte. Gerade in der Urproduktion sicherten diese Ersatzkräfte oft die Existenz der Betriebe, da gartenbauliche Kulturen ohne ordnungsgemäße Pflege in kürzester Zeit vernichtet werden können. Vom Blumengroßmarkt Köln aus, auf dem der Betrieb seit über 40 Jahren einen Verkaufsstand unterhält, organisierte er die Einsätze und hat damit erheblich zur Existenzsicherung in den angeschlossenen Gartenbaubetrieben beigetragen.

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