Wie wir bereits berichteten, fand am 11. Februar 2026 im Eingangsbereich Nord der Koelnmesse der 25. IVG Medientag Garten statt. Im Rahmen der Veranstaltung hielten Handels-Zukunftsforscherin Theresa Schleicher und Klaus Peter Teipel, Berater und Marktforscher in der DIY- und Gartenbranche, Fachvorträge zu aktuellen Zahlen und Fakten aus der Grünen Branche.
So stellte Schleicher vor rund 200 angereisten Medienvertreter die Trends für das kommende Jahr vor, basierend auf den Anforderungen potenzieller Kundinnen und Kunden. Teipel veröffentlichte die Zahlen der Grünen Branche für das Jahr 2025. Er sprach von leichten Verlusten, aber einem hoffnungsvollen Ausblick für 2026.

Handels-Zukunftsforscherin Theresa Schleicher beim IVG Medientag Garten 2026 (Foto:Uwe Weiser)
Der Garten der Zukunft bleibt ein Sehnsuchtsort. Balkon, Terrasse und Grünflächen sind Rückzugsräume. „Genau deshalb zeigt sich die Gartenbranche widerstandsfähiger als viele andere Konsumsegmente“, sagt Theresa Schleicher.
„In den kommenden Jahren verändern sich allerdings die Spielregeln: Der Preisdruck steigt, Kaufentscheidungen werden rationaler, die kommenden Generationen verfügen weniger über Häuser und Gärten, Effizienz wird zum neuen Maßstab.“ Wer 2026 und 2027 in der Grünen Branche kaufe, frage weniger nach Design, sondern nach Nutzen, Langlebigkeit, Preis und Einsparung. „Die Fragen lauten: Wie viel Wasser spart das Produkt? Wie viel Pflege nimmt es ab? Wie viel Ertrag bringt es?“, so Schleicher.
Leichte Verluste – hoffnungsvoller Ausblick
Auch das Jahr 2025 hat für die deutsche Wirtschaft nicht die erhoffte Wende gebracht. Angesichts konstant hoher Preisniveaus und anhaltender Konsumzurückhaltung musste erstmals auch der Gartenmarkt leichte Umsatzverluste hinnehmen. „Im Vergleich zu anderen Branchen muss der Gartenmarkt dennoch als deutlich weniger konjunkturanfällig herausgehoben werden“, so Klaus Peter Teipel.

Klaus Peter Teipel präsentiert die Marktentwicklungen beim IVG Medientag Garten (Foto: Uwe Weiser)
Mit einem Umsatz von rund 19,7 Milliarden Euro in 2025 hat er ein Minus von -0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Dabei konnte das Segment biologisch-chemischer Bedarf (+1,2 Prozent) zulegen. Auch die Hartwarensegmente haben etwas hinzugewonnen (+0,7 Prozent), während Lebendes Grün etwas verloren hat (-2,0 Prozent).
Hoffnung statt Pessimismus
„Auf der Verbraucherseite genießt der Gartenmarkt nach wie vor einen hohen Stellenwert“, so Teipel. 80 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher fehle es nicht an finanziellen Mitteln, sondern an Motivation und Inspiration. Hier seien Hersteller und Handel gleichermaßen gefordert, dem Markt mit entsprechenden Ideen und Lösungen wieder zu nachhaltigen Wachstumsimpulsen zu verhelfen. „2026 sehe ich die Wachstumsrate für den Gartenmarkt zwischen 0,5 und 2,7 Prozent“, sagt Teipel.