In einem Brief an Bundeskanzler Merz und Vizekanzler Klingbeil fordert der HDE eindringlich, die Debatte um eine mögliche Mehrwertsteuererhöhung umgehend zu beenden. „In der aktuellen konjunkturellen Lage ist eine Erhöhung der Mehrwertsteuer wirtschaftspolitischer Irrsinn!“, mahnt HDE-Präsident Alexander von Preen.
Der private Konsum befinde sich angesichts geopolitischer Krisen in einer beispiellosen Schockstarre. Das Konsumklima sei drastisch eingebrochen und das bloße Gedankenspiel einer Mehrwertsteuererhöhung wirke in dieser ohnehin fragilen Lage als massiver Konsumkiller.
Die Situation des klassischen Einzelhandels (ohne Kfz-Handel), der Waren zum Mehrwertsteuer-Normalsatz verkauft, sei bereits heute äußerst angespannt. Die Branche befinde sich mittlerweile im sechsten Jahr in Folge ohne reales Wachstum und dies bei deutlich gestiegenen Kosten für Energie, Personal und den Wareneinkauf. Diese langanhaltende Schwächephase hinterlässt bereits tiefe Spuren: Seit dem Jahr 2022 hat der Einzelhandel 60.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse verloren. Besonders dramatisch zeigt sich die schlechte Lage auch im Ladensterben direkt vor Ort: Seit 2015 mussten bundesweit über 70.000 Geschäfte endgültig schließen. Diese Entwicklung trifft insbesondere den Non- Food-Bereich enorm hart und entzieht den Innenstädten massiv Attraktivität, Frequenz und wirtschaftliche Substanz.
Die letzte Mehrwertsteuererhöhung im Jahr 2007 habe eine ausgeprägt negative Wirkung auf den Einzelhandel mit normal besteuerten Waren. Die Steuererhöhung habe damals bei diesen Waren eine Preiserhöhung von rund 2,6 Prozentpunkten verursacht. In der Folge erlebe der Einzelhandel in den Jahren 2007, 2008 und 2009 in konstanten Preisen drei Jahre in Folge reale Umsatzrückgänge.
„Mehrere Jahre mit realem Umsatzrückgang kann der Einzelhandel aktuell nicht verkraften, da die Ausgangsbasis durch die schwachen Vorjahre ohnehin schon extrem schwach ist. Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer ist in der aktuellen konjunkturellen Verfassung keine Reform, sondern ein inakzeptabler Eingriff, der die Binnenkonjunktur weiter abwürgt und den Wohlstand des Landes massiv gefährdet. Wer solche Ideen in den Raum stellt, spielt mit dem Feuer und gefährdet tausende Existenzen in unserer ohnehin unter Druck stehenden Branche, insbesondere in unseren Innenstädten“, ergänzt von Preen.
Daher fordert der HDE stattdessen zur Entlastung des Handels und der Verbraucher, die Lohnnebenkosten durch eine strickte Deckelung der Sozialversicherungsbeiträge bei maximal 40 Prozent zu begrenzen und die Energiekosten zu senken. So unterstützt der HDE eine Reduzierung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß für alle Unternehmen und nicht nur für die Industrie. Darüber hinaus fordert der HDE einen schonungslosen Befreiungsschlag von staatlicher Überregulierung. Es bedarf eines radikalen Abbaus von Vorschriften, der unternehmerisches Handeln wieder ermöglicht, statt es im Keim zu ersticken.

Die Inflationsrate in Deutschland wird im März 2026 voraussichtlich +2,7 % betragen. Gemessen wird sie als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber Februar 2026 um 1,1 %.
Royal FloraHolland (RFH) schloss das Jahr 2025 mit einem positiven Ergebnis ab. Der Umsatz stieg auf 5,4 Milliarden Euro (2024: 5,3 Milliarden Euro). Dies ist der zweithöchste Umsatz, der jemals erzielt wurde (2021: 5,6 Milliarden Euro). Das höhere Ergebnis ist auf gestiegene durchschnittliche Stückpreise sowohl für Blumen (3 %) als auch für Pflanzen (1 %), einen optimierten Service und eine strikte Kostenkontrolle zurückzuführen. Diese höheren Preise kompensierten den Rückgang der verkauften Blumen- und Pflanzenmengen (-2 %) mehr als. Der Gewinn vor Steuern beträgt 19 Millionen Euro, nach Steuern 12 Millionen Euro.
Der Iran-Krieg belastet die Verbraucherstimmung. Der Konsumklima-Indikator sinkt den Erwartungen der Verbraucher nach für April 2026 auf -28,0 Punkte. Dies ist im Vergleich zum Vormonat (revidiert -24,8 Punkte) ein Minus von 3,2 Punkten. Während bei der Anschaffungsneigung und der Sparneigung in diesem Monat noch keine starken Effekte zu erkennen sind, trüben sich die Einkommenserwartungen infolge der Inflationsängste spürbar ein. Dies zeigen die aktuellen Ergebnisse des NIM Konsumklimas powered by GfK., das seit Oktober 2023 gemeinsam vom Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM), Gründer der GfK und NIQ/GfK herausgegeben wird.
Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich merklich verschlechtert. Der ifo Geschäftsklimaindex sank im März auf 86,4 Punkte, nach 88,4 Punkten im Februar. Dies war auf deutlich pessimistischere Erwartungen zurückzuführen. Die Urteile zur aktuellen Lage blieben hingegen unverändert. Die Unsicherheit unter den Unternehmen nahm spürbar zu. Der Krieg im Iran beendet vorerst die Hoffnung auf einen Aufschwung.
Die HORNBACH Holding AG & Co. KGaA hat ihre Gesamtjahresprognose vom 21. Mai 2025 auf Basis vorläufiger Zahlen erreicht. Die HORNBACH Gruppe steigerte ihren Nettoumsatz im Geschäftsjahr 2025/26 um 3,8% auf 6.433,9 Mio. EUR (Prognose: auf oder leicht über* dem Vorjahresniveau von 6.200,0 Mio. EUR) und erzielte mit 264,7 Mio. EUR wie erwartet ein Adjusted EBIT auf** dem Niveau des Geschäftsjahres 2024/25 (269,5 Mio. EUR).
Mit dem neuen COMPO BIO READY TO USE Konzept launcht COMPO eine innovative und anwenderfreundliche Produktlinie, die gezielt auf die Bedürfnisse von Einsteigern abgestimmt ist und für alle, die sich eine einfache zeitsparende und nachhaltige Pflanzenpflege wünschen.

