Bei schönem, wenn auch sehr heißen Wetter entschieden wir uns am vergangenen Sonntag eine Fahrradrundtour rund um die Xantener Nord- und Südsee zu unternehmen. Wir luden unsere Räder auf den Fahrradträger und parkten in der Nähe von Wardt, unmittelbar bei der Brücke, welche über die Landstraße sowie den Verbindungskanal zwischen Nord- und Südsee führt. Da die Durchfahrt über diese Brücke für Fahrzeuge gesperrt ist, stellten wir unser Auto direkt nach der Straßeneinfahrt links am Straßenrand („Am Buckend“) ab – ohne jemanden zu behindern.
Von dort starteten wir unsere Tour über Vynen, vorbei am „ Schnellen Brüter“ in Kalkar, bis nach Grieth. Dort setzten wir mit der einzigen Fähre über, die aufgrund des niedrigen Wasserstands überhaupt noch in Betrieb war, und gelangten so nach Grietherort. Anschließend fuhren wir zurück zu unserem Ausgangspunkt. Insgesamt waren wir über 40 Kilometer unterwegs und genossen eine wirklich schöne Tour.
Zurück am Auto verluden wir die Fahrräder wieder auf den Träger und wollten gerade nach Hause fahren, als wir einen Zettel an der Windschutzscheibe entdeckten. Zu unserem Erstaunen handelte es sich um ein Verwarnungsgeld in Höhe von 55 Euro. Wir waren regelrecht geschockt. Eine derart hohe „Knolle“ – ohne jede Behinderung und zudem an einem Sonntag – halte ich für völlig überzogen und es wirkt auf mich wie ein Beispiel für Behördenwillkür.
Mein anschließendes Schreiben an die Stadt Xanten mit der Bitte um Überprüfung und Korrektur der Strafe blieb leider unbeantwortet.
Was mich in diesem Fall besonders irritiert
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Keinerlei Behinderung:Ich habe am Rand einer Zufahrt geparkt, wo die Durchfahrt ohnehin gesperrt ist.
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Sonntag: Viele Kommunen zeigen an Wochenenden eher Augenmaß – hier offenbar nicht.
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Keine Antwort der Gemeinde: Das ist der Punkt, der am meisten enttäuscht. Selbst wenn man einen Einspruch ablehnt, ist eine Rückmeldung das Mindeste.
Mit diesem kurzen Bericht möchte ich alle Besucher der Region Xanten davor warnen, denselben Fehler zu machen. Das Parken kann dort unerwartet sehr sehr teuer werden.
Bernhard Simon
Redaktion Gawina