Die ersten Monate des Jahres war das Geschäft im Großhandel mit Blumen und Pflanzen recht verhalten und so gab es Richtung Muttertag gespannte Erwartungen. Der Facheinzelhandel hielt sich vielerorts mit Bestellungen zurück, so lag das Risiko der Warenbeschaffung für den wichtigsten Blumentag der Branche beim Großhandel. Der Druck auf die Großhändler war groß, um alle kurzfristigen Wünsche des Fachhandels zu erfüllen. Mit hohen Arbeitsspitzen und enormem Aufwand gelang es den Ein- und Verkäufern in den Großhandelsbetrieben jedoch für ein breites Angebot im Fachhandel zu sorgen und die Ware auch noch am Samstag und Sonntag für die Fachgeschäfte bereitzustellen.
„In diesem Jahr haben die Floristen gewonnen, die sich getraut haben, von Anfang an reichlich einzukaufen und gut vorbereitet waren“, so ein Großhändler.

Mit Blumen Zuneigung und Dankbarkeit ausdrücken, das war für viele Konsumenten auch zu diesem Muttertag eine echte Herzensangelegenheit. (Foto: BGI)
Gemäßigte Preise an der Uhr und bei den Produzenten, kühles sonniges Wetter vielerorts und ein umfangreiches Angebot lieferten letztlich ideale Voraussetzungen für einen erfolgreichen Muttertag. Die zu diesem Anlass beliebten Päonien (Pfingstrosen) aus deutscher, niederländischer und französischer Produktion hatten in diesem Jahr das perfekte Klima sowie den optimalen Reifegrad für einen kontinuierlichen Schnitt, und waren zu guten, gemäßigten Preisen erhältlich. Auch andere saisonale Blumen, Fertigsträuße und bepflanzte Schalen konnten beim diesjährigen Muttertag punkten. Rosatöne und alle Zutaten für bunte Frühlingssträuße waren gefragt. Mit floristisch hochwertigen Fertigsträußen könnten die Floristen den Arbeitsdruck etwas mildern. Die dünne Personaldecke in vielen Blumengeschäften wird an den Spitzentagen der Branche zur echten Herausforderung.
Während im Norden die Ordertätigkeit schon zu Beginn der Muttertagswoche anstieg, dauerte es im Süden etwas länger, bis die Bestellungen bei den Großhändlern eintrafen. Ein unerwartetes, zusätzliches Hindernis brachte die große Internetstörung am späten Dienstagabend der Muttertagswoche, von dem auch der ein oder andere Webshop betroffen war. Mutige, frühzeitige Besteller aus dem Fachhandel wurden belohnt, sie konnten aus dem vollen Angebot des Großhandels schöpfen und die Rückmeldungen der Floristen am Sonntagabend war fast einstimmig – „Wir sind ausverkauft“. So gestaltete sich auch das Nachordergeschäft im Großhandel nach dem Muttertag recht lebhaft.
Der Großhandel zieht in diesem Jahr ein positives Fazit: Der Muttertag hat die in ihn gesetzten Erwartungen übertroffen und sorgt für eine vorwärtsgewandte gute Stimmung zum Start in die Gartensaison. Nach den kühlen Temperaturen der Eisheiligen hoffen alle auf mehr Schwung im Absatz und wachsende Konsumlaune bei den Blumen- und Pflanzenliebhabern.