Der landschaftsgärtnerische Ausbildungsberuf erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Bundesweit stieg die Zahl aller Auszubildenden um 85 auf 8.089 junge Frauen und Männer. Das zeigt die aktuelle Jahresauswertung des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL) und des Ausbildungsförderwerkes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (AuGaLa).
Bis Ende 2025 starteten 3.221 Auszubildende in den umlagepflichtigen GaLaBau-Betrieben eine Ausbildung zur Landschaftsgärtnerin oder zum Landschaftsgärtner (1,5 Prozent mehr als 2024). Die Azubi-Gesamtzahl über alle Ausbildungsjahre stieg leicht: Im Vergleich zum Vorjahr lernten 1,1 Prozent mehr junge Menschen bundesweit den vielfältigen Beruf – 8.089 Auszubildende. Davon waren durchschnittlich 89 Prozent männlich und 11 Prozent weiblich, was einem Rückgang des Anteils weiblicher Auszubildender um 3 Prozentpunkte entspricht.

BGL-Vizepräsident und Vorsitzender des Bildungsausschusses Matthias Lösch. (Foto: Rottenkolber/BGL)
GaLaBau bleibt attraktiver Ausbildungssektor
„Dass wir erneut mehr als 8.000 Auszubildende im GaLaBau zählen, ist ein starkes Signal – nicht nur für die Attraktivität unseres Berufs, sondern auch für die Zukunftsfähigkeit unserer Städte und Gemeinden“, betont BGL-Vizepräsident und Vorsitzender des Bildungsausschusses Matthias Lösch. „Der Garten- und Landschaftsbau qualifiziert junge Menschen für eine Tätigkeit mit unmittelbarer gesellschaftlicher Relevanz: Sie gestalten grüne Infrastruktur, schaffen klimaresiliente Freiräume und leisten einen konkreten Beitrag zur Klimaanpassung.“
Angesichts zunehmender Hitzeperioden, Starkregenereignisse und wachsender urbaner Verdichtung komme dem Beruf eine zentrale Rolle bei der Entwicklung nachhaltiger Städte zu. Ob Schwammstadt-Prinzip, Regenwassermanagement, Biodiversitätsförderung oder die Begrünung von Quartieren – Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner setzen Klimaschutz und Klimaanpassung praktisch um. „Unsere Auszubildenden arbeiten an Lösungen, die Lebensqualität sichern und Städte widerstandsfähiger machen“, so Lösch.
Der GaLaBau biete jungen Menschen damit nicht nur gute Karriereperspektiven, sondern auch die Möglichkeit, aktiv an der ökologischen Transformation mitzuwirken.
Mit Blick auf den rückläufigen Anteil weiblicher Auszubildender sieht die Branche weiterhin Handlungsbedarf. „Gerade in einem Berufsfeld, das Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz gestaltet, wollen wir noch mehr junge Frauen gewinnen“, erklärt Lösch. „Der GaLaBau bietet hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten – unabhängig vom Geschlecht. Hier setzen wir verstärkt auf Information, Vorbilder und eine gezielte Ansprache.“
Qualifiziertes Personal sichert die Zukunft der Unternehmen
Die stabilen Auszubildenden-Zahlen im Garten- und Landschaftsbau seien das Ergebnis einer langfristigen hervorragenden Kooperation der Nachwuchswerbung in den GaLaBau-Landesverbänden mit dem AuGaLa sowie den Sozialpartnern BGL und IG BAU und den engagierten GaLaBau-Unternehmerinnen und -Unternehmern, so Lösch. Zur Qualität der Ausbildung tragen aber auch die weiteren Partner in der dualen Ausbildung bei. Matthias Lösch stellt dabei neben den ausbildenden Betrieben insbesondere die kooperative Arbeit des Fachpersonals in den Berufsschulen, überbetrieblichen Ausbildungsstätten und zuständigen Stellen für Berufsbildung im Gartenbau heraus.
Das AuGaLa und der BGL stärken zusätzlich die Position des GaLaBau im Wettbewerb um Auszubildende, Fach- und Arbeitskräfte: mit einem Mix aus Social Media, einem eigenen Azubi-Blog, in dem „echte“ Auszubildende aus ihrem beruflichen Alltag berichten, mit Öffentlichkeitsarbeit und Azubi-Werbung der Betriebe vor Ort für den Beruf Landschaftsgärtner*in. Zudem geben seit Dezember 2022 „Die Drei vom GaLaBau“ auf TikTok, YouTube und Instagram humorvoll und jugendgerecht echte Einblicke in ihren abwechslungsreichen Ausbildungsberuf.