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ZVG richtet Forderungen des Gartenbaus an die Politik

ZVGBundestagswahl 2013: Vertreter aller Parteien nehmen Stellung zu branchenspezifischen Themen

Umsatzbesteuerung von Blumen und Pflanzen, die Einführung einer Risikoausgleichsrücklage, eine nationale Strategie für eine grüne Stadtentwicklung, Energieeinsatz im Gartenbau und Pflanzenschutz, das sind nur einige wichtige Themen, für die der Zentralverband Gartenbau (ZVG) auf seiner Präsidiumssitzung Mitte Juli in Grünberg einen Forderungskatalog an die Politik formulierte.

Im Vorfeld der Bundestagswahl im September 2013 wurden zudem alle Parteien befragt, wie sie in der neuen Legislaturperiode die verschiedenen Politikbereiche für den Gartenbau gestalten werden. Der ZVG hat in einer Sonderbeilage im ZVG Gartenbaureport 7/8 sowohl seine Kernforderungen als auch die Antworten der Parteien zusammengefasst.

Die Kernforderungen:

Umsatzbesteuerung von Blumen und Pflanzen

Der ZVG fordert von den politisch Verantwortlichen den Erhalt des ermäßigten Umsatzsteuersatzes in Deutschland und somit die Sicherung von Arbeitsplätzen in der deutschen Gartenbauproduktion und im gärtnerischen und floristischen Einzelhandel.

Einführung einer Risikoausgleichsrücklage

Der ZVG fordert von den politisch Verantwortlichen die Schaffung einer steuerfreien Risikorücklage, um beispielsweise Unwetter, die jüngst eine verheerende Zerstörung in Gartenbaubetrieben verursacht haben, oder Quarantäneschäden abzusichern.

Nationale Strategie für grüne Stadtentwicklung

Der ZVG fordert von den politisch Verantwortlichen, sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung kommunaler Grünstrukturen einzusetzen.

Energieeinsatz im Gartenbau

Der ZVG fordert von den politisch Verantwortlichen Verlässlichkeit in der energiepolitischen Weiterentwicklung, Förderung von Investitionen in Energieeffizienz, Verhinderung weiterer Belastungen für den produzierenden und auch den Dienstleistungsgartenbau, Intensivierung von Forschungsinitiativen, vor allem im Bereich neuer Speichertechniken, die Berücksichtigung bei branchenbezogenen Freistellungen von der EEG-Umlage, die Koordinierung der Energiegesetzgebung zwischen allen betroffenen Ministerien sowie die Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit durch koordinierte energiepolitische Maßnahmen.

Pflanzenschutz

Der ZVG fordert von den politisch Verantwortlichen, die Möglichkeiten des neuen Zulassungsrechts zu nutzen und die gegenseitige Anerkennung von Pflanzenschutzmitteln zu forcieren, die Arbeiten des Arbeitskreises Lückenindikation zu verstärken, die Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln zu verbessern sowie Indikationslücken zu schließen.

„Für diese und weitere den Gartenbau betreffende Belange werden wir uns auch in Zukunft mit aller Kraft einsetzen. Für den neu zu wählenden Bundestag haben wir mit unseren Kernforderungen eine Diskussionsgrundlage geschaffen, die vertrauten, dem Gartenbau nahe-stehenden Politikern, die dringlichsten Handlungsfelder der Branche verdeutlicht und neuen Mitgliedern des Parlaments einen schnellen Einblick in das vielfältige Themenspektrum des Gartenbaus ermöglicht“, sagte Jürgen Mertz, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau.

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