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Unternehmensfinanzierung: Bankkredite wichtig für Handel

Die Finanzierungsbedingungen der Unternehmen haben sich nach einer Umfrage unter 3.400 Betrieben in den vergangenen zwölf Monaten trotz der anhaltenden Staatsschulden- und Währungskrise positiv entwickelt und können als stabil bezeichnet werden.

Die Befragung hatte die KfW gemeinsam mit BDI, BGA, HDE und ZDH sowie weiteren führenden Wirtschaftsverbänden im ersten Quartal 2012 durchgeführt.

Auch für den Einzelhandel ist der Zugang zu Krediten leichter geworden. Das ist umso wichtiger, als kurz- und mittelfristige Bankkredite für den Einzelhandel nach wie vor eine der wichtigsten Finanzierungsquellen sind.

Nur noch knapp 30 Prozent berichten von einem schwierigen Kreditzugang, im Vorjahr waren das noch 41 Prozent.

Im Vergleich zu anderen Branchen liegt dieser Wert allerdings immer noch hoch: Im Durchschnitt klagen nur 24 Prozent der befragten Unternehmen aller Branchen über einen schwierigen Zugang zu Bankkrediten.
Dementsprechend liegt mit 21,9 Prozent auch die Ablehnungsquote für Kredite im Einzelhandel über der in anderen Branchen.

„Deshalb ist es umso entscheidender, dass notwendige Regulierungsmaßnahmen wie Basel III den Kreditkanal nicht noch zusätzlich verstopfen. In der Praxis stellen für die Händler vor allen Dingen die ständig steigenden Anforderungen der Banken an die Dokumentation der zu finanzierenden Vorhaben und die Offenlegung von Geschäftsdaten und –strategien ein großes Hindernis dar“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Besonders die kleineren Unternehmen seien damit oft überfordert. An der Befragung haben im ersten Quartal dieses Jahres 497 Unternehmen aus dem Einzelhandel teilgenommen.

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