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Steht Max Bahr jetzt auch vor dem Aus?

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Max Bahr LogoWie das Handelsblatt online aktuell berichtet, steht nun nach der Pleite von Praktiker auch der letzte Teil des Baumarktimperiums vor dem Aus. Dies wurde gerade aktuell auch vom Insolvenzverwalter bestätigt.

Damit ist der Verkauf an das Hellweg/Möhrle Konsortium endgültig gescheitert. 3600 Arbeitsplätze sind nun gefährdet. Mit den 73 Max-Bahr-Häusern steht damit auch der letzte Teil des Baumarktkonzerns Praktiker vor dem Nichts.

Der Plan, Max Bahr an ein Konsortium um den Konkurrenten Hellweg und den ehemaligen Max-Bahr-Chef Dirk Möhrle zu verkaufen, ist am heutigen Freitag gescheitert. Damit stehen neben den jetzt schon gefährdeten Arbeitsplätzen bei Praktiker, weitere 3600 Jobs auf der Kippe. Hellweg sei sich mit der Royal Bank of Scotland nicht über die Mietverträge für 66 Standorte einig geworden, was zwischenzeitlich auch betätigt wurde. Die Gläubiger des einstigen Aushängeschilds von Praktiker hatten Hellweg bis Freitag Zeit gegeben, sich mit der RBS zu einigen.

Nun dürfte Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder auch in den 73 verbliebenen Märkten mit dem Schlussverkauf beginnen. Er hatte sich Ende Oktober für die Offerte des Hellweg-Konsortiums entschieden. In rund 230 Praktiker- und Max-Bahr-Häusern läuft der Ausverkauf bereits seit einiger Zeit. Für Praktiker arbeiteten einst insgesamt rd. 20.000 Menschen, einen Käufer haben die Insolvenzverwalter aber bisher nur für drei Märkte in Luxemburg mit 200 Mitarbeitern gefunden.

Die RBS werde die Max-Bahr-Standorte nun einzeln zu vermieten versuchen, hieß es aus Verhandlungskreisen. Für mehr als die Hälfte davon stünden schon Konkurrenten wie OBI, Rewe/Toom oder Hagebau als Mieter bereit, meldete das Handelsblatt.

„Nun schlägt wieder die Stunde von Globus“, sagte ein Insider. Der saarländische Handelskonzern war bei Insolvenzverwalter Schröder und der RBS nicht zum Zuge gekommen, da sein Angebot zu niedrig war. Am Donnerstag hatte Globus erneut sein Interesse bekräftigt – an rund 60 Max-Bahr- und weiteren Praktiker-Standorten sowie der Firmenzentrale (Gawina berichtete gestern darüber).

Die Max-Bahr-Mitarbeiter müssen nun weiter hoffen, dass sie ggf. bei einem neuen Betreiber der Märkte unterkommen können. Der Max-Bahr-Gesamtbetriebsratschef Ulli Klose soll bis zuletzt gehofft haben, dass eine Vereinbarungen noch zustande kommt.

Die Verhandlungen mit Hellweg seien nicht alleine an der Höhe der geforderten Mieten gescheitert, vielmehr habe die RBS eine Bürgschaft von Hellweg gefordert, die das Familienunternehmen nicht stellen konnte oder wollte.Die Bank habe das Konzept des potenziellen Käufers skeptisch gesehen und im Falle eines späteren Scheiterns Verluste befürchtet. Denn dann wären Banken und Warenkreditversicherer besser abgesichert gewesen als der Vermieter.

Ein Konsortium rund um die Commerzbank wäre bereit gewesen, die Übernahme mit einem Kredit von 65 Millionen Euro zu finanzieren. (Quelle: Handelsblatt online)

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