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Rückstandshöchstgehalt für DDAC vorläufig auf 0,5 mg/kg festgelegt

Für das Desinfektionsmittel Didecyldimethylammoniumclorid (DDAC)welches in geringfügigen Spuren u.a. auch bei BIO-Topfkräutern nachgewiesen wurde,  hat man nach  Informationen der QS Qualität und Sicherheit GmbH ein vorläufiger Rückstandshöchstgehalt festgelegt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Frische Topfkräuter (Bild: Susanne Beeck  / pixelio.de)

Hierzu seien, basierend auf Angaben des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), Leitlinien verabschiedet worden, wonach Lebens- und Futtermittel pflanzlichen und tierischen Ursprungs mit einem Gehalt an DDAC über 0,5 mg/kg als nicht mehr verkehrsfähig gelten.

Dies gelte sowohl für inländische als auch für ausländische Produkte. „Die Mitgliedsstaaten sollen mit einer Datenerhebung die Ursachen für Kontaminationen mit DDAC in Lebens- und Futtermitteln feststellen. In einem dafür aufgelegten Monitoring-Programm sollen bis Ende Februar 2013 bis zu 2000 Ergebnisse erfasst werden.

Diese Ergebnisse sollen für die endgültige Regelung in der VO 396/2005 herangezogen werden“, so QS.  Darauf hat sich am 13. Juli der Ausschuss des „Standing Committee of the Food Chain and Animal Health“ in einer Sitzung geeinigt.
Bislang lag der gesetzliche Höchstgehalt für DDAC bei 0,01 mg/kg – dem sogenannten „unteren Auffangwert“. Dabei handelt es sich um einen allgemeinen Wert, der laut EU-Verordnung (EG) Nr. 396/2005 für alle Wirkstoff-Produkt Kombinationen gilt, für die noch kein spezifischer Rückstandshöchstgehalt errechnet wurde.

Eine solche spezielle Risikoeinschätzung ging der jetzt vorgenommenen vorläufigen Anhebung des RHG voran. Auslöser waren die zuletzt festgestellten Überschreitungen des RHG in Obst- und Gemüseerzeugnissen und Kräutern aus biologischem und konventionellem Anbau.

Am 9. Juli 2012 hatte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) eine Risikobewertung vorgelegt und bestätigt, dass von den aktuell berichteten Überschreitungen keine direkte Gesundheitsgefahr ausgeht.

Als Grundlage für die Risikoeinschätzung hatte QS mehr als 800 Analyseergebnisse von Systempartnern zu DDAC zusammengestellt und in anonymisierter Form dem BVL und dem BfR übergeben.(Quelle: FM-Magazin)

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