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Praktiker AG: Optimismus macht sich breit

Obwohl die Aktie des Baumarktkonzerns in den vergangenen Handelstagen deutlich unter Druck geraten ist, zeigt sich der Vorstandsvorsitzende und Konzernchef Thomas Fox optimistisch.

Das erste Quartal mache Mut, sagte er in einem Interview mit dem Handelsblatt. Praktiker habe mehr Liquidität als erwartet.

Eine Beendigung des Arrangements im Geschäft mit Osteuropa steht aktuell nicht zur Debatte, obwohl dies durch einen Großaktionär gefordert wurde.

„Wir haben ja angekündigt, dass wir das Portfolio überprüfen. Nur wir müssen auch die Machbarkeit vor die Wünschbarkeit stellen“, sagt Fox

Die wirtschaftlichen Bedingungen in den Ländern wie Griechenland, Rumänien, Ungarn und Polen machen es derzeit sehr schwierig bis unmöglich einen entsprechenden Investor zu finden.

Bei Praktiker AG setzt man weiter auf die Zwei-Marken-Strategie. Die Serviceorientierung bei Max Bahr soll weiter verstärkt und ausgebaut werden, verlautete es aus Hamburg.

Die Praktiker Märkte sollen wohl als einfache Baumärkte mit Fokus auf den Preis ihren Marktanteil finden.

Simon meint:

Jetzt kommt es für die Praktiker AG darauf an, im ganz normalen Tagesgeschäft erst einmal wieder richtig Tritt zu fassen.

Die Mitbewerber im Baumarktsektor haben insgesamt recht gute Zahlen für das Geschäftsjahr 2011 vorgelegt, was sicherlich auch mit auf die Schwäche von Praktiker zurückzuführen ist.   

Für die Praktiker AG ist es nun sehr wichtig eine neue deutliche Profilierung für ihre zwei Marken zu finden.

Es geht jetzt vor allen Dingen darum vom Kunden wieder positiv wahrgenommen zu werden. Dies kann nur über Konzepte, Kundenservice und Qualität erreicht werden.

Der Preis spielt selbstverständlich auch eine wichtige Rolle, jedoch kann man mit ständigen Dumpingpreisen kein profitables Geschäft aufbauen.

Aktuell werden schon wieder Rabatte im Praktiker-Werbeprospekt ausgelobt.

So wird dem Kunden z.B. aktuell für das gesamte Beetpflanzen- Sortiment ein Rabatt von 15 Prozent eingeräumt und das bereits zum Saisonstart.

Muss man denn gleich ein ganzes Sortiment rabattieren, oder hat man vor Ostern die Märkte wieder mit zu viel Ware bestückt und sucht nun nach Wegen die Ware noch zu verkaufen.

Speziell bei Pflanzen sollte man sich Gedanken über die Werbestrategie machen. Aus meiner Sicht bringt es relativ wenig Woche für Woche seitenweise Pflanzen abzubilden.

Praktiker hat sich dazu ein Kernsortiment definiert, welches permanent in den Werbungen auftaucht.

Die Märkte haben durch diese Vorgehensweise eine ständige Präsenzpflicht, was oft zu Überbeständen und zu erheblichen Abschriften führt.

Schon im Praktiker- Geschäftsbericht für das Jahr 2011 wurden die Abschriften auf Pflanzen als Problem dargestellt.

Hier ist auch die Frage zu stellen, ob das gesamte Pflanzensortiment durch die Zentrale disponiert werden muss.

Für Werbungen und Aktionen ist das sicher richtig, jedoch das Sortiments- bzw. Tagesgeschäft muss stärker in der Verantwortung der Märkte liegen.

Vor Ort kennt man seine Kunden und kann entsprechend auf die Nachfrage reagieren. Märkte die sich dazu nicht im Stande sehen, brauchen eine fachliche Unterstützung am Standort. 

In diesem Frühjahr 2012 wird man sehen, ob sich beim Umsatz ein Turnaround andeutet.

Dass die Liquidität sich positiv entwickelt, deutet zumindest auf einen Trendwende hin.

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