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Mit Pilzen Prostatakrebs vorbeugen

Vorbeugen erhöht die Chancen, gesund zu bleiben. Das gilt nicht nur für die alltägliche Erkältung sondern auch für schwere Erkrankungen wie Prostatakrebs.

Prostatakrebs ist die bei Männern die am häufigsten diagnostizierte Krebserkrankung. Bei Männern unter 40 Jahren kommt sie praktisch nicht vor. Aber mit steigendem Lebensalter nimmt die Häufigkeit zu. Daher empfinden viele ältere Männer die Gefahr, daran zu erkranken, wie ein Damoklesschwert – bereit jeder Zeit auf sie herabzustürzen.

Aber man kann einiges dafür tun, um das Erkrankungsrisiko zu verringern. Übergewicht reduzieren, das Rauchen aufgeben, regelmäßige körperliche Bewegung gelten als wichtige Barriere gegen Krebserkrankungen. Wichtig ist aber auch eine gesunde, fettarme Ernährung mit viel frischem Obst, Gemüse und Pilzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Amerikanische Ärzte empfehlen, mit Kulturchampignons Prostata-Krebs vorzubeugen (Bild: GMH/BDC)

Letzteren kommt neueren Untersuchungen zufolge eine ganz besondere Rolle zu. Professor Robert B. Beelmann von der Pennsylvania State University wies zum Beispiel nach, dass Champignons das Enzym 5-alpha-Reductase enthalten. Dieses Enzym unterdrückt die Umwandlung von Testosteron zu Dihydrotestosteron, kurz DHT genannt. DHT begünstigt das Entstehen von Prostatakrebs. Männer mit bereits vergrößerter Prostata nehmen genau dieses Enzym hochdosiert als Medikament ein. Warum also nicht gleich vorbeugen mit leckeren Pilzmahlzeiten?

Andere Pilze wie Shiitake oder Maitake spielen eine Rolle bei der Aktivierung der T-Helferzellen, die als Abwehrzellen im Körper unterwegs sind. Es gibt zwei Gruppen dieser T-Helferzellen, die kurz als Th1 und Th2 bezeichnet werden. Im gesunden Körper herrscht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen beiden. Typisch für Krebserkrankungen wie Prostatakrebs ist der Mangel an Th1- Zellen. Genau dort greifen die Inhaltsstoffe der Pilze an. Sie bringen die beiden Gruppen wieder ins Gleichgewicht und sorgen so für ein starkes und ausgeglichenes Immunsystem.

Pilze können aber auch bei bereits eingetretener Krebserkrankung helfen. Im Jahr 2006 veröffentlichten Versuchen an der Bastyre University, Kenmore/Washington zeigte ein wässriger Extrakt aus dem Austernpilz eine deutliche zytotoxische Wirkung gegenüber den Zellen des Prostata-Krebses. Ähnliches hatten andere Forscher bereits ein paar Jahre zuvor beim Einsatz von Polysacchariden aus dem Maitake-Pilz festgestellt. In beiden Fällen führten die Pilz-Substanzen zum programmierten Zelltod der Krebszellen.

L.S. Adams, S. Phung und andere Wissenschaftler vom Beckman Research Institute, Duarte, Kalifornien, entdeckten, dass der Hauptbestandteil in Extrakten aus Zucht-Champignons, die so genannte konjugierte Linolsäure, die Größe von Prostata-Tumoren verringert. In Versuchen mit Mäusen konnten sie nachweisen, dass auch die Linolsäure die Teilung der Krebszellen verhindert und ihren programmierten Zelltod, die Apoptose, herbeiführt. Das Ergebnis ihrer Untersuchung fassten die Wissenschaftler so zusammen: „Die Daten dieser Studie erhellen das krebsverhütende Potenzial der phytochemischen Substanzen in Pilzen und unterstützen die Empfehlung, den Kulturchampignon als diätetische Komponente einzusetzen, die bei der Vorbeugung gegen Prostata-Krebs helfen kann”. Ins Alltagsleben übersetzt heißt das: Häufiger mal Pilze auf den Speiseplan setzen. Das schmeckt wunderbar und entlastet ein Stück weit von der Angst vor Prostata-Krebs.

Viele weitere interessante Informationen zu Speisepilzen finden Sie auch auf der Website www.gesunde-pilze.de.

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